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=Info - ''genießen'' (Wortgruppe)=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|'''zurück zu den Wortgeschichten''' [[genießen|'''''genießen''''']], [[Nutzen|'''''Nutzen''''']], [[Genosse|'''''Genosse''''']] '''und''' [[Genuss|'''''Genuss''''']]
|}
----
__TOC__
==Flexionen zu den Grundwörtern==
===Wortformen zu ''genießen''===
Das Wort ''genießen'' ist ein starkes Verb.
{| class="wikitable" style="width: 80%; vertical-align:top; margin:auto"
| colspan="2" |
!Präsens
!Präteritum
!Perfekt
!Futur
|-
! rowspan="3" style="width:12%" |Singular
! style="width: 13%" |1. Person
| style="width: 15%" |ich genieße
| style="width: 20%" |ich genoss
| style="width: 20%" |ich habe genossen
| style="width: 20%" |ich werde genießen
|-
!2. Person
|du genießt
|du genossest
|du hast genossen
|du wirst genießen
|-
!3. Person
|er/sie/es genießt
|er/sie/es genoss
|er/sie/es hat genossen
|er/sie/es wird genießen
|-
! rowspan="3" |Plural
!1. Person
|wir genießen
|wir genossen
|wir haben genossen
|wir werden genießen
|-
!2. Person
|ihr genießt
|ihr genosst
|ihr habt genossen
|ihr werdet genießen
|-
!3. Person
|sie genießen
|sie genossen
|sie haben genossen
|sie werden genießen
|-
|}
===Wortformen zu ''nutzen/nützen''===
Die Wortformen zu den Verben ''nutzen'' und ''nützen'' werden regelhaft gebildet.
{| class="wikitable" style="width: 80%; vertical-align:top; margin:auto"
| colspan="2" |
!Präsens
!Präteritum
!Perfekt
!Futur
|-
! rowspan="3" style="width:12%" |Singular
! style="width: 13%" |1. Person
| style="width: 15%" |ich nutze
| style="width: 20%" |ich nutzte
| style="width: 20%" |ich habe genutzt
| style="width: 20%" |ich werde nutzen
|-
!2. Person
|du nutzt
|du nutztest
|du hast genutzt
|du wirst nutzen
|-
!3. Person
|er/sie/es nutzt
|er/sie/es nutzte
|er/sie/es hat genutzt
|er/sie/es wird nutzen
|-
! rowspan="3" |Plural
!1. Person
|wir nutzen
|wir nutzten
|wir haben genutzt
|wir werden nutzen
|-
!2. Person
|ihr nutzt
|ihr nutztet
|ihr habt genutzt
|ihr werdet nutzen
|-
!3. Person
|sie nutzen
|sie nutzten
|sie haben genutzt
|sie werden nutzen
|-
|}
===Wortformen zu ''Nutzen''===
Das Wort ''Nutzen'' kann auch als Nomen verwendet werden. Die Grundform (Nominativ, Singular) wird mit dem Artikel ''der'' gebildet. Mit Ausnahme des Genitivs Singular sind alle Wortformen identisch mit dem Grundwort ''Nutzen''
{| class="wikitable" style="width: 50%; vertical-align:top;margin:auto"
!style="width: 20%"|
!style="width: 33%"|Singular
!style="width: 33%"|Plural
|-
!Nominativ
|der Nutzen
|die Nutzen
|-
!Genitiv
|des Nutzens
|der Nutzen
|-
!Dativ
|dem Nutzen
|den Nutzen
|-
!Akkusativ
|den Nutzen
|die Nutzen
|-
|}
===Wortformen zu ''Genuss''===
Das Wort ''Genuss'' ist ein Nomen.
{| class="wikitable" style="width: 50%; vertical-align:top;margin:auto"
!style="width: 20%"|
!style="width: 33%"|Singular
!style="width: 33%"|Plural
|-
!Nominativ
|der Genuss
|die Genüsse
|-
!Genitiv
|des Genusses
|der Genüsse
|-
!Dativ
|dem Genuss
|den Genüssen
|-
!Akkusativ
|den Genuss
|die Genüsse
|-
|}
===Wortformen zu ''Genosse''===
Das Wort ''Genosse'' ist ein schwach gebeugtes Nomen. Das bedeutet: In fast allen Fällen außer dem Nominativ Singular endet es auf ''-n''.
{| class="wikitable" style="width: 50%; vertical-align:top;margin:auto"
!style="width: 20%"|
!style="width: 33%"|Singular
!style="width: 33%"|Plural
|-
!Nominativ
|der Genosse
|die Genossen
|-
!Genitiv
|des Genossen
|der Genossen
|-
!Dativ
|dem Genossen
|den Genossen
|-
!Akkusativ
|den Genossen
|die Genossen
|-
|}
===Wortformen zu ''Genossenschaft''===
In allen vier Fällen wird in der Einzahl (Singular) das Grundwort ''Genossenschaft'' und in der Mehrzahl (Plural) ''Genossenschaften'' verwendet.
{| class="wikitable" style="width: 50%; vertical-align:top;margin:auto;"
! style="width: 20%" |
! style="width: 33%" |Singular
! style="width: 33%" |Plural
|-
! style="width: 20%" |Nominativ
|die Genossenschaft
|die Genossenschaft'''<u>en</u>'''
|-
!Genitiv
|der Genossenschaft
|der Genossenschaft'''<u>en</u>'''
|-
!Dativ
|der Genossenschaft
|den Genossenschaft'''<u>en</u>'''
|-
!Akkusativ
|die Genossenschaft
|die Genossenschaft'''<u>en</u>'''
|-
|}
==Begriffsentwicklung/Etymologie==
[[File: Bi-W-G genießen.jpg|right|350px]]
'''ie. *''neṷd'''''- = etwas ergreifen, in Nutzung nehmen, nutzen
: Von dieser indoeuropäische Wurzel *''neṷd'' lassen sich viele verschiedene heute noch gebräuchliche Wörter zurückführen:
:'''⇒ a) Nutz:''' germ. *''nauta-'' = Vieh, wertvolle Habe, Nutzvieh
::⇒ ahd., mhd. ''nōʒ'' = Nutz-, Zug-, Lasttier - später auch verallgemeinert und übertragen im Sinne von ''Vorteil haben, Nutzen'' Dieses Nomen ist ausgestorben; es wurde im 17., 18. Jh. zunehmend vom Nomen ''Nutzen'' verdrängt. Erhalten geblieben ist das Adjektiv obd. ''nutz'', das im norddeutschen Sprachraum mit Umlaut (''nütze'') verwendet wird.
::⇒ '''nütze:''' germ. *nutja-, ahd. nuzzi, <abbr>mhd.</abbr> nütze, obd. nutz  = brauchbar
:::⇒ '''Ableitungen:''' unnütz, Nichtsnutz, ...
::⇒ '''Nutzen:''' ahd. nuz, nuzza, mhd. nuz = Gebrauch, Ertrag, Gewinn, Vorteil
:::⇒ '''Ableitungen:''' nutzen, nützen, nützlich, ...
:'''⇒ b) genießen:''' germ. *''neutan'' = etwas in Nutzung nehmen
::⇒ ahd. ''nioʒan, ginioʒan'', mhd. ''(ge)nieʒen'' = etw. benutzen, genießen
::⇒ mhd. ''nieʒ'', frühnhd. ''Nieß'' = Benutzung, Nutznießung; dieses Nomen ist ausgestorben; die Bedeutung ist noch erhalten in:
:::⇒ '''Ableitung:''' ''Nießbrauch'' = Recht auf Nutzung fremden Eigentums
::⇒ '''Genuss:''' mhd. ''genieʒ'', nhd. ''Genieß'' später auch ''Genüß'' (hiervon abgeleitet ''genüsslich'');
:::dieses Nomen wurde im 18./19. Jh. zunehmend von der parallel Form verdrängt und ist ausgestorben:
:::mhd. ''genuʒ'', hd. ''Genuß'' mit gleicher Bedeutung: zunächst Nutznießung, Gewinn, ab dem 18. Jh. dann Freude, Wohlbefinden (beim Essen etc. bei Dingen die als schön empfunden werden)
:::⇒ '''Ableitung:''' genüsslich
:'''⇒ c) Genosse/Genossin:''' germ. *''ga-nauta-'' = jemand, der dasselbe Vieh oder denselben Besitz gemeinsam hat
::⇒ ahd. ''ginōʒ'', ''ginōʒo'', mhd. ''genōʒ(e)'' = jemand, der mit anderen etwas gemeinschaftlich hat (z. B. Wesen, Stand, Herkunft), Gleichgestellter, Gefährte
:::⇒ nhd. ''Genosse'' = Gefährte; politisch (ab Mitte 19. Jh.) = Mitglied oder Anhänger einer linksgerichteten Partei
:::⇒ '''Wortbildung:''' [[Genossenschaft]], weitere Wortbildungen sh. Kap. [[Info - Genosse#Wortbildungen|Wortbildungen]]
<div style="font-size:1.2em">
'''Beispiel:'''
</div>
Das Wort ''Genosse'' hängt mit ''genießen'' zusammen. Früher bedeutete ''genießen'' nicht nur „Freude an etwas haben“, sondern auch „etwas nutzen“. Ein ''Genosse'' war also ursprünglich jemand, der mit anderen etwas gemeinsam ''nutzte''.
Ein Beispiel: Eine Gemeinde an der Nordseeküste hat einen Deich gebaut. Um ihn zu schützen wurde der Deich mit einer Wildwiese bepflanzt. Diese Weide stell sie verschiedenen Bauer zur ''Nutzung'' zur Verfügung.
Diese Bauern ''genossen'' also den Vorteil, die Weide gemeinsam zu ''nutzen'' zu dürfen. Sie waren ''Genossen'' und ''Nutznießer'' der Weide. Man könnte auch sagen, dass die in den ''Genuss'' gekommen sind, die Weide ''benutzen'' zu dürfen, obwohl sie ihnen nicht gehört.
Heute ist die ursprüngliche Bedeutung des Verbs ''genießen'' (= Benutzung) noch in der Wortbildung ''Nießbrauch'' (Recht auf Nutzung fremden Eigentums) enthalten.
==Wortbildungen==
===genießen===
Das althochdeutsche ''nioʒan'' (8. Jh.) wurde in mittelhochdeutscher Zeit (11. Jh.) zu ''nieʒ'' und führte später (frühnhd. 14./15.Jh.) zum Nomen ''Nieß''. Sowohl das Verb (''nießen'') als auch das Nomen (''Nieß'') sind ausgestorben. Das Nomen finden wir noch in verschiedenen Ableitungen, z. B. ''Nießnutz, Nutznießer''. Das Verb kommt nur noch zusammen mit dem Präfix ''ge-'' als ''genießen'' und in einigen wenigen Wortbeldungen vor.
Die folgende Tabelle enthält die heute noch gebräuchlichen Wortbildungen zu ''Nieß'' und ''genießen''. Die Wörter sind mit dem [https://www.dwds.de/ Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS)] verlinkt.
{| class="wikitable mw-collapsible mw-collapsed" style="width: 100%; vertical-align:top"
|+Wortbildungen zum Grundwort ''Nieß /genießen''
!colspan=2|Wortbildungen zu ''Nieß''
|-
! style="width: 15%; vertical-align:top;text-align:left" |[https://www.dwds.de/wb/Nießbrauch Nießbrauch]
|[https://www.dwds.de/wb/Nießbraucher Nießbraucher], [https://www.dwds.de/wb/nießbrauchen nießbrauchen]
|-
! style="vertical-align:top;text-align:left" |[https://www.dwds.de/wb/Nießnutz Nießnutz]
|[https://www.dwds.de/wb/nießnutzen nießnutzen]
|-
! style="vertical-align:top;text-align:left" |[https://www.dwds.de/wb/nutznießen nutznießen]
|[https://www.dwds.de/wb/Nutznießer Nutznießer], [https://www.dwds.de/wb/Nutznießerin Nutznießerin], [https://www.dwds.de/wb/Hauptnutznießer Hauptnutznießer], [https://www.dwds.de/wb/Nutznießung Nutznießung]
|-
!colspan=2|Wortbildungen zu ''genießen''
|-
! style="vertical-align:top;text-align:left" |[https://www.dwds.de/wb/genießen genießen]
|[https://www.dwds.de/wb/Genießer Genießer], [https://www.dwds.de/wb/Genießerin Genießerin], [https://www.dwds.de/wb/Genießen Genießen]
|-
! style="vertical-align:top;text-align:left" |[https://www.dwds.de/wb/genießbar genießbar]
|[https://www.dwds.de/wb/Genießbarkeit Genießbarkeit], [https://www.dwds.de/wb/ungenießbar ungenießbar], [https://www.dwds.de/wb/Ungenießbarkeit Ungenießbarkeit]
|-
! style="vertical-align:top;text-align:left" |sonst.
|[https://www.dwds.de/wb/genießerisch genießerisch], [https://www.dwds.de/wb/mitgenießen mitgenießen]
|-
! style="vertical-align:top;text-align:left" |Mehrwortausdruck
|[https://www.dwds.de/wb/mit_Vorsicht_zu_genießen_sein mit Vorsicht zu genießen]
|-
|}
===nütze, nützen===
Das Morphem ''nütz'' kommt in unterschiedlichen Bedeutungen vor. Im Adjektiv ''nütze'' ist es auf ahd. nuzzi, mhd. nütze zurückzuführen. Im süddeutschen Sprachraum sowie in Österreich und der Schweiz wird hierfür meist ''nutz'' verwendet.
Das Morphem kommt auch im Verb ''nützen'' und der Adjektivableitung ''nützlich'' sowie in Wortbildungen mit der Adjektivendung ''-ig'' vor. In diesem Falle ist es vom Nomen ''Nutzen'' (ahd. nuz, nuzza) und dem hiervon abgeleiteten Verb ahd. nuzzōn, mhd. nutzen abgeleitet. Im süddeutschen Raum bzw. Österreich und der Schweiz wird die Variante mit Umlaut ''nützen'' häufig für das Verb ''nutzen'' verwendet.
Daraus folgt, dass es zu Wortbildungen vom Verb ''nützen'' in der Regel auch die Form ohne Umlaut, also ''nutzen'' existiert, die vornehmlich im mittel- und norddeutschen Raum gebräuchlich ist. Das gilt vor allem für Verben mit den Präfixen ''ab, aus, be-'' und ''ge-''. Beispiele: ''abnützen/abnutzen, ausnützen/ausnutzen, benützen/benutzen, genützt/genutzt''.
{| class="wikitable mw-collapsible mw-collapsed" style="width: 100%; vertical-align:top"
|+Wortbildungen zu den Grundwörtern ''nütze'' und ''nützen''
|-
!colspan=2|[https://www.dwds.de/wb/nütze ''nütze''] (ahd. nuzzi, mhd. nütze)
|-
! style="width: 15%; vertical-align:top;text-align:left" |Wortbildungen
|[https://www.dwds.de/wb/Nichtsnutz Nichtsnutz] (=Taugenichts)
[https://www.dwds.de/wb/unnütz unnütz], [https://www.dwds.de/wb/unnützerweise unnützerweise],
|-
! style="vertical-align:top;text-align:left" |Redewendungen
|[https://www.dwds.de/wb/zu%20etwas%20n%C3%BCtze%20sein zu etwas nütze sein], [https://www.dwds.de/wb/zu%20nichts%20n%C3%BCtze%20sein zu nichts nütze sein]
|-
!colspan=2|[https://www.dwds.de/wb/nützen ''nützen''] (ahd. nuzzōn, mhd. nützen)
|-
! style="vertical-align:top;text-align:left" |*nützig
|[https://www.dwds.de/wb/eigennützig '''eigennützig'''], [https://www.dwds.de/wb/Eigennützigkeit Eigennützigkeit], [https://www.dwds.de/wb/uneigennützig uneigennützig], [https://www.dwds.de/wb/Uneigennützigkeit Uneigennützigkeit],
[https://www.dwds.de/wb/gemeinnützig '''gemeinnützig'''], [https://www.dwds.de/wb/Gemeinnützigkeit Gemeinnützigkeit], [https://www.dwds.de/wb/Gemeinnützigkeitsgesetz Gemeinnützigkeitsgesetz], [https://www.dwds.de/wb/Gemeinnützigkeitsrecht Gemeinnützigkeitsrecht], [https://www.dwds.de/wb/freigemeinnützig freigemeinnützig], [https://www.dwds.de/wb/Wohnungsgemeinnützigkeit Wohnungsgemeinnützigkeit], [https://www.dwds.de/wb/Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz]
|-
! style="vertical-align:top;text-align:left" |[https://www.dwds.de/wb/nützlich nützlich]
|[https://www.dwds.de/wb/Nützlichkeit Nützlichkeit], [https://www.dwds.de/wb/Nützlichkeitsdenken Nützlichkeitsdenken], [https://www.dwds.de/wb/Nützlichkeitserwägung Nützlichkeitserwägung], [https://www.dwds.de/wb/Nützlichkeitsprinzip Nützlichkeitsprinzip],
[https://www.dwds.de/wb/unnützlich unnützlich]
|-
! style="vertical-align:top;text-align:left" |[https://www.dwds.de/wb/Nützling Nützling]
|[https://www.dwds.de/wb/Nützlingseinsatz Nützlingseinsatz],
|-
!colspan=2|[https://www.dwds.de/wb/nützen ''nützen''] = [https://www.dwds.de/wb/nutzen ''nutzen'']
|-
! style="vertical-align:top;text-align:left" |[https://www.dwds.de/wb/abnützen abnützen/abnutzen]
|[https://www.dwds.de/wb/Abnützung Abnützung/Abnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Abnützungserscheinung Abnützungserscheinung/Abnutzungserscheinung], [https://www.dwds.de/wb/Abnützungskampf Abnützungskampf/-], [https://www.dwds.de/wb/Abnützungskrankheit Abnützungskrankheit/Abnutzungskrankheit]
|-
! style="vertical-align:top;text-align:left" |[https://www.dwds.de/wb/ausnützen ausnützen/ausnutzen]
|[https://www.dwds.de/wb/Ausnützung Ausnützung/Ausnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Ausnützungsziffer Ausnützungsziffer/-]
|-
! rowspan="3" style="vertical-align:top;text-align:left" |[https://www.dwds.de/wb/benützen benützen/benutzen]
|[https://www.dwds.de/wb/Benützer Benützer/Benutzer], [https://www.dwds.de/wb/Benützerin Benützerin/Benutzerin], [https://www.dwds.de/wb/benützbar benützbar/benutzbar], [https://www.dwds.de/wb/benützt benützt/benutzt], [https://www.dwds.de/wb/Benützung Benützung/Benutzung]
|-
|[https://www.dwds.de/wb/Bahnbenützer Bahnbenützer/Bahnbenutzer], [https://www.dwds.de/wb/Benützungsbewilligung Benützungsbewilligung/Benutzungsbewilligung], [https://www.dwds.de/wb/Benützungsgebühr Benützungsgebühr/Benutzungsgebuhr], [https://www.dwds.de/wb/Benützungsreglement Benützungsreglement/Benutzungsreglement], [https://www.dwds.de/wb/Benützungsvorschrift Benützungsvorschrift/Benutzungsvorschrift], [https://www.dwds.de/wb/Busbenützer Busbenützer/Busbenützer], [https://www.dwds.de/wb/Kanalbenützungsgebühr Kanalbenützungsgebühr/Kanalbenutzungsgebuhr], [https://www.dwds.de/wb/mitbenützen mitbenützen/mitbenutzen], [https://www.dwds.de/wb/Mitbenützung Mitbenützung/Mitbenutzung], [https://www.dwds.de/wb/Straßenbenützungsabgabe Straßenbenützungsabgabe/Straßenbenutzungsabgabe], [https://www.dwds.de/wb/Straßenbenützungsgebühr Straßenbenützungsgebühr/Straßenbenutzungsgebuhr]
|-
|[https://www.dwds.de/wb/unbenützt unbenützt/unbenutzt], [https://www.dwds.de/wb/unbenützbar unbenützbar/unbenutzbar]
|-
! style="vertical-align:top;text-align:left" |[https://www.dwds.de/wb/genützt genützt/genutzt]
|[https://www.dwds.de/wb/abgenützt abgenützt/abgenutzt], [https://www.dwds.de/wb/ungenützt ungenützt/ungenutzt]
|-
|}
===Nutzen===
Die mit Abstand größte Anzahl an Wortbildungen aus der Wortgruppe ''genießen'' können vom Grundwort ''Nutz'' gebildet werden. Hierzu gibt es über 500 Wortbildungen In den folgenden Tabellen werden die Wortbildungen gruppiert nach den Wortarten der Ausgangswörter: a) Nomen (''nutz'', ''Nutzer'', ''Nutzung''), b) Verben (''nutzen'') sowie den verschiedenen Adjektivbildungen.
Die ersten Tabelle enthält das Grundwort ''nutzen'' sowie Nomen- Adjektiv- und Verb-Ableitungen. Die einzelnen Wörter sind mit dem [https://de.wiktionary.org/wiki/Wiktionary:Deutsch Online Wörterbuch Wiktionary] verlinkt.
{| class="wikitable " style="width: 100%; text-align:left; vertical-align:top; margin: auto;"
|+Grundwort
|- style="vertical-align:top;"
| style="width: 10%" |'''nutzen'''
|Aussprache: [ˈnʊt͡sn̩]; Verb: ich nutze, du nutzt, er nutzt, wir nutzen, ihr nutzt, sie nutzen; Partizip: genutzt; Hilfsverb: haben
|- style="vertical-align:top;"
|'''Nomen:'''
|der [https://de.wiktionary.org/wiki/Nutzer Nutzer], die [https://de.wiktionary.org/wiki/Nutzerin Nutzerin]
|- style="vertical-align:top;"
|'''Adjektive:'''
|[https://de.wiktionary.org/wiki/nutzbar nutzbar], [https://de.wiktionary.org/wiki/nutzlos nutzlos], [https://de.wiktionary.org/wiki/nützlich nützlich];  [https://de.wiktionary.org/wiki/nutzbringend nutzbringend], [https://de.wiktionary.org/wiki/nutzerfreundlich nutzerfreundlich]
|- style="vertical-align:top;"
|'''Vorsilben:'''
|[https://de.wiktionary.org/wiki/abnutzen abnutzen], [https://de.wiktionary.org/wiki/ausnutzen ausnutzen], [https://de.wiktionary.org/wiki/benutzen benutzen], [https://de.wiktionary.org/wiki/mitbenutzen mitbenutzen], [https://de.wiktionary.org/wiki/mitnutzen mitnutzen], [https://de.wiktionary.org/wiki/nachnutzen nachnutzen], [https://de.wiktionary.org/wiki/nutzen nutzen], [https://de.wiktionary.org/wiki/übernutzen übernutzen], [https://de.wiktionary.org/wiki/umnutzen umnutzen], [https://de.wiktionary.org/wiki/vernutzen vernutzen]
|-
|}
In den folgenden drei Tabellen findest du Beispielwörter zum Nomen ''Nutzen'', dem Verb ''nutzen'' sowie dem Adjektiv ''nutz(en)''. Die Einzelwörter sind mit dem [https://www.dwds.de/ Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS)] verlinkt.
{| class="wikitable mw-collapsible mw-collapsed" style="width: 100%; vertical-align:top"
|+Wortbildungen zum Grundwort ''Nutzen''
|-
! colspan="2" |-nutz-
|-
! style="width: 15%; vertical-align:top;text-align:left" |Erstglied
|[https://www.dwds.de/wb/Nutzanwendung Nutzanwendung], [https://www.dwds.de/wb/Nutzbarkeit Nutzbarkeit], [https://www.dwds.de/wb/Nutzbarmachung Nutzbarmachung], [https://www.dwds.de/wb/Nutzbau Nutzbau], [https://www.dwds.de/wb/Nutzbaum Nutzbaum], [https://www.dwds.de/wb/Nutzboden Nutzboden], [https://www.dwds.de/wb/Nutzdatum Nutzdatum], [https://www.dwds.de/wb/Nutzeffekt Nutzeffekt], [https://www.dwds.de/wb/Nutzeiche Nutzeiche], [https://www.dwds.de/wb/Nutzende Nutzende], [https://www.dwds.de/wb/Nutzenergie Nutzenergie], [https://www.dwds.de/wb/Nutzfahrzeug Nutzfahrzeug], [https://www.dwds.de/wb/Nutzfisch Nutzfisch], [https://www.dwds.de/wb/Nutzfläche Nutzfläche], [https://www.dwds.de/wb/Nutzgarten Nutzgarten], [https://www.dwds.de/wb/Nutzgeflügel Nutzgeflügel], [https://www.dwds.de/wb/Nutzgegenstand Nutzgegenstand], [https://www.dwds.de/wb/Nutzhanf Nutzhanf], [https://www.dwds.de/wb/Nutzholz Nutzholz], [https://www.dwds.de/wb/Nutzinhalt Nutzinhalt], [https://www.dwds.de/wb/Nutzinsekt Nutzinsekt], [https://www.dwds.de/wb/Nutzkilometer Nutzkilometer], [https://www.dwds.de/wb/Nutzkosten Nutzkosten], [https://www.dwds.de/wb/Nutzkraftwagen Nutzkraftwagen], [https://www.dwds.de/wb/Nutzkraftwagenwerk Nutzkraftwagenwerk], [https://www.dwds.de/wb/Nutzkunst Nutzkunst], [https://www.dwds.de/wb/Nutzladefaktor Nutzladefaktor], [https://www.dwds.de/wb/Nutzladung Nutzladung], [https://www.dwds.de/wb/Nutzland Nutzland], [https://www.dwds.de/wb/Nutzlast Nutzlast], [https://www.dwds.de/wb/Nutzlastkapazität Nutzlastkapazität], [https://www.dwds.de/wb/Nutzlastverkleidung Nutzlastverkleidung], [https://www.dwds.de/wb/Nutzleistung Nutzleistung], [https://www.dwds.de/wb/Nutzlosigkeit Nutzlosigkeit], [https://www.dwds.de/wb/Nutzmüll Nutzmüll], [https://www.dwds.de/wb/Nutzpflanze Nutzpflanze], [https://www.dwds.de/wb/Nutzraum Nutzraum], [https://www.dwds.de/wb/Nutzrecht Nutzrecht], [https://www.dwds.de/wb/Nutzschicht Nutzschicht], [https://www.dwds.de/wb/Nutztier Nutztier], [https://www.dwds.de/wb/Nutztierart Nutztierart], [https://www.dwds.de/wb/Nutztierbestand Nutztierbestand], [https://www.dwds.de/wb/Nutztierhaltung Nutztierhaltung], [https://www.dwds.de/wb/Nutztierrasse Nutztierrasse], [https://www.dwds.de/wb/Nutzvieh Nutzvieh], [https://www.dwds.de/wb/Nutzwald Nutzwald], [https://www.dwds.de/wb/Nutzwärme Nutzwärme], [https://www.dwds.de/wb/Nutzwasser Nutzwasser], [https://www.dwds.de/wb/Nutzwert Nutzwert], [https://www.dwds.de/wb/Nutzwertanalyse Nutzwertanalyse], [https://www.dwds.de/wb/Nutzwild Nutzwild],
|-
! style="vertical-align:top;text-align:left" |Binnenglied
|[https://www.dwds.de/wb/Benutzbarkeit Benutzbarkeit], [https://www.dwds.de/wb/Gesamtnutzfläche Gesamtnutzfläche], [https://www.dwds.de/wb/Hauptnutzfläche Hauptnutzfläche], [https://www.dwds.de/wb/Nichtsnutzigkeit Nichtsnutzigkeit], [https://www.dwds.de/wb/Wohnnutzfläche Wohnnutzfläche], ...
|-
! style="vertical-align:top;text-align:left" |Letztglied
|[https://www.dwds.de/wb/Eigennutz Eigennutz], [https://www.dwds.de/wb/Gemeinnutz Gemeinnutz], [https://www.dwds.de/wb/Nichtsnutz Nichtsnutz], ...
|-
! colspan="2" |Nutzer
|-
! style="vertical-align:top;text-align:left" |Erstglied
|[https://www.dwds.de/wb/Nutzerbetreuung Nutzerbetreuung], [https://www.dwds.de/wb/Nutzerdaten Nutzerdaten], [https://www.dwds.de/wb/Nutzerdatum Nutzerdatum], [https://www.dwds.de/wb/Nutzererfahrung Nutzererfahrung], [https://www.dwds.de/wb/Nutzererlebnis Nutzererlebnis], [https://www.dwds.de/wb/Nutzerfreundlichkeit Nutzerfreundlichkeit], [https://www.dwds.de/wb/Nutzergebühr Nutzergebühr], [https://www.dwds.de/wb/Nutzergemeinschaft Nutzergemeinschaft], [https://www.dwds.de/wb/Nutzergruppe Nutzergruppe], [https://www.dwds.de/wb/Nutzerkonto Nutzerkonto], [https://www.dwds.de/wb/Nutzerkreis Nutzerkreis], [https://www.dwds.de/wb/Nutzername Nutzername], [https://www.dwds.de/wb/Nutzerprofil Nutzerprofil], [https://www.dwds.de/wb/Nutzerrückgang Nutzerrückgang], [https://www.dwds.de/wb/Nutzerschwund Nutzerschwund], [https://www.dwds.de/wb/Nutzerseite Nutzerseite], [https://www.dwds.de/wb/Nutzerverhalten Nutzerverhalten], [https://www.dwds.de/wb/Nutzerverwaltung Nutzerverwaltung], [https://www.dwds.de/wb/Nutzerzahl Nutzerzahl],
|-
! style="vertical-align:top;text-align:left" |Leztglied
|[https://www.dwds.de/wb/Bahnnutzer Bahnnutzer], [https://www.dwds.de/wb/Büronutzer Büronutzer], [https://www.dwds.de/wb/Computernutzer Computernutzer], [https://www.dwds.de/wb/Dauernutzer Dauernutzer], [https://www.dwds.de/wb/Eigennutzer Eigennutzer], [https://www.dwds.de/wb/Endnutzer Endnutzer], [https://www.dwds.de/wb/Fernsehnutzer Fernsehnutzer], [https://www.dwds.de/wb/Fremdnutzer Fremdnutzer], [https://www.dwds.de/wb/Grundstücksnutzer Grundstücksnutzer], [https://www.dwds.de/wb/Handynutzer Handynutzer], [https://www.dwds.de/wb/Hauptnutzer Hauptnutzer], [https://www.dwds.de/wb/Internetnutzer Internetnutzer], [https://www.dwds.de/wb/Mediennutzer Mediennutzer], [https://www.dwds.de/wb/Mobilfunknutzer Mobilfunknutzer], [https://www.dwds.de/wb/Nachnutzer Nachnutzer], [https://www.dwds.de/wb/Naturnutzer Naturnutzer], [https://www.dwds.de/wb/Netznutzer Netznutzer], [https://www.dwds.de/wb/Normalnutzer Normalnutzer], [https://www.dwds.de/wb/ÖPNV-nutzer ÖPNV-nutzer], [https://www.dwds.de/wb/Privatnutzer Privatnutzer], [https://www.dwds.de/wb/Selbstnutzer Selbstnutzer], [https://www.dwds.de/wb/Smartphone-Nutzer Smartphone-Nutzer], [https://www.dwds.de/wb/Telefonnutzer Telefonnutzer], [https://www.dwds.de/wb/Vielnutzer Vielnutzer], [https://www.dwds.de/wb/Wohnungsnutzer Wohnungsnutzer], [https://www.dwds.de/wb/Zwischennutzer Zwischennutzer], ...
|-
! style="vertical-align:top;text-align:left" |Benutzer
|[https://www.dwds.de/wb/Benutzer Benutzer], [https://www.dwds.de/wb/Benutzerin Benutzerin]
|-
!
|[https://www.dwds.de/wb/Benutzerausweis Benutzerausweis], [https://www.dwds.de/wb/Benutzerbeitrag Benutzerbeitrag], [https://www.dwds.de/wb/Benutzerdisk Benutzerdisk], [https://www.dwds.de/wb/Benutzerfreundlichkeit Benutzerfreundlichkeit], [https://www.dwds.de/wb/Benutzerführung Benutzerführung], [https://www.dwds.de/wb/Benutzergebühr Benutzergebühr], [https://www.dwds.de/wb/Benutzergruppe Benutzergruppe], [https://www.dwds.de/wb/Benutzerhandbuch Benutzerhandbuch], [https://www.dwds.de/wb/Benutzerkonto Benutzerkonto], [https://www.dwds.de/wb/Benutzerkreis Benutzerkreis], [https://www.dwds.de/wb/Benutzername Benutzername], [https://www.dwds.de/wb/Benutzeroberfläche Benutzeroberfläche], [https://www.dwds.de/wb/Benutzerordnung Benutzerordnung], [https://www.dwds.de/wb/Benutzerraum Benutzerraum], [https://www.dwds.de/wb/Benutzerschnittstelle Benutzerschnittstelle], [https://www.dwds.de/wb/Benutzersperrung Benutzersperrung], [https://www.dwds.de/wb/Benutzervorteil Benutzervorteil], [https://www.dwds.de/wb/Benutzerzahl Benutzerzahl],
|-
! style="vertical-align:top;text-align:left" |
|[https://www.dwds.de/wb/Archivbenutzer Archivbenutzer], [https://www.dwds.de/wb/Autobenutzer Autobenutzer], [https://www.dwds.de/wb/Bahnbenutzer Bahnbenutzer], [https://www.dwds.de/wb/Benutzer Benutzer], [https://www.dwds.de/wb/Bibliotheksbenutzer Bibliotheksbenutzer], [https://www.dwds.de/wb/Busbenutzer Busbenutzer], [https://www.dwds.de/wb/Computerbenutzer Computerbenutzer], [https://www.dwds.de/wb/Drogenbenutzer Drogenbenutzer], [https://www.dwds.de/wb/Gelegenheitsbenutzer Gelegenheitsbenutzer], [https://www.dwds.de/wb/Handybenutzer Handybenutzer], [https://www.dwds.de/wb/Internetbenutzer Internetbenutzer], [https://www.dwds.de/wb/Kondombenutzer Kondombenutzer], [https://www.dwds.de/wb/Netzbenutzer Netzbenutzer], [https://www.dwds.de/wb/Postbenutzer Postbenutzer], [https://www.dwds.de/wb/Postbenutzerverband Postbenutzerverband], [https://www.dwds.de/wb/Rollstuhlbenutzer Rollstuhlbenutzer], [https://www.dwds.de/wb/Sprachbenutzer Sprachbenutzer], [https://www.dwds.de/wb/Sprachbenutzerin Sprachbenutzerin], [https://www.dwds.de/wb/Straßenbenutzer Straßenbenutzer], [https://www.dwds.de/wb/Telefonbenutzer Telefonbenutzer], ...
|-
! colspan="2" |Nutzung
|-
! style="vertical-align:top;text-align:left" |Erstglied
|[https://www.dwds.de/wb/Nutzungszweck Nutzungszweck], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungszone Nutzungszone], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungszeit Nutzungszeit], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungswunsch Nutzungswunsch], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsvorschlag Nutzungsvorschlag], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsvertrag Nutzungsvertrag], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsverordnung Nutzungsverordnung], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsverhalten Nutzungsverhalten], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsvereinbarung Nutzungsvereinbarung], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsverbot Nutzungsverbot], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsuntersagung Nutzungsuntersagung], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsrecht Nutzungsrecht], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsplan Nutzungsplan], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsphase Nutzungsphase], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsmöglichkeit Nutzungsmöglichkeit], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsmodell Nutzungsmodell], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsmenge Nutzungsmenge], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungskonzept Nutzungskonzept], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungskonflikt Nutzungskonflikt], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsinteresse Nutzungsinteresse], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsintensität Nutzungsintensität], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsgrad Nutzungsgrad], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsgenehmigung Nutzungsgenehmigung], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsgebühr Nutzungsgebühr], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsformen Nutzungsformen], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsform Nutzungsform], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsfläche Nutzungsfläche], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungserlebnis Nutzungserlebnis], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungserlaubnis Nutzungserlaubnis], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsentschädigung Nutzungsentschädigung], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsentgelt Nutzungsentgelt], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsdauer Nutzungsdauer], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsbeschränkung Nutzungsbeschränkung], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsberechtigung Nutzungsberechtigung], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsberechtigter Nutzungsberechtigter], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsbedingung Nutzungsbedingung], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsausfall Nutzungsausfall], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsart Nutzungsart], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsanteil Nutzungsanteil], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsanspruch Nutzungsanspruch], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsänderung Nutzungsänderung], ...
|-
! style="vertical-align:top;text-align:left" |Letztglied
|[https://www.dwds.de/wb/Baunutzungsverordnung Baunutzungsverordnung], [https://www.dwds.de/wb/Bauwerknutzung Bauwerknutzung], [https://www.dwds.de/wb/Biomassenutzung Biomassenutzung], [https://www.dwds.de/wb/Bodennutzung Bodennutzung], [https://www.dwds.de/wb/Datennutzung Datennutzung], [https://www.dwds.de/wb/Eigennutzung Eigennutzung], [https://www.dwds.de/wb/Energienutzung Energienutzung], [https://www.dwds.de/wb/Erdwärmenutzung Erdwärmenutzung], [https://www.dwds.de/wb/Erstnutzung Erstnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Fahrzeugnutzung Fahrzeugnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Fernsehnutzung Fernsehnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Flächennutzung Flächennutzung], [https://www.dwds.de/wb/Flächennutzungsplan Flächennutzungsplan], [https://www.dwds.de/wb/Forstnutzung Forstnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Gartennutzung Gartennutzung], [https://www.dwds.de/wb/Handynutzung Handynutzung], [https://www.dwds.de/wb/Internetnutzung Internetnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Kabelnutzung Kabelnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Kartennutzung Kartennutzung], [https://www.dwds.de/wb/Kernenergienutzung Kernenergienutzung], [https://www.dwds.de/wb/Landnutzung Landnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Mediennutzung Mediennutzung], [https://www.dwds.de/wb/Mehrfachnutzung Mehrfachnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Mehrnutzung Mehrnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Mehrzwecknutzung Mehrzwecknutzung], [https://www.dwds.de/wb/Mitnutzung Mitnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Nachnutzung Nachnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Online-Nutzung Online-Nutzung], [https://www.dwds.de/wb/ÖPNV-Nutzung ÖPNV-Nutzung], [https://www.dwds.de/wb/Parkdecknutzung Parkdecknutzung], [https://www.dwds.de/wb/Privatnutzung Privatnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Raumnutzung Raumnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Ressourcennutzung Ressourcennutzung], [https://www.dwds.de/wb/Rollatornutzung Rollatornutzung], [https://www.dwds.de/wb/Selbstnutzung Selbstnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Smartphonenutzung Smartphonenutzung], [https://www.dwds.de/wb/Sommernutzung Sommernutzung], [https://www.dwds.de/wb/Sonnenenergienutzung Sonnenenergienutzung], [https://www.dwds.de/wb/Straßennutzung Straßennutzung], [https://www.dwds.de/wb/Straßennutzungsgebühr Straßennutzungsgebühr], [https://www.dwds.de/wb/TV-Nutzung TV-Nutzung], [https://www.dwds.de/wb/Übernutzung Übernutzung], [https://www.dwds.de/wb/Umnutzung Umnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Vernutzung Vernutzung], [https://www.dwds.de/wb/Waldnutzung Waldnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Wärmenutzung Wärmenutzung], [https://www.dwds.de/wb/Wassernutzung Wassernutzung], [https://www.dwds.de/wb/Wasserstoffnutzung Wasserstoffnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Weidenutzung Weidenutzung], [https://www.dwds.de/wb/Weiternutzung Weiternutzung], [https://www.dwds.de/wb/Zweinutzungshuhn Zweinutzungshuhn], [https://www.dwds.de/wb/Zweinutzungsrasse Zweinutzungsrasse], [https://www.dwds.de/wb/Zweitnutzung Zweitnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Zwischennutzung Zwischennutzung], ...
|-
! style="vertical-align:top;text-align:left" |Präfix ''ab-''
|[https://www.dwds.de/wb/Abnutzung Abnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Abnutzungsbetrag Abnutzungsbetrag], [https://www.dwds.de/wb/Abnutzungserscheinung Abnutzungserscheinung], [https://www.dwds.de/wb/Abnutzungsgebühr Abnutzungsgebühr], [https://www.dwds.de/wb/Abnutzungskrankheit Abnutzungskrankheit], [https://www.dwds.de/wb/Abnutzungskrieg Abnutzungskrieg], [https://www.dwds.de/wb/Abnutzungsspur Abnutzungsspur], ...
|-
! style="vertical-align:top;text-align:left" |Präfix ''aus-''
|[https://www.dwds.de/wb/Ausnutzung Ausnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Ausnutzungsgrad Ausnutzungsgrad], [https://www.dwds.de/wb/Chancenausnutzung Chancenausnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Energieausnutzung Energieausnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Grundstücksausnutzung Grundstücksausnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Kapazitätsausnutzung Kapazitätsausnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Maschinenausnutzung Maschinenausnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Materialausnutzung Materialausnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Platzausnutzung Platzausnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Raumausnutzung Raumausnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Stromausnutzung Stromausnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Wärmeausnutzung Wärmeausnutzung],
|-
! rowspan="2" style="vertical-align:top;text-align:left" |Präfix ''be-''
|[https://www.dwds.de/wb/Benutzung Benutzung], [https://www.dwds.de/wb/Benutzungsgebühr Benutzungsgebühr], [https://www.dwds.de/wb/Benutzungsoberfläche Benutzungsoberfläche], [https://www.dwds.de/wb/Benutzungsordnung Benutzungsordnung], [https://www.dwds.de/wb/Benutzungspflicht Benutzungspflicht], [https://www.dwds.de/wb/Benutzungsvorschrift Benutzungsvorschrift], [https://www.dwds.de/wb/Benutzungszeit Benutzungszeit], [https://www.dwds.de/wb/Benutzungszwang Benutzungszwang], ...
|-
|[https://www.dwds.de/wb/Archivbenutzung Archivbenutzung], [https://www.dwds.de/wb/Archivbenutzung Archivbenutzung], [https://www.dwds.de/wb/Autobahnbenutzungsgebühr Autobahnbenutzungsgebühr], [https://www.dwds.de/wb/Badbenutzung Badbenutzung], [https://www.dwds.de/wb/Benutzungsentgelt Benutzungsentgelt], [https://www.dwds.de/wb/Forstbenutzung Forstbenutzung], [https://www.dwds.de/wb/Gartenbenutzung Gartenbenutzung], [https://www.dwds.de/wb/Gewerbenutzung Gewerbenutzung], [https://www.dwds.de/wb/Handybenutzung Handybenutzung], [https://www.dwds.de/wb/Kanalbenutzungsgebühr Kanalbenutzungsgebühr], [https://www.dwds.de/wb/Küchenbenutzung Küchenbenutzung], [https://www.dwds.de/wb/Mitbenutzung Mitbenutzung], [https://www.dwds.de/wb/Nichtbenutzung Nichtbenutzung], [https://www.dwds.de/wb/Straßenbenutzung Straßenbenutzung], [https://www.dwds.de/wb/Straßenbenutzungsgebühr Straßenbenutzungsgebühr], [https://www.dwds.de/wb/Toilettenbenutzung Toilettenbenutzung], [https://www.dwds.de/wb/Vorbenutzung Vorbenutzung], ...
|-
! style="vertical-align:top;text-align:left" |Präfix ''sonder--''
|[https://www.dwds.de/wb/Sondernutzung Sondernutzung], [https://www.dwds.de/wb/Sondernutzungserlaubnis Sondernutzungserlaubnis], [https://www.dwds.de/wb/Sondernutzungsgebühr Sondernutzungsgebühr], [https://www.dwds.de/wb/Sondernutzungsgenehmigung Sondernutzungsgenehmigung], [https://www.dwds.de/wb/Sondernutzungsrecht Sondernutzungsrecht], [https://www.dwds.de/wb/Sondernutzungssatzung Sondernutzungssatzung],
|-
|}
{| class="wikitable mw-collapsible mw-collapsed" style="width: 100%; vertical-align:top"
|+Verben zum Grundwort ''nutzen''
|-
! colspan="2" |nutzen
|-
|-
! style="vertical-align:top;text-align:left" |Erstglied
|[https://www.dwds.de/wb/Nutzenaufbau Nutzenaufbau], [https://www.dwds.de/wb/Nutzenbewertung Nutzenbewertung], [https://www.dwds.de/wb/Nutzenerwartung Nutzenerwartung], [https://www.dwds.de/wb/Nutzenfunktion Nutzenfunktion], [https://www.dwds.de/wb/Nutzenkalkül Nutzenkalkül], [https://www.dwds.de/wb/Nutzen-Kosten-Analyse Nutzen-Kosten-Analyse], [https://www.dwds.de/wb/Nutzenmaximierung Nutzenmaximierung], [https://www.dwds.de/wb/Nutzenniveau Nutzenniveau], [https://www.dwds.de/wb/Nutzenpotential Nutzenpotential], [https://www.dwds.de/wb/Nutzenpotenzial Nutzenpotenzial], [https://www.dwds.de/wb/Nutzentrenner Nutzentrenner], [https://www.dwds.de/wb/Nutzenwert Nutzenwert], ...
|-
! style="vertical-align:top;text-align:left" |Leztglied
|[https://www.dwds.de/wb/Doppelnutzen Doppelnutzen], [https://www.dwds.de/wb/Dreifachnutzen Dreifachnutzen], [https://www.dwds.de/wb/Fertigungsnutzen Fertigungsnutzen], [https://www.dwds.de/wb/Gesamtnutzen Gesamtnutzen], [https://www.dwds.de/wb/Grenznutzen Grenznutzen], [https://www.dwds.de/wb/Grenznutzenschule Grenznutzenschule], [https://www.dwds.de/wb/Hauptnutzen Hauptnutzen], [https://www.dwds.de/wb/Kollateralnutzen Kollateralnutzen], [https://www.dwds.de/wb/Kosten-Nutzen-Verhältnis Kosten-Nutzen-Verhältnis], [https://www.dwds.de/wb/Kundennutzen Kundennutzen], [https://www.dwds.de/wb/Mehrfachnutzen Mehrfachnutzen], [https://www.dwds.de/wb/Mehrnutzen Mehrnutzen], [https://www.dwds.de/wb/Mindernutzen Mindernutzen], [https://www.dwds.de/wb/Nettonutzen Nettonutzen], [https://www.dwds.de/wb/Privatnutzen Privatnutzen], [https://www.dwds.de/wb/Umweltnutzen Umweltnutzen], [https://www.dwds.de/wb/Vierfachnutzen Vierfachnutzen], [https://www.dwds.de/wb/Zusatznutzen Zusatznutzen], [https://www.dwds.de/wb/Zusatznutzen  Zusatznutzen ], ...
|-
! style="vertical-align:top;text-align:left" |Präfixe
|[https://www.dwds.de/wb/nutzen nutzen], [https://www.dwds.de/wb/abnutzen abnutzen], [https://www.dwds.de/wb/ausnutzen ausnutzen], [https://www.dwds.de/wb/benutzen benutzen], [https://www.dwds.de/wb/mitbenutzen mitbenutzen], [https://www.dwds.de/wb/mitnutzen mitnutzen], [https://www.dwds.de/wb/nachnutzen nachnutzen], [https://www.dwds.de/wb/übernutzen übernutzen], [https://www.dwds.de/wb/umnutzen umnutzen], [https://www.dwds.de/wb/vernutzen vernutzen], [https://www.dwds.de/wb/vernutzen  vernutzen ], [https://www.dwds.de/wb/weiterbenutzen weiterbenutzen], [https://www.dwds.de/wb/weiternutzen weiternutzen], ...
|}
{| class="wikitable mw-collapsible mw-collapsed" style="width: 100%; vertical-align:top"
|+Adjektive und Verben zum Grundwort ''nutz(en)''
|-
! style="width: 15%; vertical-align:top;text-align:left" |Adjektive
|[https://www.dwds.de/wb/nichtsnutzig nichtsnutzig], [https://www.dwds.de/wb/nutzbringend nutzbringend], [https://www.dwds.de/wb/nutzenorientiert nutzenorientiert], [https://www.dwds.de/wb/nutzerfreundlich nutzerfreundlich], [https://www.dwds.de/wb/nutzergetrieben nutzergetrieben], [https://www.dwds.de/wb/nutzerunabhängig nutzerunabhängig], [https://www.dwds.de/wb/nutzlos nutzlos], [https://www.dwds.de/wb/nutzungsabhängig nutzungsabhängig], [https://www.dwds.de/wb/nutzungsberechtigt nutzungsberechtigt], [https://www.dwds.de/wb/nutzwertig nutzwertig], [https://www.dwds.de/wb/zunutze zunutze], ...
|-
! rowspan="2" style="vertical-align:top;text-align:left" |Präfix ''be-''
|[https://www.dwds.de/wb/benutzerdefiniert benutzerdefiniert], [https://www.dwds.de/wb/benutzerfreundlich benutzerfreundlich], [https://www.dwds.de/wb/benutzungspflichtig benutzungspflichtig], ...
|-
|[https://www.dwds.de/wb/benutzt benutzt], [https://www.dwds.de/wb/meistbenutzt meistbenutzt], [https://www.dwds.de/wb/mitbenutzt mitbenutzt], [https://www.dwds.de/wb/unbenutzt unbenutzt], [https://www.dwds.de/wb/vielbenutzt vielbenutzt],
|-
! style="vertical-align:top;text-align:left" |Präfix ''ge-''
|[https://www.dwds.de/wb/genutzt genutzt], [https://www.dwds.de/wb/abgenutzt abgenutzt], [https://www.dwds.de/wb/ausgenutzt ausgenutzt], [https://www.dwds.de/wb/eigengenutzt eigengenutzt], [https://www.dwds.de/wb/fremdgenutzt fremdgenutzt], [https://www.dwds.de/wb/meistgenutzt meistgenutzt], [https://www.dwds.de/wb/mitgenutzt mitgenutzt], [https://www.dwds.de/wb/nichtgenutzt nichtgenutzt], [https://www.dwds.de/wb/selbstgenutzt selbstgenutzt], [https://www.dwds.de/wb/umgenutzt umgenutzt], [https://www.dwds.de/wb/unausgenutzt unausgenutzt], [https://www.dwds.de/wb/ungenutzt ungenutzt], [https://www.dwds.de/wb/untergenutzt untergenutzt], [https://www.dwds.de/wb/vielgenutzt vielgenutzt], [https://www.dwds.de/wb/weitergenutzt weitergenutzt], ...
|-
! style="vertical-align:top;text-align:left" |Suffix ''-bar''
|[https://www.dwds.de/wb/nutzbar nutzbar], [https://www.dwds.de/wb/ausnutzbar ausnutzbar], [https://www.dwds.de/wb/benutzbar benutzbar], [https://www.dwds.de/wb/unbenutzbar unbenutzbar], ...
|-
|}
Die letzte Tabelle listet die Wortbildungen mit dem Morphem ''nutz'' in alphabetischer Sortierung auf. Die einzelnen Wörter sind mit dem [https://www.dwds.de/ Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS)] verlinkt.
{| class="wikitable sortable mw-collapsible mw-collapsed" style="width: 100%; text-align:left; vertical-align:top; margin: auto;"
|+Alphabetische Sortierung
|- style="vertical-align:top;"
| style="width: 10%" |'''A'''
|[https://www.dwds.de/wb/abgenutzt abgenutzt], [https://www.dwds.de/wb/abnutzen abnutzen], [https://www.dwds.de/wb/Abnutzung Abnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Abnutzungserscheinung Abnutzungserscheinung], [https://www.dwds.de/wb/Abnutzungsgebühr Abnutzungsgebühr], [https://www.dwds.de/wb/Abnutzungskrieg Abnutzungskrieg], [https://www.dwds.de/wb/Abwärmenutzung Abwärmenutzung], [https://www.dwds.de/wb/Anschlussnutzung Anschlussnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Archivbenutzer Archivbenutzer], [https://www.dwds.de/wb/Archivbenutzung Archivbenutzung], [https://www.dwds.de/wb/Atomenergienutzung Atomenergienutzung], [https://www.dwds.de/wb/Atomkraftnutzung Atomkraftnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Atomnutzung Atomnutzung], [https://www.dwds.de/wb/ausgenutzt ausgenutzt], [https://www.dwds.de/wb/ausnutzbar ausnutzbar], [https://www.dwds.de/wb/ausnutzen ausnutzen], [https://www.dwds.de/wb/Ausnutzung Ausnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Ausnutzungsgrad Ausnutzungsgrad], [https://www.dwds.de/wb/Autobahnbenutzungsgebühr Autobahnbenutzungsgebühr], [https://www.dwds.de/wb/Autobenutzer Autobenutzer], [https://www.dwds.de/wb/Autonutzung Autonutzung]
|- style="vertical-align:top;"
|'''B'''
|[https://www.dwds.de/wb/Bahnbenutzer Bahnbenutzer], [https://www.dwds.de/wb/Bahnnutzer Bahnnutzer], [https://www.dwds.de/wb/Baunutzungsplan Baunutzungsplan], [https://www.dwds.de/wb/Baunutzungsverordnung Baunutzungsverordnung], [https://www.dwds.de/wb/benutzbar benutzbar], [https://www.dwds.de/wb/Benutzbarkeit Benutzbarkeit], [https://www.dwds.de/wb/benutzen benutzen], [https://www.dwds.de/wb/Benutzen Benutzen], [https://www.dwds.de/wb/Benutzer Benutzer], [https://www.dwds.de/wb/Benutzerausweis Benutzerausweis], [https://www.dwds.de/wb/Benutzerbeitrag Benutzerbeitrag], [https://www.dwds.de/wb/benutzerdefiniert benutzerdefiniert], [https://www.dwds.de/wb/Benutzerdisk Benutzerdisk], [https://www.dwds.de/wb/benutzerfreundlich benutzerfreundlich], [https://www.dwds.de/wb/Benutzerfreundlichkeit Benutzerfreundlichkeit], [https://www.dwds.de/wb/Benutzerführung Benutzerführung], [https://www.dwds.de/wb/Benutzergebühr Benutzergebühr], [https://www.dwds.de/wb/Benutzergruppe Benutzergruppe], [https://www.dwds.de/wb/Benutzerhandbuch Benutzerhandbuch], [https://www.dwds.de/wb/Benutzerin Benutzerin], [https://www.dwds.de/wb/Benutzerkonto Benutzerkonto], [https://www.dwds.de/wb/Benutzerkreis Benutzerkreis], [https://www.dwds.de/wb/Benutzername Benutzername], [https://www.dwds.de/wb/Benutzeroberfläche Benutzeroberfläche], [https://www.dwds.de/wb/Benutzerordnung Benutzerordnung], [https://www.dwds.de/wb/Benutzerraum Benutzerraum], [https://www.dwds.de/wb/Benutzerschnittstelle Benutzerschnittstelle], [https://www.dwds.de/wb/Benutzersperrung Benutzersperrung], [https://www.dwds.de/wb/Benutzervorteil Benutzervorteil], [https://www.dwds.de/wb/Benutzerzahl Benutzerzahl], [https://www.dwds.de/wb/benutzt benutzt], [https://www.dwds.de/wb/Benutzung Benutzung], [https://www.dwds.de/wb/Benutzungsentgelt Benutzungsentgelt], [https://www.dwds.de/wb/Benutzungsgebühr Benutzungsgebühr], [https://www.dwds.de/wb/Benutzungsoberfläche Benutzungsoberfläche], [https://www.dwds.de/wb/Benutzungsordnung Benutzungsordnung], [https://www.dwds.de/wb/Benutzungspflicht Benutzungspflicht], [https://www.dwds.de/wb/benutzungspflichtig benutzungspflichtig], [https://www.dwds.de/wb/Benutzungszeit Benutzungszeit], [https://www.dwds.de/wb/Benutzungszwang Benutzungszwang], [https://www.dwds.de/wb/Betriebsnutzungszeit Betriebsnutzungszeit], [https://www.dwds.de/wb/Bibliotheksbenutzer Bibliotheksbenutzer], [https://www.dwds.de/wb/Biomassenutzung Biomassenutzung], [https://www.dwds.de/wb/Bodennutzung Bodennutzung], [https://www.dwds.de/wb/Büronutzer Büronutzer], [https://www.dwds.de/wb/Büronutzung Büronutzung], [https://www.dwds.de/wb/Busbenutzer Busbenutzer]
|- style="vertical-align:top;"
|'''C'''
|[https://www.dwds.de/wb/Chancenausnutzung Chancenausnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Computerbenutzer Computerbenutzer], [https://www.dwds.de/wb/Computernutzer Computernutzer], [https://www.dwds.de/wb/Computernutzung Computernutzung]
|- style="vertical-align:top;"
|'''D'''
|[https://www.dwds.de/wb/Datennutzung Datennutzung], [https://www.dwds.de/wb/Dauernutzung Dauernutzung], [https://www.dwds.de/wb/Doppelnutzung Doppelnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Drogenbenutzer Drogenbenutzer]
|- style="vertical-align:top;"
|'''E'''
| [https://www.dwds.de/wb/eigengenutzt eigengenutzt], [https://www.dwds.de/wb/Eigennutz Eigennutz], [https://www.dwds.de/wb/Eigennutzer Eigennutzer], [https://www.dwds.de/wb/Eigennutzung Eigennutzung], [https://www.dwds.de/wb/Einzelhandelsnutzung Einzelhandelsnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Endnutzer Endnutzer], [https://www.dwds.de/wb/Energieausnutzung Energieausnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Energienutzung Energienutzung], [https://www.dwds.de/wb/Erdwärmenutzung Erdwärmenutzung], [https://www.dwds.de/wb/Erholungsnutzung Erholungsnutzung],
|- style="vertical-align:top;"
|'''F'''
|[https://www.dwds.de/wb/Fernsehnutzer Fernsehnutzer], [https://www.dwds.de/wb/Fernsehnutzung Fernsehnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Flächennutzung Flächennutzung], [https://www.dwds.de/wb/Flächennutzungsplan Flächennutzungsplan], [https://www.dwds.de/wb/Flächennutzungsplanänderung Flächennutzungsplanänderung], [https://www.dwds.de/wb/Flächennutzungsplanentwurf Flächennutzungsplanentwurf], [https://www.dwds.de/wb/Flächennutzungsplanung Flächennutzungsplanung], [https://www.dwds.de/wb/Folgenutzung Folgenutzung], [https://www.dwds.de/wb/Forstbenutzung Forstbenutzung], [https://www.dwds.de/wb/Forstnutzung Forstnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Freizeitnutzung Freizeitnutzung], [https://www.dwds.de/wb/fremdgenutzt fremdgenutzt], [https://www.dwds.de/wb/Fremdnutzer Fremdnutzer], [https://www.dwds.de/wb/Fremdnutzung Fremdnutzung],
|- style="vertical-align:top;"
|'''G'''
|[https://www.dwds.de/wb/Garagennutzung Garagennutzung], [https://www.dwds.de/wb/Gartennutzung Gartennutzung], [https://www.dwds.de/wb/Gelegenheitsbenutzer Gelegenheitsbenutzer], [https://www.dwds.de/wb/Gemeinnutz Gemeinnutz], [https://www.dwds.de/wb/genutzt genutzt], [https://www.dwds.de/wb/Gesamtnutzen Gesamtnutzen], [https://www.dwds.de/wb/Gesamtnutzfläche Gesamtnutzfläche], [https://www.dwds.de/wb/Gewerbenutzung Gewerbenutzung], [https://www.dwds.de/wb/Grenznutzen Grenznutzen], [https://www.dwds.de/wb/Grenznutzenschule Grenznutzenschule], [https://www.dwds.de/wb/Grundstücksausnutzung Grundstücksausnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Grundstücksnutzer Grundstücksnutzer], [https://www.dwds.de/wb/Grundstücksnutzung Grundstücksnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Grünlandnutzung Grünlandnutzung]
|- style="vertical-align:top;"
|'''H'''
|[https://www.dwds.de/wb/Hafennutzung Hafennutzung], [https://www.dwds.de/wb/Hallennutzung Hallennutzung], [https://www.dwds.de/wb/Handybenutzer Handybenutzer], [https://www.dwds.de/wb/Handynutzer Handynutzer], [https://www.dwds.de/wb/Handynutzung Handynutzung], [https://www.dwds.de/wb/Hauptnutzen Hauptnutzen], [https://www.dwds.de/wb/Hauptnutzer Hauptnutzer], [https://www.dwds.de/wb/Hauptnutzfläche Hauptnutzfläche], [https://www.dwds.de/wb/Hauptnutznießer Hauptnutznießer], [https://www.dwds.de/wb/Hauptnutzungsfläche Hauptnutzungsfläche], [https://www.dwds.de/wb/Holznutzung Holznutzung], [https://www.dwds.de/wb/Hotelnutzung Hotelnutzung]
|- style="vertical-align:top;"
|'''I'''
|[https://www.dwds.de/wb/Internetbenutzer Internetbenutzer], [https://www.dwds.de/wb/Internetnutzer Internetnutzer], [https://www.dwds.de/wb/Internetnutzung Internetnutzung]
|- style="vertical-align:top;"
|'''K'''
|[https://www.dwds.de/wb/Kanalbenutzungsgebühr Kanalbenutzungsgebühr], [https://www.dwds.de/wb/Kapazitätsausnutzung Kapazitätsausnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Kernenergienutzung Kernenergienutzung], [https://www.dwds.de/wb/Kernkraftnutzung Kernkraftnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Kondombenutzer Kondombenutzer], [https://www.dwds.de/wb/Küchenbenutzung Küchenbenutzung], [https://www.dwds.de/wb/Kundennutzen Kundennutzen]
|- style="vertical-align:top;"
|'''L'''
|[https://www.dwds.de/wb/Landnutzung Landnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Landnutzungsplanung Landnutzungsplanung], [https://www.dwds.de/wb/Landschaftsnutzung Landschaftsnutzung]
|- style="vertical-align:top;"
|'''M'''
|[https://www.dwds.de/wb/Mediennutzer Mediennutzer], [https://www.dwds.de/wb/Mediennutzung Mediennutzung], [https://www.dwds.de/wb/Mehrfachnutzung Mehrfachnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Mehrzwecknutzung Mehrzwecknutzung], [https://www.dwds.de/wb/meistbenutzt meistbenutzt], [https://www.dwds.de/wb/meistgenutzt meistgenutzt], [https://www.dwds.de/wb/Mischnutzung Mischnutzung], [https://www.dwds.de/wb/mitbenutzen mitbenutzen], [https://www.dwds.de/wb/mitbenutzt mitbenutzt], [https://www.dwds.de/wb/Mitbenutzung Mitbenutzung], [https://www.dwds.de/wb/mitgenutzt mitgenutzt], [https://www.dwds.de/wb/mitnutzen mitnutzen], [https://www.dwds.de/wb/Mitnutzung Mitnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Mobilfunknutzer Mobilfunknutzer]
|- style="vertical-align:top;"
|'''N'''
|[https://www.dwds.de/wb/Nachfolgenutzung Nachfolgenutzung], [https://www.dwds.de/wb/nachnutzen nachnutzen], [https://www.dwds.de/wb/Nachnutzer Nachnutzer], [https://www.dwds.de/wb/Nachnutzung Nachnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Nachnutzungskonzept Nachnutzungskonzept], [https://www.dwds.de/wb/Naturnutzer Naturnutzer], [https://www.dwds.de/wb/Naturnutzung Naturnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Netzbenutzer Netzbenutzer], [https://www.dwds.de/wb/Netznutzer Netznutzer], [https://www.dwds.de/wb/Netznutzung Netznutzung], [https://www.dwds.de/wb/Netznutzungsentgelt Netznutzungsentgelt], [https://www.dwds.de/wb/Neunutzung Neunutzung], [https://www.dwds.de/wb/Nichtbenutzung Nichtbenutzung], [https://www.dwds.de/wb/nichtgenutzt nichtgenutzt], [https://www.dwds.de/wb/Nichtnutzung Nichtnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Nichtsnutz Nichtsnutz], [https://www.dwds.de/wb/nichtsnutzig nichtsnutzig], [https://www.dwds.de/wb/Nichtsnutzigkeit Nichtsnutzigkeit], [https://www.dwds.de/wb/Nießnutz Nießnutz], [https://www.dwds.de/wb/Nutzanwendung Nutzanwendung], [https://www.dwds.de/wb/nutzbar nutzbar], [https://www.dwds.de/wb/Nutzbarkeit Nutzbarkeit], [https://www.dwds.de/wb/Nutzbarmachung Nutzbarmachung], [https://www.dwds.de/wb/Nutzbau Nutzbau], [https://www.dwds.de/wb/nutzbringend nutzbringend], [https://www.dwds.de/wb/Nutzeffekt Nutzeffekt], [https://www.dwds.de/wb/nutzen nutzen], [https://www.dwds.de/wb/Nutzen Nutzen], [https://www.dwds.de/wb/Nutzenergie Nutzenergie], [https://www.dwds.de/wb/Nutzenkalkül Nutzenkalkül], [https://www.dwds.de/wb/Nutzenmaximierung Nutzenmaximierung], [https://www.dwds.de/wb/Nutzer Nutzer], [https://www.dwds.de/wb/Nutzerdatum Nutzerdatum], [https://www.dwds.de/wb/nutzerfreundlich nutzerfreundlich], [https://www.dwds.de/wb/Nutzerfreundlichkeit Nutzerfreundlichkeit], [https://www.dwds.de/wb/Nutzergebühr Nutzergebühr], [https://www.dwds.de/wb/Nutzergemeinschaft Nutzergemeinschaft], [https://www.dwds.de/wb/Nutzergruppe Nutzergruppe], [https://www.dwds.de/wb/Nutzerin Nutzerin], [https://www.dwds.de/wb/Nutzerkreis Nutzerkreis], [https://www.dwds.de/wb/Nutzername Nutzername], [https://www.dwds.de/wb/Nutzerprofil Nutzerprofil], [https://www.dwds.de/wb/Nutzerseite Nutzerseite], [https://www.dwds.de/wb/Nutzerverhalten Nutzerverhalten], [https://www.dwds.de/wb/Nutzerzahl Nutzerzahl], [https://www.dwds.de/wb/Nutzfahrzeug Nutzfahrzeug], [https://www.dwds.de/wb/Nutzfahrzeugbau Nutzfahrzeugbau], [https://www.dwds.de/wb/Nutzfahrzeugbauer Nutzfahrzeugbauer], [https://www.dwds.de/wb/Nutzfahrzeugbereich Nutzfahrzeugbereich], [https://www.dwds.de/wb/Nutzfahrzeugbranche Nutzfahrzeugbranche], [https://www.dwds.de/wb/Nutzfahrzeuggeschäft Nutzfahrzeuggeschäft], [https://www.dwds.de/wb/Nutzfahrzeughersteller Nutzfahrzeughersteller], [https://www.dwds.de/wb/Nutzfahrzeugindustrie Nutzfahrzeugindustrie], [https://www.dwds.de/wb/Nutzfahrzeugkonzern Nutzfahrzeugkonzern], [https://www.dwds.de/wb/Nutzfahrzeugmarkt Nutzfahrzeugmarkt], [https://www.dwds.de/wb/Nutzfahrzeugmesse Nutzfahrzeugmesse], [https://www.dwds.de/wb/Nutzfahrzeugmotor Nutzfahrzeugmotor], [https://www.dwds.de/wb/Nutzfahrzeugpalette Nutzfahrzeugpalette], [https://www.dwds.de/wb/Nutzfahrzeugproduktion Nutzfahrzeugproduktion], [https://www.dwds.de/wb/Nutzfahrzeugreifen Nutzfahrzeugreifen], [https://www.dwds.de/wb/Nutzfahrzeugsparte Nutzfahrzeugsparte], [https://www.dwds.de/wb/Nutzfahrzeugtochter Nutzfahrzeugtochter], [https://www.dwds.de/wb/Nutzfahrzeugverband Nutzfahrzeugverband], [https://www.dwds.de/wb/Nutzfahrzeugwerk Nutzfahrzeugwerk], [https://www.dwds.de/wb/Nutzfisch Nutzfisch], [https://www.dwds.de/wb/Nutzfläche Nutzfläche], [https://www.dwds.de/wb/Nutzgarten Nutzgarten], [https://www.dwds.de/wb/Nutzgeflügel Nutzgeflügel], [https://www.dwds.de/wb/Nutzgegenstand Nutzgegenstand], [https://www.dwds.de/wb/Nutzhanf Nutzhanf], [https://www.dwds.de/wb/Nutzholz Nutzholz], [https://www.dwds.de/wb/Nutzinhalt Nutzinhalt], [https://www.dwds.de/wb/Nutzinsekt Nutzinsekt], [https://www.dwds.de/wb/Nutzkraftwagen Nutzkraftwagen], [https://www.dwds.de/wb/Nutzkraftwagenwerk Nutzkraftwagenwerk], [https://www.dwds.de/wb/Nutzkunst Nutzkunst], [https://www.dwds.de/wb/Nutzladefaktor Nutzladefaktor], [https://www.dwds.de/wb/Nutzland Nutzland], [https://www.dwds.de/wb/Nutzlast Nutzlast], [https://www.dwds.de/wb/Nutzlastkapazität Nutzlastkapazität], [https://www.dwds.de/wb/Nutzlastverkleidung Nutzlastverkleidung], [https://www.dwds.de/wb/Nutzleistung Nutzleistung], [https://www.dwds.de/wb/nutzlos nutzlos], [https://www.dwds.de/wb/Nutzlosigkeit Nutzlosigkeit], [https://www.dwds.de/wb/Nutzmüll Nutzmüll], [https://www.dwds.de/wb/nutznießen nutznießen], [https://www.dwds.de/wb/Nutznießer Nutznießer], [https://www.dwds.de/wb/Nutznießerin Nutznießerin], [https://www.dwds.de/wb/Nutznießung Nutznießung], [https://www.dwds.de/wb/Nutzpflanze Nutzpflanze], [https://www.dwds.de/wb/Nutzraum Nutzraum], [https://www.dwds.de/wb/Nutzschicht Nutzschicht], [https://www.dwds.de/wb/Nutztier Nutztier], [https://www.dwds.de/wb/Nutztierart Nutztierart], [https://www.dwds.de/wb/Nutztierbestand Nutztierbestand], [https://www.dwds.de/wb/Nutztierhaltung Nutztierhaltung], [https://www.dwds.de/wb/Nutztierrasse Nutztierrasse], [https://www.dwds.de/wb/Nutzung Nutzung], [https://www.dwds.de/wb/nutzungsabhängig nutzungsabhängig], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsabsicht Nutzungsabsicht], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsänderung Nutzungsänderung], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsanlage Nutzungsanlage], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsanspruch Nutzungsanspruch], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsanteil Nutzungsanteil], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsart Nutzungsart], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsausfall Nutzungsausfall], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsausfallentschädigung Nutzungsausfallentschädigung], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsbedingung Nutzungsbedingung], [https://www.dwds.de/wb/nutzungsberechtigt nutzungsberechtigt], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsbereich Nutzungsbereich], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsbeschränkung Nutzungsbeschränkung], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsdauer Nutzungsdauer], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungseinschränkung Nutzungseinschränkung], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsentgelt Nutzungsentgelt], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsentgeltverordnung Nutzungsentgeltverordnung], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsentschädigung Nutzungsentschädigung], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungserlaubnis Nutzungserlaubnis], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungserweiterung Nutzungserweiterung], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsfläche Nutzungsfläche], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsform Nutzungsform], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsformen Nutzungsformen], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsgebühr Nutzungsgebühr], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsgenehmigung Nutzungsgenehmigung], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsgewohnheit Nutzungsgewohnheit], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsgrad Nutzungsgrad], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsidee Nutzungsidee], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsinteresse Nutzungsinteresse], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungskonflikt Nutzungskonflikt], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungskonzept Nutzungskonzept], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungskonzeption Nutzungskonzeption], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungskosten Nutzungskosten], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsmischung Nutzungsmischung], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsmix Nutzungsmix], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsmodell Nutzungsmodell], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsmöglichkeit Nutzungsmöglichkeit], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsordnung Nutzungsordnung], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsplan Nutzungsplan], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsplanung Nutzungsplanung], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsprogramm Nutzungsprogramm], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsrecht Nutzungsrecht], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsregelung Nutzungsregelung], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsstruktur Nutzungsstruktur], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsuntersagung Nutzungsuntersagung], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsvariante Nutzungsvariante], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsverbot Nutzungsverbot], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsvereinbarung Nutzungsvereinbarung], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsverhalten Nutzungsverhalten], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsverhältnis Nutzungsverhältnis], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsvertrag Nutzungsvertrag], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsvielfalt Nutzungsvielfalt], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsvorschlag Nutzungsvorschlag], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungsvorstellung Nutzungsvorstellung], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungswert Nutzungswert], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungswertbesteuerung Nutzungswertbesteuerung], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungswunsch Nutzungswunsch], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungszeit Nutzungszeit], [https://www.dwds.de/wb/Nutzungszweck Nutzungszweck], [https://www.dwds.de/wb/Nutzvieh Nutzvieh], [https://www.dwds.de/wb/Nutzwald Nutzwald], [https://www.dwds.de/wb/Nutzwasser Nutzwasser], [https://www.dwds.de/wb/Nutzwert Nutzwert], [https://www.dwds.de/wb/Nutzwertanalyse Nutzwertanalyse]
|- style="vertical-align:top;"
|'''P'''
|[https://www.dwds.de/wb/Platzausnutzung Platzausnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Postbenutzer Postbenutzer], [https://www.dwds.de/wb/Postbenutzerverband Postbenutzerverband], [https://www.dwds.de/wb/Privatnutzer Privatnutzer], [https://www.dwds.de/wb/Privatnutzung Privatnutzung],
|- style="vertical-align:top;"
|'''R'''
|[https://www.dwds.de/wb/Raumausnutzung Raumausnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Raumnutzung Raumnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Raumnutzungskonzept Raumnutzungskonzept], [https://www.dwds.de/wb/Regenwassernutzung Regenwassernutzung], [https://www.dwds.de/wb/Regenwassernutzungsanlage Regenwassernutzungsanlage], [https://www.dwds.de/wb/Ressourcennutzung Ressourcennutzung], [https://www.dwds.de/wb/Rollstuhlbenutzer Rollstuhlbenutzer]
|- style="vertical-align:top;"
|'''S'''
|[https://www.dwds.de/wb/Schalternutzung Schalternutzung], [https://www.dwds.de/wb/selbstgenutzt selbstgenutzt], [https://www.dwds.de/wb/Selbstnutzer Selbstnutzer], [https://www.dwds.de/wb/Selbstnutzung Selbstnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Solarenergienutzung Solarenergienutzung], [https://www.dwds.de/wb/Solarnutzung Solarnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Sondernutzung Sondernutzung], [https://www.dwds.de/wb/Sondernutzungserlaubnis Sondernutzungserlaubnis], [https://www.dwds.de/wb/Sondernutzungsgebühr Sondernutzungsgebühr], [https://www.dwds.de/wb/Sondernutzungsgenehmigung Sondernutzungsgenehmigung], [https://www.dwds.de/wb/Sondernutzungsrecht Sondernutzungsrecht], [https://www.dwds.de/wb/Sondernutzungssatzung Sondernutzungssatzung], [https://www.dwds.de/wb/Sonnenenergienutzung Sonnenenergienutzung], [https://www.dwds.de/wb/Sprachbenutzer Sprachbenutzer], [https://www.dwds.de/wb/Sprachbenutzerin Sprachbenutzerin], [https://www.dwds.de/wb/Straßenbenutzer Straßenbenutzer], [https://www.dwds.de/wb/Straßenbenutzung Straßenbenutzung], [https://www.dwds.de/wb/Straßenbenutzungsgebühr Straßenbenutzungsgebühr], [https://www.dwds.de/wb/Straßennutzung Straßennutzung], [https://www.dwds.de/wb/Straßennutzungsgebühr Straßennutzungsgebühr],
|- style="vertical-align:top;"
|'''T'''
|[https://www.dwds.de/wb/Teilnutzung Teilnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Telefonbenutzer Telefonbenutzer], [https://www.dwds.de/wb/Telefonnutzer Telefonnutzer], [https://www.dwds.de/wb/Toilettenbenutzung Toilettenbenutzung]
|- style="vertical-align:top;"
|'''U'''
|[https://www.dwds.de/wb/übernutzen übernutzen], [https://www.dwds.de/wb/Übernutzung Übernutzung], [https://www.dwds.de/wb/umgenutzt umgenutzt], [https://www.dwds.de/wb/umnutzen umnutzen], [https://www.dwds.de/wb/Umnutzung Umnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Umnutzungsdruck Umnutzungsdruck], [https://www.dwds.de/wb/Umweltnutzen Umweltnutzen], [https://www.dwds.de/wb/Umweltnutzung Umweltnutzung], [https://www.dwds.de/wb/unausgenutzt unausgenutzt], [https://www.dwds.de/wb/unbenutzbar unbenutzbar], [https://www.dwds.de/wb/unbenutzt unbenutzt], [https://www.dwds.de/wb/ungenutzt ungenutzt], [https://www.dwds.de/wb/untergenutzt untergenutzt],
|- style="vertical-align:top;"
|'''V'''
|[https://www.dwds.de/wb/vernutzen vernutzen], [https://www.dwds.de/wb/Vernutzung Vernutzung], [https://www.dwds.de/wb/Verteidigungsnutzung Verteidigungsnutzung], [https://www.dwds.de/wb/vielbenutzt vielbenutzt], [https://www.dwds.de/wb/vielgenutzt vielgenutzt], [https://www.dwds.de/wb/Vielnutzer Vielnutzer], [https://www.dwds.de/wb/Vorbenutzung Vorbenutzung],
|- style="vertical-align:top;"
|'''W'''
|[https://www.dwds.de/wb/Waldnutzung Waldnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Wärmenutzung Wärmenutzung], [https://www.dwds.de/wb/Wärmenutzungsverordnung Wärmenutzungsverordnung], [https://www.dwds.de/wb/Wasserkraftnutzung Wasserkraftnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Wassernutzung Wassernutzung], [https://www.dwds.de/wb/Weidenutzung Weidenutzung], [https://www.dwds.de/wb/weiterbenutzen weiterbenutzen], [https://www.dwds.de/wb/weitergenutzt weitergenutzt], [https://www.dwds.de/wb/weiternutzen weiternutzen], [https://www.dwds.de/wb/Weiternutzung Weiternutzung], [https://www.dwds.de/wb/Wiedernutzung Wiedernutzung], [https://www.dwds.de/wb/Windenergienutzung Windenergienutzung], [https://www.dwds.de/wb/Windkraftnutzung Windkraftnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Wohnnutzfläche Wohnnutzfläche], [https://www.dwds.de/wb/Wohnnutzung Wohnnutzung], [https://www.dwds.de/wb/Wohnungsnutzung Wohnungsnutzung]
|- style="vertical-align:top;"
|'''Z'''
|[https://www.dwds.de/wb/zunutze zunutze], [https://www.dwds.de/wb/Zusatznutzen Zusatznutzen], [https://www.dwds.de/wb/Zwischennutzer Zwischennutzer], [https://www.dwds.de/wb/Zwischennutzung Zwischennutzung], [https://www.dwds.de/wb/Zwischennutzungsvertrag Zwischennutzungsvertrag]
|-
|}
===Genuss===
Das Letztglied der Wortbildungen zum Grundwort ''Genuss'' beschreibt, was bei jemandem zum Genussgefühl führen kann. Diese Wortbildungen sind von Mensch zu Mensch verschieden und die Wortbildungen hierzu produktiv. Das zeigt sich auch in der Analyse verschiedener Wörterbücher und Wortschätze. So findet der Duden beispielsweise, dass Hören ''genussvoll'' sein kann ([https://www.duden.de/rechtschreibung/Hoergenuss Hörgenuss]). In anderen Wortschätzen (z. B. Wiktionary) finden wir den [https://de.wiktionary.org/wiki/Drogengenuss Drogengenuss], [https://de.wiktionary.org/wiki/Kulturgenuss Kulturgenuss] oder [https://de.wiktionary.org/wiki/Lesegenuss Lesegenuss]. In der umfangreichen 
Gegenwartskorpora des DWDS ist der [https://www.dwds.de/wb/Musikgenuss Musikgenuss] ein [https://www.dwds.de/wb/Vollgenuss Vollgenuss].So hat jedes Wörterverzeichnis seine eigenen Vorlieben, so wie die Macher(innen) der Wörterbücher.
{| class="wikitable mw-collapsible mw-collapsed" style="width: 100%; vertical-align:top"
|+Wortbildungen zum Grundwort ''Genuss''
! style="width: 15%; vertical-align:top;text-align:left" |Erstglied
|[https://www.dwds.de/wb/Genussdroge Genussdroge], [https://www.dwds.de/wb/Genussfähigkeit Genussfähigkeit], [https://www.dwds.de/wb/Genussforschung Genussforschung], [https://www.dwds.de/wb/Genussgier Genussgier], [https://www.dwds.de/wb/Genussgift Genussgift], [https://www.dwds.de/wb/Genusskapital Genusskapital], [https://www.dwds.de/wb/Genusskultur Genusskultur], [https://www.dwds.de/wb/Genussläufer Genussläufer], [https://www.dwds.de/wb/Genussmensch Genussmensch], [https://www.dwds.de/wb/Genussmittel Genussmittel], [https://www.dwds.de/wb/Genussmittelbereich Genussmittelbereich], [https://www.dwds.de/wb/Genussmittelbranche Genussmittelbranche], [https://www.dwds.de/wb/Genussmittelgewerbe Genussmittelgewerbe], [https://www.dwds.de/wb/Genussmittelindustrie Genussmittelindustrie], [https://www.dwds.de/wb/Genussmittelkonzern Genussmittelkonzern], [https://www.dwds.de/wb/Genussrecht Genussrecht], [https://www.dwds.de/wb/Genussrechte Genussrechte], [https://www.dwds.de/wb/Genussrechtskapital Genussrechtskapital], [https://www.dwds.de/wb/Genussregion Genussregion], [https://www.dwds.de/wb/Genussreife Genussreife], [https://www.dwds.de/wb/Genussschein Genussschein], [https://www.dwds.de/wb/Genussscheinemission Genussscheinemission], [https://www.dwds.de/wb/Genussscheininhaber Genussscheininhaber], [https://www.dwds.de/wb/Genussscheinkapital Genussscheinkapital], [https://www.dwds.de/wb/Genussspecht Genussspecht], [https://www.dwds.de/wb/Genusssucht Genusssucht], [https://www.dwds.de/wb/Genusswille Genusswille], ...
|-
! style="width: 15%; vertical-align:top;text-align:left" |Letztglied
|[https://www.dwds.de/wb/Alkoholgenuss Alkoholgenuss], [https://www.dwds.de/wb/Branntweingenuss Branntweingenuss], [https://de.wiktionary.org/wiki/Drogengenuss Drogengenuss], [https://de.wiktionary.org/wiki/Fahrgenuss Fahrgenuss], [https://de.wiktionary.org/wiki/Fischgenuss Fischgenuss], [https://www.dwds.de/wb/Fleischgenuss Fleischgenuss], [https://www.dwds.de/wb/Hochgenuss Hochgenuss], [https://de.wiktionary.org/wiki/Hörgenuss Hörgenuss], [https://www.dwds.de/wb/Kaffeegenuss Kaffeegenuss], [https://de.wiktionary.org/wiki/Kulturgenuss Kulturgenuss], [https://www.dwds.de/wb/Kunstgenuss Kunstgenuss], [https://de.wiktionary.org/wiki/Laufgenuss Laufgenuss], [https://www.dwds.de/wb/Lebensgenuss Lebensgenuss], [https://de.wiktionary.org/wiki/Lesegenuss Lesegenuss], [https://www.dwds.de/wb/Musikgenuss Musikgenuss], [https://www.dwds.de/wb/Naturgenuss Naturgenuss], [https://www.dwds.de/wb/Opiumgenuss Opiumgenuss], [https://www.dwds.de/wb/Ruhegenuss Ruhegenuss], [https://www.dwds.de/wb/Selbstgenuss Selbstgenuss], [https://www.dwds.de/wb/Sinnengenuss Sinnengenuss], [https://www.dwds.de/wb/Sinnesgenuss Sinnesgenuss], [https://www.dwds.de/wb/Tabakgenuss Tabakgenuss], [https://www.dwds.de/wb/Tabaksgenuss Tabaksgenuss], [https://www.dwds.de/wb/Übergenuss Übergenuss], [https://www.dwds.de/wb/Versorgungsgenuss Versorgungsgenuss], [https://www.dwds.de/wb/Vollgenuss Vollgenuss], [https://www.dwds.de/wb/Weingenuss Weingenuss], [https://www.dwds.de/wb/Werkgenuss Werkgenuss], [https://www.dwds.de/wb/Zinsgenuss Zinsgenuss], ...
|-
! style="width: 15%; vertical-align:top;text-align:left" |Adjektive
|[https://www.dwds.de/wb/genussbetont genussbetont], [https://www.dwds.de/wb/genussfähig genussfähig], [https://www.dwds.de/wb/genussfertig genussfertig], [https://www.dwds.de/wb/genussfreudig genussfreudig], [https://www.dwds.de/wb/genussfroh genussfroh], [https://www.dwds.de/wb/genussorientiert genussorientiert], [https://www.dwds.de/wb/genussreich genussreich], [https://www.dwds.de/wb/genussreif genussreif], [https://www.dwds.de/wb/genusssüchtig genusssüchtig], [https://www.dwds.de/wb/genussvoll genussvoll], ...
|-
! style="width: 15%; vertical-align:top;text-align:left" |''genüss-''
|[https://www.dwds.de/wb/genüsslich genüsslich], [https://www.dwds.de/wb/Genüssling Genüssling], [https://www.dwds.de/wb/Genüsslichkeit Genüsslichkeit]
|-
|}
Interessant ist das Wort ''genüsslich''. Früher gab es das Nomen ''Genieß'' und dazu das Adjektiv ''genießlich''. Ab dem 17. Jahrhundert setzte sich die schon im Mittelalter vorhandene Substantivierung ''Genuß'' (mhd. genuʒ) und vereinzelt auch ''Genüß'' durch. Zur gleichen Zeit verschwand auch ''genießlich'' zugunsten von ''genüßlich''. Es ist die einzige Adjektivableitung, die den Umlaut aus dem Plural ''Genüsse'' übernimmt. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts standen die Nomenbildungen ''Genießling'' und ''Genüßling'' noch gleichberechtigt nebeneinander in den Wörterbüchern (Duden, Wahring).
===Genosse===
Fast alle Bildungen mit ''-genosse'' gehen auf dieselbe Grundbedeutung zurück, ''jemand, der etwas gemeinsam mit anderen hat oder erlebt''. Die Unterschiede entstehen erst durch das Erstglied:
:''Berufsgenosse'' → gemeinsamer Beruf
:''Leidensgenosse'' → gemeinsames Leiden
:''Tischgenosse'' → gemeinsames Essen
:''Volksgenosse'' → Zugehörigkeit zu einem Volk
Die Wortbildungen zum Grundwort ''Genosse'' können inhaltlich fünf Bedeutungsgruppen zugeordnet werden:
'''1. Gemeinschaft nach sozialer Zugehörigkeit'''
:Menschen gehören aufgrund von Herkunft, Stand, Beruf, Ausbildung oder politischer/religiöser Haltung zusammen, z. B. Eidgenosse, Parteigenosse, ...
'''2. Gemeinschaft durch gemeinsames Leben oder Handeln'''
:Menschen erleben, tun oder erleiden etwas gemeinsam, z. B. Leidensgenosse, Weggenosse, ...
'''3. Natürliche oder biologische Zugehörigkeit'''
:Gemeinsamkeit aufgrund natürlicher Merkmale, z. B. Artgenosse, Zeitgenosse, ...
'''4. Rechtlich-wirtschaftliche Gemeinschaft'''
:Gemeinschaft durch Besitz, Schutz oder rechtliche Ordnung, z. B. Jagdgenosse, Bundesgenosse, ...
'''5. Sonder- und Einzelbildungen'''
:Lexikalisierte oder historisch spezielle Bildungen, z. B. Altgenosse, Lebensgenosse, ...
In der folgenden Tabelle wird in der 1. Spalte beispielhaft diese Bedeutungsgruppe angegeben (bei einigen Wörtern sind auch verschiedene Gruppenzuordnungen möglich). Die Spalte 3 enthält die Weiblichkeitsform ''Genossin'', wenn diese in Online-Wörterbüchern aufgeführt ist. Die Spalten 2 und 3 sind mit verschiedenen Quellen verlinkt.
{| class="wikitable sortable mw-collapsible mw-collapsed" style="width: 100%; margin:auto"
|+Wortbildungen mit ''Genosse'' als Grundwort (Letztglied)
|-
!style="width:10%"|Bedeutung
!style="width:20%"|männlich
!style="width:20%"|weiblich
!style="width:50%"|Bedeutung
|-
|3
|[https://www.dwds.de/wb/Artgenosse Artgenosse]
|[https://de.wiktionary.org/wiki/Artgenossin Artgenossin]
|Lebewesen derselben Art
|-
|2
|[https://www.dwds.de/wb/Bettgenosse Bettgenosse]
|[https://de.wiktionary.org/wiki/Bettgenossin Bettgenossin]
|Person, mit der man ein Bett teilt
|-
|4
|[https://www.dwds.de/wb/Bundesgenosse Bundesgenosse]
|[https://de.wiktionary.org/wiki/Bundesgenossin Bundesgenossin]
|Verbündeter Staat oder Verbündeter
|-
|1
|[https://www.dwds.de/wb/Eidgenosse Eidgenosse]
|[https://de.wiktionary.org/wiki/Eidgenossin Eidgenossin]
|Angehöriger der Schweizer Eidgenossenschaft
|-
|3
|[https://www.dwds.de/wb/Geschlechtsgenosse Geschlechtsgenosse]
|[https://de.wiktionary.org/wiki/Geschlechtsgenossin Geschlechtsgenossin]
|Lebewesen gleichen Geschlechts
|-
|4
|[https://www.dwds.de/wb/Gesinnungsgenosse Gesinnungsgenosse]
|[https://de.wiktionary.org/wiki/Gesinnungsgenossin Gesinnungsgenossin]
|Person gleicher politischer oder weltanschaulicher Haltung
|-
|4
|[https://www.dwds.de/wb/Glaubensgenosse Glaubensgenosse]
|[https://de.wiktionary.org/wiki/Glaubensgenossin Glaubensgenossin]
|Person gleichen Glaubens
|-
|2
|[https://www.dwds.de/wb/Hausgenosse Hausgenosse]
|[https://de.wiktionary.org/wiki/Hausgenossin Hausgenossin]
|Mitbewohner
|-
|2
|[https://www.dwds.de/wb/Leidensgenosse Leidensgenosse]
|[https://de.wiktionary.org/wiki/Leidensgenossin Leidensgenossin]
|Person mit gleichem Leid oder Schicksal
|-
|4
|[https://www.dwds.de/wb/Parteigenosse Parteigenosse]
|[https://de.wiktionary.org/wiki/Parteigenossin Parteigenossin]
|Mitglied derselben Partei
|-
|2
|[https://www.dwds.de/wb/Schicksalsgenosse Schicksalsgenosse]
|[https://de.wiktionary.org/wiki/Schicksalsgenossin Schicksalsgenossin]
|Person mit gleichem Schicksal
|-
|2
|[https://www.dwds.de/wb/Tischgenosse Tischgenosse]
|[https://de.wiktionary.org/wiki/Tischgenossin Tischgenossin]
|Person, mit der man gemeinsam isst
|-
|3
|[https://www.dwds.de/wb/Zeitgenosse Zeitgenosse]
|[https://de.wiktionary.org/wiki/Zeitgenossin Zeitgenossin]
|Mensch derselben Zeit
|-
|2
|[https://www.dwds.de/wb/Zellengenosse Zellengenosse]
|[https://de.wiktionary.org/wiki/Zellengenossin Zellengenossin]
|Mitgefangener in derselben Zelle
|-
|2
|[https://www.dwds.de/wb/Zimmergenosse Zimmergenosse]
|[https://de.wiktionary.org/wiki/Zimmergenossin Zimmergenossin]
|Mitbewohner desselben Zimmers
|-
|3
|[https://www.dwds.de/wb/Altersgenosse Altersgenosse]
|[https://www.dwds.de/wb/Altersgenossin Altersgenossin]
|Person gleichen Alters
|-
|5
|[https://www.dwds.de/wb/Altgenosse Altgenosse]
|[https://www.duden.de/rechtschreibung/Altgenossin Altgenossin]
|älteres Mitglied einer Gemeinschaft oder Partei
|-
|1
|[https://www.dwds.de/wb/Amtsgenosse Amtsgenosse]
|[https://www.dwds.de/wb/Amtsgenossin Amtsgenossin]
|Person im gleichen Amt
|-
|2
|[https://www.dwds.de/wb/Arbeitsgenosse Arbeitsgenosse]
|[https://www.dwds.de/wb/Arbeitsgenossin Arbeitsgenossin]
|Person, mit der man zusammen arbeitet
|-
|1
|[https://www.dwds.de/wb/Berufsgenosse Berufsgenosse]
|[https://www.dwds.de/wb/Berufsgenossin Berufsgenossin]
|Person desselben Berufs
|-
|1
|[https://www.dwds.de/wb/Dorfgenosse Dorfgenosse]
|[https://www.dwds.de/wb/Dorfgenossin Dorfgenossin]
|Mitglied derselben Dorfgemeinschaft
|-
|1
|[https://www.dwds.de/wb/Fachgenosse Fachgenosse]
|[https://www.dwds.de/wb/Fachgenossin Fachgenossin]
|Person desselben Fachgebiets
|-
|2
|[https://www.dwds.de/wb/Fahrtgenosse Fahrtgenosse]
|[https://www.dwds.de/wb/Fahrtgenossin Fahrtgenossin]
|Mitreisender
|-
|4
|[https://www.dwds.de/wb/Jagdgenosse Jagdgenosse]
|[https://www.dwds.de/wb/Jagdgenossin Jagdgenossin]
|Mitglied einer Jagdgenossenschaft
|-
|2
|[https://www.dwds.de/wb/Kampfgenosse Kampfgenosse]
|[https://www.dwds.de/wb/Kampfgenossin Kampfgenossin]
|Mitstreiter im Kampf
|-
|1
|[https://www.dwds.de/wb/Klassengenosse Klassengenosse]
|[https://www.dwds.de/wb/Klassengenossin Klassengenossin]
|Mitschüler derselben Klasse
|-
|2
|[https://www.dwds.de/wb/Lebensgenosse Lebensgenosse]
|[https://www.dwds.de/wb/Lebensgenossin Lebensgenossin]
|Lebensgefährte
|-
|4
|[https://www.dwds.de/wb/Markgenosse Markgenosse]
|[https://www.dwds.de/wb/Markgenossin Markgenossin]
|Mitglied einer Markgenossenschaft
|-
|2
|[https://www.dwds.de/wb/Reisegenosse Reisegenosse]
|[https://www.dwds.de/wb/Reisegenossin Reisegenossin]
|Mitreisender
|-
|2
|[https://www.dwds.de/wb/Schlafgenosse Schlafgenosse]
|[https://www.dwds.de/wb/Schlafgenossin Schlafgenossin]
|Person, die gemeinsam schläft oder ein Bett teilt
|-
|4
|[https://www.dwds.de/wb/Schutzgenosse Schutzgenosse]
|[https://www.dwds.de/wb/Schutzgenossin Schutzgenossin]
|Person unter gemeinsamem Schutzverhältnis
|-
|4
|[https://www.dwds.de/wb/SED-Genosse SED-Genosse]
|[https://www.dwds.de/wb/SED-Genossin SED-Genossin]
|Mitglied der SED
|-
|4
|[https://www.dwds.de/wb/Sinnesgenosse Sinnesgenosse]
|[https://www.dwds.de/wb/Sinnesgenossin Sinnesgenossin]
|Person gleicher Gesinnung oder Einstellung
|-
|1
|[https://www.dwds.de/wb/Stammesgenosse Stammesgenosse]
|[https://www.dwds.de/wb/Stammesgenossin Stammesgenossin]
|Mitglied desselben Stammes
|-
|1
|[https://www.dwds.de/wb/Standesgenosse Standesgenosse]
|[https://www.dwds.de/wb/Standesgenossin Standesgenossin]
|Angehöriger desselben Standes
|-
|1
|[https://www.dwds.de/wb/Studiengenosse Studiengenosse]
|[https://www.dwds.de/wb/Studiengenossin Studiengenossin]
|Mitstudent
|-
|1
|[https://www.dwds.de/wb/Volksgenosse Volksgenosse]
|[https://www.duden.de/suchen/dudenonline/Volksgenossin Volksgenossin]
|Angehöriger desselben Volkes; historisch politisch belastet
|-
|2
|[https://www.dwds.de/wb/Weggenosse Weggenosse]
|[https://www.dwds.de/wb/Weggenossin Weggenossin]
|Begleiter auf einem gemeinsamen Weg
|-
|4
|[https://www.dwds.de/wb/Weidgenosse Weidgenosse]
|[https://www.dwds.de/wb/Weidgenossin Weidgenossin]
|Mitglied einer Weidegenossenschaft
|-
|2
|[https://www.dwds.de/wb/Zechgenosse Zechgenosse]
|[https://www.dwds.de/wb/Zechgenossin Zechgenossin]
|Trinkgefährte
|-
|1
|[https://www.dwds.de/wb/Zunftgenosse Zunftgenosse]
|[https://www.dwds.de/wb/Zunftgenossin Zunftgenossin]
|Mitglied derselben Zunft
|-
|}
===Genossenschaft===
Die am häufigsten vorkommende Wortbildung mit dem Grundwort ''Genosse'' ergibt sich aus der Erweiterung mit dem Suffix ''-schaft'', also [https://www.dwds.de/wb/Genossenschaft Genossenschaft]. Weit über einhundertzwanzig Wortbildungen sind in den Textkorpora des DWDS aufgeführt. Die Wortbildung mit ''Genossenschaft als Letztglied ist produktiv, da mit einer Genossenschaftsgründung oft auch eine neue Wortbildung verbunden ist, z. B. ''Fleischergenossenschaft, Emschergenossenschaft, Winzergenossenschaft''.
Nicht alle in der folgenden Tabelle aufgeführten Wortbildungen sind in klassischen oder Online-Wörterbüchern gelistet. Um die Produktivität des Grundwortes aufzuzeigen wurden daher die folgenden Beispielwörter mit dem [https://www.dwds.de/ Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache] verlinkt. Dort findest du zu nicht gelisteten Wortbildungen entsprechende Textbeispiele. Hier sind durchaus überraschende Wortbildungen versteckt. So klingt beispielsweise das Wort [https://www.dwds.de/wb/Genossinnenschaft Genossinnenschaft] recht ungewöhnlich und jedes Textkorrekturprogramm wird es als falsch markieren. Wenn du allerdings das Wort in den Textbeispielen nachliest, macht es durchaus Sinn. Ein Beispiel, warum man sich auf die Textkorrekturen nicht unbedingt verlassen sollte.
{| class="wikitable mw-collapsible mw-collapsed"  style="width: 100%; vertical-align:top"
|+Wortbildungen zum Grundwort ''Genossenschaft''
! style="width: 15%; vertical-align:top;text-align:left" |Erstglied
|[https://www.dwds.de/wb/Genossenschaftsanteil Genossenschaftsanteil], [https://www.dwds.de/wb/Genossenschaftsbank Genossenschaftsbank], [https://www.dwds.de/wb/Genossenschaftsbereich Genossenschaftsbereich], [https://www.dwds.de/wb/Genossenschaftsbetrieb Genossenschaftsbetrieb], [https://www.dwds.de/wb/Genossenschaftsbewegung Genossenschaftsbewegung], [https://www.dwds.de/wb/Genossenschaftsgedanke Genossenschaftsgedanke], [https://www.dwds.de/wb/Genossenschaftsgesetz Genossenschaftsgesetz], [https://www.dwds.de/wb/Genossenschaftsgründung Genossenschaftsgründung], [https://www.dwds.de/wb/Genossenschaftsidee Genossenschaftsidee], [https://www.dwds.de/wb/Genossenschaftsinstitut Genossenschaftsinstitut], [https://www.dwds.de/wb/Genossenschaftsjagd Genossenschaftsjagd], [https://www.dwds.de/wb/Genossenschaftskapital Genossenschaftskapital], [https://www.dwds.de/wb/Genossenschaftskasse Genossenschaftskasse], [https://www.dwds.de/wb/Genossenschaftslösung Genossenschaftslösung], [https://www.dwds.de/wb/Genossenschaftsmitglied Genossenschaftsmitglied], [https://www.dwds.de/wb/Genossenschaftsmodell Genossenschaftsmodell], [https://www.dwds.de/wb/Genossenschaftsmolkerei Genossenschaftsmolkerei], [https://www.dwds.de/wb/Genossenschaftsorganisation Genossenschaftsorganisation], [https://www.dwds.de/wb/Genossenschaftsprinzip Genossenschaftsprinzip], [https://www.dwds.de/wb/Genossenschaftsprojekt Genossenschaftsprojekt], [https://www.dwds.de/wb/Genossenschaftsrecht Genossenschaftsrecht], [https://www.dwds.de/wb/Genossenschaftsregister Genossenschaftsregister], [https://www.dwds.de/wb/Genossenschaftssektor Genossenschaftssektor], [https://www.dwds.de/wb/Genossenschaftssystem Genossenschaftssystem], [https://www.dwds.de/wb/Genossenschaftsverband Genossenschaftsverband], [https://www.dwds.de/wb/Genossenschaftsverbund Genossenschaftsverbund], [https://www.dwds.de/wb/Genossenschaftsversammlung Genossenschaftsversammlung], [https://www.dwds.de/wb/Genossenschaftsvorstand Genossenschaftsvorstand], [https://www.dwds.de/wb/Genossenschaftswesen Genossenschaftswesen], [https://www.dwds.de/wb/Genossenschaftswohnung Genossenschaftswohnung], [https://www.dwds.de/wb/Genossenschaftszentralbank Genossenschaftszentralbank]
|-
! style="vertical-align:top;text-align:left" |Letztglied
|[https://www.dwds.de/wb/Absatzgenossenschaft Absatzgenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Abwassergenossenschaft Abwassergenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Agrargenossenschaft Agrargenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Assistenzgenossenschaft Assistenzgenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Bauerngenossenschaft Bauerngenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Baugenossenschaft Baugenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Berufsgenossenschaft Berufsgenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Brauereigenossenschaft Brauereigenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Bühnengenossenschaft Bühnengenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Bundesgenossenschaft Bundesgenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Darlehensgenossenschaft Darlehensgenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Dienstleistungsgenossenschaft Dienstleistungsgenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Eidgenossenschaft Eidgenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Einkaufsgenossenschaft Einkaufsgenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Emschergenossenschaft Emschergenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Energiegenossenschaft Energiegenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Entwicklungsgenossenschaft Entwicklungsgenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Erzeugergenossenschaft Erzeugergenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Fischereigenossenschaft Fischereigenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Fleischergenossenschaft Fleischergenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Flurgenossenschaft Flurgenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Forstgenossenschaft Forstgenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Frauengenossenschaft Frauengenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Handelsgenossenschaft Handelsgenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Handwerkergenossenschaft Handwerkergenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Handwerksgenossenschaft Handwerksgenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Hauptgenossenschaft Hauptgenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Hausgenossenschaft Hausgenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Jagdgenossenschaft Jagdgenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Jagdgenossenschaftsversammlung Jagdgenossenschaftsversammlung], [https://www.dwds.de/wb/Käsereigenossenschaft Käsereigenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Kleingenossenschaft Kleingenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Konditorengenossenschaft Konditorengenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Konsumgenossenschaft Konsumgenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Kreditgenossenschaft Kreditgenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Kulturgenossenschaft Kulturgenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Künstlergenossenschaft Künstlergenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Lagerhausgenossenschaft Lagerhausgenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Landwirtschaftsgenossenschaft Landwirtschaftsgenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Markgenossenschaft Markgenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Mietergenossenschaft Mietergenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Milchgenossenschaft Milchgenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Molkereigenossenschaft Molkereigenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Neidgenossenschaft Neidgenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Produktionsgenossenschaft Produktionsgenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Produktivgenossenschaft Produktivgenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Radgenossenschaft Radgenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Raiffeisengenossenschaft Raiffeisengenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Schafzuchtgenossenschaft Schafzuchtgenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Seeberufsgenossenschaft Seeberufsgenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Seniorengenossenschaft Seniorengenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Siedlungsgenossenschaft Siedlungsgenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Taxigenossenschaft Taxigenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Verbrauchergenossenschaft Verbrauchergenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Vergenossenschaftlichung Vergenossenschaftlichung], [https://www.dwds.de/wb/Verlagsgenossenschaft Verlagsgenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Vermietungsgenossenschaft Vermietungsgenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Vertriebsgenossenschaft Vertriebsgenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Verwaltungsberufsgenossenschaft Verwaltungsberufsgenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Verwaltungsgenossenschaft Verwaltungsgenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Verwertungsgenossenschaft Verwertungsgenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Viehzuchtgenossenschaft Viehzuchtgenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Waldgenossenschaft Waldgenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Warengenossenschaft Warengenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Wassergenossenschaft Wassergenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Winzergenossenschaft Winzergenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Wohnbaugenossenschaft Wohnbaugenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Wohngenossenschaft Wohngenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Wohnungsbaugenossenschaft Wohnungsbaugenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Wohnungsgenossenschaft Wohnungsgenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Zeitgenossenschaft Zeitgenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Zentralgenossenschaft Zentralgenossenschaft], [https://www.dwds.de/wb/Zentralgenossenschaft  Zentralgenossenschaft ]
|-
! style="vertical-align:top;text-align:left" |Personen
|[https://www.dwds.de/wb/Genossenschafter Genossenschafter], [https://www.dwds.de/wb/Genossenschafterin Genossenschafterin], [https://www.dwds.de/wb/Genossenschaftler Genossenschaftler], [https://www.dwds.de/wb/Genossenschaftlerin Genossenschaftlerin], [https://www.dwds.de/wb/Genossinnenschaft Genossinnenschaft]
[https://www.dwds.de/wb/Genossenschaftsbauer Genossenschaftsbauer], [https://www.dwds.de/wb/Genossenschaftsbäuerin Genossenschaftsbäuerin], [https://www.dwds.de/wb/Genossenschaftsgründer Genossenschaftsgründer], [https://www.dwds.de/wb/Genossenschaftsgründerin Genossenschaftsgründerin], [https://www.dwds.de/wb/Genossenschaftspräsident Genossenschaftspräsident], [https://www.dwds.de/wb/Genossenschaftspräsidentin Genossenschaftspräsidentin]
|-
! style="vertical-align:top;text-align:left" |Adjektive
|[https://www.dwds.de/wb/berufsgenossenschaftlich berufsgenossenschaftlich], [https://www.dwds.de/wb/genossenschaftlich genossenschaftlich], [https://www.dwds.de/wb/genossenschaftseigen genossenschaftseigen], [https://www.dwds.de/wb/innergenossenschaftlich innergenossenschaftlich], [https://www.dwds.de/wb/konsumgenossenschaftlich konsumgenossenschaftlich]
|-
|}
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
|-
| colspan="2" |Das Morphem ''nieß'' kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert vor. Es wird jedoch in unterschiedlichen Wortbildungen (z. B. Nießbrauch, genießen) verwendet.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-rot.jpg]]
|Das Morphem '''''nieß''''' ist daher <span style="color:red">'''kein unikales Morphem'''</span>.
|-
| colspan="2" |Das Morphem ''nuss'' kommt in der Bedeutung ''Genuss'' nicht isoliert vor. Wortbildungen kommen nur mit dem Präfix ''ge-'' vor. Eine Ablautbildung zu ''noss'' im Partizip Perfekt ''genossen'' vom Verb ''genießen'' oder zum Nomen ''Gen''<nowiki/>''osse'' liegt nicht vor, da bereits in mittelhochdeutscher Zeit ''genuʒ'' vorlag. Bei ''genießen'' ist das ''o'' in ''genossen'' bereits in ahd. ''nioʒan'' angelegt. Das Morphem ''nüss'' in der Bedeutung beim Adjektiv ''genüsslich'' ist eine Umlautbildung zum ''u'' in ''Genuss''. Es ist demnach gemeinsam mit dem Morphem ''nuss'' betrachtet werden.
Ein etymologischer Zusammenhang zum Morphem ''nuss'' im Nomen ''Nuss'' besteht nicht.
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| style="text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem '''''nuss''''' ist daher <span style="color:green">'''ein unikales Morphem'''</span>.
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| colspan="2" | Das Morphem ''nutz'' in der Bedeutung von ''nutzen'' kommt isoliert vor.
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| style="text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-rot.jpg]]
|Das Morphem '''''nutz''''' ist daher <span style="color:red">'''kein unikales Morphem'''</span>.
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| colspan="2" |Das Morphem ''noss'' kommt in der Form ''genossen'' als Partizip Perfekt des Verbs ''genießen'' vor. Demzufolge sind hiervon die flektieren Formen des Präteritums und Perfekts abgeleitet. Allerdings gibt es nur einen etymologischen Zusammenhang im germanischen ''*neutan'' (''genießen'') und ''*nauta-'' (''Genosse''). Bereits in althochdeutscher Zeit liegen verschiedene Entwicklungen vor ahd. ''nioʒan'' und  ahd. ''ginōʒ'', die sich dann auch auf der Bedeutungsebene auseinander entwickelt haben.
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| colspan="2" |Das Morphem ''noss'' kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert vor. Wortbildungen kommen nur gemeinsam mit dem Präfix ''ge-'' vor.
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| style="text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem '''''noss''''' kann daher als <span style="color:green">'''ein unikales Morphem'''</span> betrachtet werden.
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|}
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
[[#top |Seitenanfang]]<br>
==Belege/Quellen==
'''genießen:''' [https://www.dwds.de/wb/genießen DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/genießen Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (hier vor allem [https://bdo.badw.de/suche?lemma=genie%C3%9Fen  BDO], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G01334#0 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=G02033#0 Goethe]), [https://www.zdl.org/?q=genießen ZDL]; [https://www.duden.de/rechtschreibung/genieszen Duden-online] (nicht werbefrei = n.wf.)
'''nutzen:''' [https://www.dwds.de/wb/nutzen DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/nutzen Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (hier vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G01228#0 Adelung], [https://bdo.badw.de/suche?lemma=nutzen BDO], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=G02638#0 Goethe],  [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=N06759 Grimm],), [https://www.zdl.org/?q=nutzen ZDL]; [https://www.duden.de/rechtschreibung/nutzen Duden-online] (n.wf.)
'''nützen:''' [https://www.dwds.de/wb/nützen DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/nützen Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (hier vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G01229#0 Adelung], [https://bdo.badw.de/suche?lemma=nützen BDO], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=G02638#0 Goethe],  [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=N06761 Grimm],), [https://www.zdl.org/?q=nützen ZDL]; [https://www.duden.de/rechtschreibung/nutzen Duden-online] (n.wf.)
'''Genuss:''' [https://www.dwds.de/wb/Genuss DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/ Genuss Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (hier vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G01355#0 Adelung], [https://bdo.badw.de/suche?lemma= Genuss BDO], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=G02070#0 Goethe]), [https://www.zdl.org/?q= Genuss ZDL]; [https://www.duden.de/rechtschreibung/Genuss Duden-online] (n.wf.)
'''Genosse:''' [https://www.dwds.de/wb/Genosse DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/ Genosse Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (hier vor allem [https://bdo.badw.de/suche?lemma= Genosse BDO], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=G02043#0 Goethe],  [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=N08014 Grimm],), [https://www.zdl.org/?q= Genosse ZDL]; [https://www.duden.de/rechtschreibung/Genosse Duden-online] (n.wf.)
'''Genossenschaft:''' [https://www.dwds.de/wb/Genossenschaft DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Genossenschaft Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (hier vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G01343#0 Adelung], [https://bdo.badw.de/suche?lemma= Genossenschaft BDO], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=G02044#0 Goethe],  [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=N08015 Grimm],), [https://www.zdl.org/?q= Genossenschaft ZDL]; [https://www.duden.de/rechtschreibung/Genossenschaft Duden-online] (n.wf.)
<br>'''Diskussionsseite:'''  [https://www.dwds.de/ Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache] (DWDS); [https://de.wiktionary.org/wiki/Wiktionary:Hauptseite Wiktionary], Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, Verlag de Gruyter, 2011; [https://www.hanisauland.de/wissen/lexikon/grosses-lexikon/g/genossenschaft.html Hanisauland]  (Stichwort Genossenschaft)
'''Wörterlisten:'''
:''Wortfamilienwörterbuch der deutschen Gegenwartssprache'' von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Augst Gerhard Augst], ([https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&cqlMode=true&query=idn%3D954840267 1998])/ ([https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&cqlMode=true&query=idn%3D110531507X 2009])
Wortschatzanalyse: [http://www.ids-mannheim.de/#derewo Korpus basierte Wortgrundformenliste DeReWo] des Instituts für deutsche Sprache (IDS) mit rd. 326.946 Wörtern (Stand 12.2022).
:Verlinkungen: [https://www.dwds.de/ Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache] (DWDS); Online-Wörterbuch [https://de.wiktionary.org/wiki/Wiktionary:Hauptseite Wiktionary]
Alle Internetquellen wurden zwischen dem 12. und 15.11.2023 abgerufen.
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
|'''zurück zu den Wortgeschichten''' [[genießen|'''''genießen''''']], [[Nutzen|'''''Nutzen''''']], [[Genosse|'''''Genosse''''']] '''und''' [[Genuss|'''''Genuss''''']]
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Version vom 1. Juni 2026, 22:08 Uhr

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sh. behelligen, bequem, berappen, Bernstein betütern, Bickbeere, Bingelkraut, Bollwerk, Bottich, bräsig, Bräuigam, Brombeere, Brösel, Brosame, Butzemann, Butzenscheibe


Bingelkraut

Wortherkunft

Herr Alt Der Name Bingel geht vermutlich auf das althochdeutsche Wort bunge (= Knolle) zurück. Das ist ein Hinweis auf die knollenartige Wurzel der Pflanze.

Der zweite Bestandteil Kraut bezeichnet allgemein eine krautige Pflanze.

Frau Fremd Das Wort Bingelkraut kommt fast ausschließlich im deutschen Sprachraum vor. Im Niederdeutschen heißt es Büngel, in anderen Regionen auch Hundskohl, Schuttbingel oder Wintergrün. In den Niederlanden heißt diese Pflanze bingelkruid.

Hinweise zum Wort Bingelkraut

Bedeutung: Bingelkräuter sind krautige Pflanzen, die häufig auf Äckern, in Gärten und an Wegrändern wachsen und von vielen Menschen als Unkraut betrachtet werden.
Beispielsatz: Vater rupft das Bingelkraut im Garten aus.
Wortinfo: Wortart: Substantiv, Neutrum

Worttrennung: Bin·gel·kraut

Aussprache: [ˈbɪŋəlˌkʁaʊt]

Wortformen

Das Substantiv Bingelkraut ist sächlich.

Singular Plural
1. Fall Nominativ das Bingelkraut die Bingelkräuter
2. Fall Genitiv des Bingelkrauts der Bingelkräuter
3. Fall Dativ dem Bingelkraut den Bingelkräutern
4. Fall Akkusativ das Bingelkraut die Bingelkräuter



Weiterführende Informationen zum Grundwort Bingelkraut
Wörter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z



Info - Bingelkraut

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Weiterführende Informationen zum Wort Bingelkraut

Entstehung: Das Bingelkraut gehört zur Pflanzengruppe der Wolfsmilchgewächse; ahd. bungo, mhd. bunge = Knolle
Wortbildungen: Waldbingelkraut
Ableitungen: -
Interessantes: Die frischen Blätter der Pflanze sind giftig. Getrocknet hingegen werden den Blättern heilende Wirkungen bei verschiedenen Krankheiten zugesprochen. Mehr zum Bingelkraut findest du auf verschiedenen Biologie-Seiten im Internet, so z. B.
Botanikus, Heilkräuter.de, Mediendatenbank Biologie, Wikipedia.

Unikales Morphem ?

Das Morphem bingel kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen sondern nur in Verbindung mit dem Grundwort Kraut vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem bing bzw. bingel kommt in dieser Bedeutung ist ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (siehe hier Adelung mit einer veralteten Annahme zur Herkunft), ZDL, Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)

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Bickbeere

Wortherkunft

Herr Alt Der erste Bestandteil Bick geht vermutlich auf das niederdeutsche Wort pik (= Pech) zurück. Damit wird auf die dunkle, fast schwarze Farbe der Beeren hingewiesen.
Herr Wort Diese Beere wird je nach Region unterschiedlich benannt:
Blaubeere, Heidelbeere, Heubeere (süddeutsch), Mollbeere, Moosbeere, Schwarzbeere, Staulbeere (Pfalz), Waldbeere, Wildbeere, Zeckbeere

Hinweise zum Wort Bickbeere

Bedeutung: Heidelbeere, Schwarzbeere
Beispielsatz: Im Herbst sammeln wir Bickbeeren.
Wortinfo: Wortart: Substantiv, feminin

Worttrennung: Bick·bee·re

Aussprache: [ˈbɪkˌbeːʁə]

Wortformen

Das Substantiv Bickbeere ist feminin. Alle Fälle in der Einzahl (Singular) entsprechen dem Grundwort. In allen Fällen der Mehrzahl (Plural) wird an die Grundform ein e angehängt.

Singular Plural
1. Fall Nominativ die Bickbeere die Bickbeeren
2. Fall Genitiv der Bickbeere der Bickbeeren
3. Fall Dativ der Bickbeere den Bickbeeren
4. Fall Akkusativ die Bickbeere die Bickbeeren



Weiterführende Informationen zum Grundwort Bickbeere
Wörter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z



Info - Bickbeere

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Weiterführende Informationen zum Wort Bickbeere

Entstehung: agr. πίσσα (pissa), lat. pix, 8. Jh. ahd. peh, mhd. pech, bech = Pech; niederdeutsch bikbēre, pik = Pech; damit wird auf die dunkle, fast schwarze Farbe der Beeren hingewiesen.
Wortbildungen: Bickbeerenstrauch, Bickbeerenpflanze
Ableitungen: -
Interessantes: Die Bickbeere ist eine regionale Bezeichnung für die bekannte Heidelbeere (Vaccinium myrtillus). Siehe hierzu die Beschreibung im Kinderlexion und auf der Seite essen-wissen.de.

Unikales Morphem ?

Das Wort Bickbeere besteht aus den Bestandteilen Bick und Beere. Das Morphem bick kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert und auch in keiner weiteren Wortbildung vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem bick muss daher als unikales Morphem betrachtet werden.

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Belege/Quellen

DWDS Wiktionary Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung) ZDL Wikipedia Duden-online

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Bollwerk

Wortherkunft

Herr Alt Das Wort wurde zum Ende des Mittelalters aus der niederdeutschen Sprache übernommen. Es ist eine Zusammensetzung aus Bohle und Werk.

Als bole bzw. bolle bezeichnete man früher ein dickes Holzbrett bzw. einen Baumstamm. Hieraus entwickelte sich später das Wort Bohle (= sehr starkes Brett).

Das Bollwerk war also ursprünglich ein Schutzbau aus Holzbohlen.

Zunächst bezeichnete man so ein mit Erde und Holzstämmen befestigtes Ufer. Später wurde der Begriff auch im militärischen Sinne für eine Befestigungsanlage verwendet.
Heute wird das Wort auch im übertragenen Sinn gebraucht, etwa als Bollwerk gegen den Krieg oder ein Bollwerk des Friedens.
Frau Fremd Das mittelhochdeutsche Wort bollwerc findet sich auch in nordgermanischen Sprachen.
Sprache Bollwerk Aussprache
Deutsch Bollwerk [ˈbɔlˌvɛʁk]
Dänisch bolværk [ˈpʌlˌvɛɐ̯ˀk]
Englisch bulwark [ˈbʊlwɜːk] (UK) / [ˈbʊlwɝːk] (US)
Niederländisch bolwerk [ˈbɔlʋɛrk]
Norwegisch bolverk [ˈbuːlværk]
Schwedisch bålverk [ˈboːlværk]

Hinweise zum Wort Bollwerk

Bedeutung: a) Festung, Bauwerk zum Schutz gegen Feinde

b) Schutzbarriere, Landeplatz im Hafen

c) übertragen: Einrichtung oder Maßnahme zum Schutz

Beispielsatz: a) Die Fundamente des mittelalterlichen Bollwerks sind noch immer gut zu erkennen.

b) Die Holzpfosten vor der Hafeneinfahrt sind ein guter Schutz bei stürmischer See.

c) Die große Demonstration war wie ein Bollwerk gegen die aufkeimende Ausländerfeindlichkeit.

Wortinfo: Wortart: Substantiv, Neutrum

Worttrennung: Boll·werk

Aussprache: [ˈbɔlˌvɛʁk]

Wortformen

Das Substantiv Bollwerk ist sächlich.

Singular Plural
1. Fall Nominativ das Bollwerk die Bollwerke
2. Fall Genitiv des Bollwerks der Bollwerke
3. Fall Dativ dem Bollwerk den Bollwerken
4. Fall Akkusativ das Bollwerk die Bollwerke



Weiterführende Informationen zum Grundwort Bollwerk
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Info - Bollwerk

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Weiterführende Informationen zum Wort Bollwerk

Entstehung: 13. Jh. mhd. bollwerc, 14. Jh. mnd. bolwerk
Wortbildungen: Abwehrbollwerk,

Felsbollwerk, Felsenbollwerk, Festungsbollwerk, Grenzbollwerk, Inselbollwerk

Ableitungen: -
Interessantes: Das Wort Bollwerk gehört ursprünglich zur Sprache des Festungsbaus. Es bezeichnete eine starke Befestigungsanlage aus Erde, Holz oder Stein zum Schutz gegen Angriffe.

Heute wird das Wort häufig auch im übertragenen Sinn verwendet, etwa in Wendungen wie Bollwerk gegen den Extremismus, Bollwerk der Demokratie oder Bollwerk des Friedens. Damit ist eine starke Schutzfunktion gegen eine Bedrohung gemeint.

Fremdsprachen

Das niederdeutsche bzw. niederländische Wort wurde in mehreren Fremdsprachen übernommen. Hier einige Beispiele:

Ableitungen vom ndd. bolwerc bzw. nl. bolwerk in andere Sprachen
Sprache Bollwerk Aussprache Quelle
Deutsch Bollwerk [ˈbɔlˌvɛʁk] Quelle
Dänisch bolværk [ˈpʌlˌvɛɐ̯ˀk] Quelle
Englisch bulwark [ˈbʊlwɜːk] (UK) / [ˈbʊlwɝːk] (US) Quelley
Niederländisch bolwerk [ˈbɔlʋɛrk] Quelle
Norwegisch bolverk [ˈbuːlværk] Quelle
Schwedisch bålverk [ˈboːlværk] Quelle
Französisch boulevard [buləvaʁ] Quelle
Spanisch baluarte [baluˈaɾte] Quelle
Italienisch baluardo [baluˈardo] Quelle
Portugiesisch baluarte [baluˈaɾtɨ] Quelle
Polnisch bulwar [ˈbulvar] Quelle
Russisch бульвар (bulvar) [bʊlʲˈvar] Quelle

Unikales Morphem ?

Obwohl eine historische Verbindung zu Bohle besteht, tritt das Morphem boll heute nicht mehr als eigenständiges Wort auf. Das Morphem boll kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen sondern nur in Verbindung mit dem Grundwort werk vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem boll in der Wortbildung Bollwerk wird daher als unikales Morphem betrachtet.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, Grimm-2, Goethe;), ZDL; Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)

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Bottich

Wortherkunft

Herr Alt Das Wort geht vermutlich auf mittellateinisch butica („Gefäß, Fass“) oder auf lateinisch apothēca („Aufbewahrungsort, Lagerraum“) zurück. Im Mittelalter entwickelte sich daraus die Form boteche, aus der schließlich das heutige Wort Bottich entstand.

Hinweise zum Wort Bottich

Bedeutung: Fass, größerer Behälter (meist aus Holz oder Kunststoff)
Beispielsatz: Wir sammeln Regenwasser in einem großen Bottich.
Wortinfo: Wortart: Substantiv, Maskulinum

Worttrennung: Bot·tich

Aussprache: [ˈbɔtɪç]

Wortformen

Das Substantiv Bottich ist männlich.

Singular Plural
1. Fall Nominativ der Bottich die Bottiche
2. Fall Genitiv des Bottichs der Bottiche
3. Fall Dativ dem Bottich den Bottichen
4. Fall Akkusativ den Bottich die Bottiche



Weiterführende Informationen zum Grundwort Bottich
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Info - Bottich

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Weiterführende Informationen zum Wort Bottich

Entstehung: Die Herkunft des Wortes ist nicht eindeutig geklärt:
  1. griech. apothḗkē (ἀποθήκη) → lat. apothēca = Aufbewahrungsort, Lagerraum (vgl. Apotheke)
  2. mlat. butica = Gefäß, Behälter → ahd. botega → mhd. boteche

Aus diesen Formen entwickelte sich im Neuhochdeutschen das Wort Bottich.

Böttcher, Bütte: mnd. bȫde, bōde (= Bütte) → 13. Jh. mnd. bȫdeker, 15. Jh. frühnhd. (md.) botticher, büttiger; kein etymologischer Zusammenhang zu Bottich
Wortbildungen: -
Ableitungen:
Interessantes: Das Wort Bottich gehört zu einer Gruppe von Wörtern, die ursprünglich einen Aufbewahrungsort oder Behälter bezeichneten. Dazu gehört auch das Wort Apotheke, das ursprünglich „Lagerraum“ bedeutete.

Heute bezeichnet Bottich meist einen großen offenen Behälter, häufig aus Holz oder Kunststoff.

Unikales Morphem ?

Das Morphem bott im Wort Bottich kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert und in keiner weiteren Wortbildung vor.

Einen etymologischen Zusammenhang zum Wort Böttcher gibt es nicht.

Pik-Kreis-gruen.jpg Der Wortbestandteil bott kann daher als unikales Morphem betrachtet werden.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, Grimm-Wörterbuch), ZDL, Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)

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bräsig

Wortherkunft

Herr Alt Das Wort kommt aus der niederdeutschen Sprache und bedeutete ursprünglich kräftig, wohlgenährt.
Herr Wort Das Wort bräsig galt lange Zeit als veraltet. Seit Ende des 20. Jahrhunderts wird es in Norddeutschland wieder verstärkt benutzt. Es drückt ein langweiliges, wenig flexibles und schwerfälliges Verhalten einer Person aus.
Frau Fremd Vergleichbare Bedeutungen finden sich auch in norddeutschen Dialekten, z. B. mecklenburgisch brœsig, westfälisch: bræsig. In den meisten Wörterbüchern wird bräsig mit träge übersetzt, z. B. niederländisch: traag, schwedisch trög, norwegisch: treg oder dänisch træg.

Hinweise zum Wort bräsig

Bedeutung: schwerfällig, träge; begriffsstutzig, langweilig
Beispielsatz: Sie saßen stundenlang auf der Bank und starrten bräsig auf das Treiben im Park.

Die Kinder hockten den ganzen Nachmittag bräsig auf dem Sofa und starrten auf ihr Handy.

Wortinfo: Wortart: Adjektiv

Worttrennung: brä·sig

Aussprache: [ˈbrɛːzɪç]

Wortformen

Das Wort bräsig ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelmäßig gebildet.

Positiv Komparativ Superlativ
bräsig bräsiger am bräsigsten



Weiterführende Informationen zum Grundwort bräsig
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Info - bräsig

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Weiterführende Informationen zum Wort bräsig

Entstehung: niederdeutsch bräsig = wohlgenährt, kräftig; vermutlich zu einem niederdeutschen Wortstamm brās/bras mit der Bedeutung „schwer, voll, massig“. Eigenschaften wie „wohlgenährt“ oder „kräftig“ wurden später negativ bewertet und mit „träge“ oder „schwerfällig“ verbunden Eigenschaften wie „wohlgenährt“ oder „kräftig“ wurden später negativ bewertet und mit „träge“ oder „schwerfällig“ verbunden. Heute wird bräsig vor allem umgangssprachlich und regional (Norddeutschland) verwendet. Heute wird bräsig vor allem umgangssprachlich und regional (Norddeutschland) verwendet.
Wortbildungen:
Ableitungen:
Interessantes: 1978 bis 1980 lief im NDR bzw. ARD eine Fernsehserie nach einer Romanvorlage von Fritz Reuter mit dem Namen Onkel Bräsig.

Unikales Morphem ?

Der Morphem bräs im Adjektiv bräsig kommt nicht isoliert vor. Hiervon gib es auch keine weiteren Wortbildungen.
Pik-Kreis-gruen.jpg Der Bestandteil bräs kann daher als unikales Morphem betrachtet werden.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Grimm-2, MeckWB, WWb), ZDL, Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)

Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen



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Bräutigam

Wortherkunft

Herr Alt Im frühen Mittelalter hieß der zukünftige Ehemann brūtigomo. Im ersten Teil des Wortes brut kannst du unser heutiges Wort Braut wiederfinden. Der zweite Teil ist auf das althochdeutsche Wort für Mann = gomo zurückzuführen. Dieses Wort ist mit dem lateinischen Wort homo (= Mensch, Mann) verwandt.

Das alte Wort gome gibt es heute nicht mehr. Es wurde schon früh im deutschsprachigen Raum durch Mann ersetzt.

Fremdsprachen

Frau Fremd Das alte Wort brūtigomo findest du auch in anderen germanischen Sprachen wieder.
Sprache Wort Aussprache Quelle
Dänisch brudgom [ˈbʁuðˌkʌm] Den Danske Ordbog
Isländisch brúðgumi [ˈpruːðkʏmɪ] Íslensk orðabók
Englisch bridegroom [ˈbɹaɪdɡɹuːm] Oxford Learner’s
Niederländisch bruidegom [ˈbrœy̯dəɣɔm] Van Dale
Norwegisch brudgom [ˈbrʉːdɡʊm] Bokmålsordboka
Schwedisch brudgum [ˈbrʉːdɡɵm] Svensk Ordbok

Hinweise zum Wort Bräutigam

Bedeutung: zukünftiger Ehemann
Beispielsatz: Die Braut und der Bräutigam gehen gemeinsam zum Altar.
Wortinfo: Wortart: Nomen: der Bräutigam

Worttrennung: Bräu-ti-gam

Aussprache: [ˈbʁɔʏ̯tɪɡaːm]

Wortformen

Das Grundwort Bräutigam bezeichnet einen Mann kurz vor oder während der Hochzeit. In der Mehrzahl (Plural) wird an das Grundwort ein e angehängt. Für den Dativ sind im Singular zwei Varianten möglich. Im Plural wird en ergänzt

Singular Plural
1. Fall Nominativ der Bräutigam die Bräutigame
2. Fall Genitiv des Bräutigams der Bräutigame
3. Fall Dativ dem Bräutigam, dem Bräutigame den Bräutigamen
4. Fall Akkusativ den Bräutigam die Bräutigame



Weiterführende Informationen zum Grundwort Bräutigam
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Info - Bräutigam

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Weiterführende Informationen zum Wort Bräutigam

Entstehung:
  • Braut: germ. *brudi–, ahd. mhd. brūt
  • Mann/-gam: ie. *dhghem = Erde, germ. *guman-, ahd. gomo, mhd. gome; verwandt mit lat. homo
  • Bräutigam: germ. *brūdigumōn, ahd. brūtigomo, mhd. bruitegume
Wortbildungen: Jubelbräutigam, Seelenbräutigam, Silberbräutigam; veraltet: Bräutigamsabend, Bräutigamsgabe, Bräutigamsliebe, Bräutigamsprobe, Bräutigamsthaler,
Ableitungen: -
Interessantes: Wenn du mehr über die Heirat erfahren möchtest, wie die Hochzeitszeremonie in den verschiedenen Religionen abläuft? Viele Antworten auf diese Fragen findest du auf der Internetseite Religionen entdecken.

Unikales Morphem ?

Das Morphem bräut ist eine Umlautableitung von Braut (Allomorphie). Das Morphem braut kommt isoliert und in vielen Wortbildungen vor.
Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem bräut/braut ist daher kein unikales Morphem.
Das Morphem gam kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert vor. In Wortbildungen kommt das Wort nur gemeinsam mit dem Erstglied bräut vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem gam ist daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, Grimm-2, Goethe; für Regiolekte: Rheinisches WB, Mecklenburgisches WB, Pfälzisches WB, Südhessisches WB; veraltete Wörter: Campe ), ZDL

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Brombeere

Wortherkunft

Herr Alt Die Brombeere hieß im Mittelalter brāmberi. Im ersten Teil des Wortes steckt das althochdeutsche Wort brāmo. Das bedeutete „Dornenstrauch“. Der zweite Teil des Wortes (beri) ist die Beere. Die brāmberi ist demnach die Beere, die an einem Dornenstrauch wächst.
Herr Wort Die Brombeere ist keine richtige Beere. In der Biologie gehört diese Frucht zur Gruppe der Steinfrüchte. Wenn du genau wissen willst, warum das so ist, dann findest du im Kinderlexikon eine verständliche Beschreibung.
Frau Fremd Das Wort ist auch in anderen germanischen Sprachen verbreitet, z. B. englisch bramble (Dornenstrauch) und niederländisch braam.

Hinweise zum Wort Brombeere

Bedeutung: Brombeeren sind blau-schwarze Früchte, die an einem stacheligen Strauch wachsen.
Beispielsatz: Ich esse gerne Brombeeren mit Sahne.
Wortinfo: Wortart: Substantiv, Femininum

Worttrennung: Brom·bee·re

Aussprache: [ˈbʁɔmˌbeːʁə]

Wortformen

Das Substantiv Brombeere ist weiblich. Alle Wortformen in der Einzahl entsprechen dem Grundwort. Alle Pluralformen haben als Zusatz am Ende den Buchstaben n.

Singular Plural
1. Fall Nominativ die Brombeere die Brombeeren
2. Fall Genitiv der Brombeere der Brombeeren
3. Fall Dativ der Brombeere den Brombeeren
4. Fall Akkusativ die Brombeere die Brombeeren



weitere Beeren und Früchte auf rechtschreibwiki.de: Himbeere, Moltebeere

Weiterführende Informationen zum Grundwort Brombeere

Wörter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z



Info - Brombeere

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Weiterführende Informationen zum Wort Brombeere

Entstehung:
ie. *bhrem-, *bhrom- = borstig, Dorn → ahd. brāmo, brāma → mhd. brāme = Dornenstrauch
ie. *bhā-, *bhō- = glänzen → ahd. beri → nhd. Beere
10. Jh. ahd. brāmberi, mhd. brāmber
Wortbildungen: sh. Wörterliste
Ableitungen:
Interessantes: Die Brombeere ist keine echte Beere, sondern – wie die Himbeere, die Kratzbeere und die Moltebeere – eine Sammelsteinfrucht.

Viele Bilder zur Brombeere findest du z. B. auf grundschulmaterial.de. Dort sind auch Unterrichtsmaterialien, Bilder und Arbeitsblätter von Beeren und Früchten

Wörterliste

Wortbildungen mit Brombeere als Erstglied (Bestimmungswort)
Pflanze und Pflanzenteile
Brombeerblatt, Brombeerbusch, Brombeergerank, Brombeergesträuch, Brombeergestrüpp, Brombeerhecke, Brombeerpflanze, Brombeerranke, Brombeerstrauch
Tiere (leben an/mit der Pflanze)
Brombeergallmilbe, Brombeerperlmuttfalter, Brombeer-Perlmuttfalter, Brombeerspinner, Brombeerzipfelfalter, Brombeer-Zipfelfalter
Lebensmittel und Produkte aus der Frucht
Brombeercreme, Brombeereis, Brombeerfruchtsaft, Brombeergelee, Brombeerkompott, Brombeerkonfitüre, Brombeerkuchen, Brombeerlikör, Brombeermarmelade, Brombeermilch, Brombeersaft, Brombeerscherbett, Brombeerschnee, Brombeersirup, Brombeerwein
sonstiges (Eigenschaften, übertragene Bedeutung)
Brombeeraroma, Brombeerton, Brombeerkoalition

Unikales Morphem ?

Das Morphem brom (aus ahd. brāmo = Dornenstrauch) kommt nicht isoliert und in Wortbildungen nur zusammen mit dem Letztglied Beere (Brombeere).
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem brom muss daher als unikales Morphem betrachtet werden.

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Belege/Quellen

DWDS Wiktionary Wörterbuchnetz (hier vor allem Grimm-Wörterbuch) ZDL Wikipedia Duden-online (nicht werbefrei)

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Brösel

Wortherkunft

Herr Alt Das Wort geht auf das althochdeutsche brōs(a)ma zurück und gehört zur gleichen Wortfamilie wie Brosame. Es bezeichnet ursprünglich etwas „Zerkrümeltes“ oder „Zerriebenes“.
Herr Wort Brösel wird vor allem umgangssprachlich verwendet und bezeichnet kleine Stückchen von Brot, Kuchen oder anderen trockenen Lebensmitteln. Häufig wird auch das Verb bröseln verwendet.

Hinweise zum Wort Brösel

Bedeutung: kleines, trockenes Stückchen von Brot, Kuchen oder Gebäck; Krümel
Beispielsatz: Auf dem Tisch lagen noch einige Brösel vom Kuchen.
Wortinfo: Wortart: Substantiv, Maskulinum

Worttrennung: Brö·sel

Aussprache: [ˈbrøːzl̩]

Wortformen

Das Substantiv Brösel ist männlich und wird häufig im Plural verwendet.

Singular Plural
1. Fall Nominativ der Brösel die Brösel
2. Fall Genitiv des Brösels der Brösel
3. Fall Dativ dem Brösel den Bröseln
4. Fall Akkusativ den Brösel die Brösel



weitere Informationen findest du beim Stichwort Brosame
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Brosame

Wortherkunft

Herr Alt Ursprünglich bedeutete das althochdeutsche Wort brōsme „das Zerriebene, das Zerkrümelte“.

Das Wort hat geschichtlich nichts mit dem Wort Brot zu tun, auch wenn später die Bedeutung auf zerbröckeltes Brot eingeengt wurde.

Herr Wort Heute wird das Wort fast nur noch im Plural Brosamen verwendet. Es kommt häufig in festen Wendungen vor, z. B. die Brosamen aufsammeln oder mit Brosamen abgespeist werden.

Hinweise zum Wort Brosame

Bedeutung: winziges Stück von zerbröckeltem Brot oder Gebäck; Krümel

Das Wort wird meist im Plural (Brosamen) und oft im übertragenen Sinn gebraucht.

Beispielsatz: Für mich bleiben nur die Brosamen übrig.
Wortinfo: Wortart: Substantiv, Maskulinum

Worttrennung: Bro·sa·me

Aussprache: [ˈbroːzamə]

Wortformen

Das Substantiv Brosame ist männlich und wird meist im Plural verwendet.

Singular Plural
1. Fall Nominativ der Brosame die Brosamen
2. Fall Genitiv des Brosamens der Brosamen
3. Fall Dativ dem Brosamen den Brosamen
4. Fall Akkusativ den Brosamen die Brosamen



zur Wortgeschichte Brösel
Weiterführende Informationen zum Grundwort Brosame
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Info - Brosame

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Weiterführende Informationen zum Wort Brosame

Entstehung: ie. *bhrē̌us- = zerbrechen, zerschlagen, zerkrümeln → 8. Jh. ahd. brōs(a)ma → mhd. brosem(e), brosme → nhd. Brosame

16. Jh. Verkürzung von spätmhd. brosemlīn, frühnhd. bröslein → nhd. Brösel

Wortbildungen: Bosame -

Brösel: bröselig, Brotbrösel, Kuchenbrösel, Semmelbrösel, Speckbrösel, Tabakbrösel, Zwiebackbrösel

Ableitungen: Brösel, broseln
Interessantes: Eine gute Beschreibung zu Brösel und Brosamen findest du bei Wikipedia.

Martin Luther verwendet den Begriff Brosamen in seiner Bibelübersetzung: Neues Testament, Mathäus 15,27. In anderen Übersetzungen finden wir Brotkrumen, Brosamlein, Krümel, Brootbrocken,

Die Stelle im Matthäus Evangelium in der Luther den hebräischen Begriff mit Brosame übersetzt ist aus verschiedenen Gründen interessant und für viele unverständlich und verwirrend: Jesus, der sich nur für an sein Volk, die Juden wendet und die andern, Heiden mit Hunden vergleicht?!. Wer mehr zu dieser Bibelstelle und verschiedenen Erklärungen interessiert finden bei gutefrage.net oder auf YouTube in der Scetch-Bibel interessante Interpretationen.

-

Unikales Morphem ?

Das Wort Brosame lässt sich historisch in mehrere Bestandteile zerlegen (bros + -ame). Diese Bestandteile kommen heute nicht mehr als selbstständige Wörter vor. Das Morphem bros kommt mit Umlaut im Wort Brösel vor (Allomorphie).
Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem bros kommt nicht isoliert (wegen Bösel) vor. Es ist daher kein nikales Morphem.
Das Morphem ame ist Bestandteil des Wortes Brosame. Es kommt nicht isoliert und nur in diesem Wort vor. Im Wort Brösel (mhd. brosemlin) ist dieses Morphem nicht mehr enthalten.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem ame kann daher als unikales Morphem betrachtet werden.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, Goethe, Grimm-2), ZDL, Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)

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drollig

drollig und Info - drollig müssen noch bearbeitet werden. Ebenso die Texte zum Damhirsch


Wortherkunft

Herr Wort Das Wort drollig wird ganz unterschiedlich verwendet. Es kann bedeuten:
  • niedlich, süß, knuddelig - Du hast aber sehr drollige Puppen.
  • spaßig, witzig, lustig - Er verhielt sich so drollig, dass alle lachen mussten.
  • eigenartig, merkwürdig, seltsam - Das ist schon drollig, dass du dich ausgerechnet heute "krank gemeldet" hast.
Herr Alt Das Wort stammt aus dem Niederdeutschen drollig = lustig, possenhaft.

Dieses geht wahrscheinlich auf das mittelniederdeutsche drolle zurück, das eine lustige Figur oder einen Kobold bezeichnete.

Verwandt ist möglicherweise auch das englische Wort droll (= spaßig, komisch).

Hinweise zum Wort drollig

Bedeutung: auf eine eigenartige oder ungewöhnliche Weise lustig; komisch, possierlich
Beispielsatz: Der kleine Hund sah mit seinem schiefen Kopf ganz drollig aus.
Wortinfo: Wortart: Adjektiv

Worttrennung: drol-lig

Aussprache: [ˈdʁɔlɪç]

Adjektiv / Adverb Das Wort drollig kann als Adjektiv oder Adverb verwendet werden. Im Kinderlexikon wird dir am Beispiel von drollig der Unterschied erklärt.

Wortformen

Das Wort drollig ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelmäßig gebildet.

Positiv Komparativ Superlativ
drollig drolliger am drolligsten



Weiterführende Informationen zum Grundwort drollig
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Info - drollig

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Weiterführende Informationen zum Wort drollig

Entstehung: niederländisch nl. drol = kleiner, dicker, etwas komisch aussehender Mann → nl. drollig = Spaßmacher, Knirps → mittelniederdeutsch drolle = Spaßmacher, lustige Figur → niederdeutsch drollig = lustig

möglicherweise verwandt mit engl. droll ←

Wortbildungen: drolligerweise,
Ableitungen: Drolligkeit
Interessantes: Das Wort drollig gehört zu einer Gruppe von Wörtern, die eine Mischung aus „lustig“ und „seltsam“ ausdrücken.

Im Unterschied zu lustig wirkt drollig oft etwas ungewöhnlich oder leicht absurd.

Solche Bedeutungsnuancen entstehen häufig aus Figurenbezeichnungen (z. B. Kobold → lustig → drollig).

Unikales Morphem ?

Das ursprüngliche niederländische Wort drol ist im Niederdeutschen und der deutschen Hochsprache nur in der Ableitung drollig übernommen worden. Das Morphem droll kommt nicht isoliert vor. Wortbildungen kommen nur in der Wortbildung drollig vor (drolligerweise, Drolligkeit).
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem droll in der Wortbildung drollig kann daher als unikales Morphem betrachtet werden.
Es besteht zwar eine Bedeutungsähnlichkeit zum französischen frz. drôle = Kobold, allerdings sehen Sprachwissenschaftler hier keinen etymologischen Zusammenhang zum niederländischen drol bzw. drollig.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (siehe hier Adelung (Herkunft niedersächsisch drullig), Grimm-2 (nl drullig > ndd drullig), Goethe), ZDL, Duden-online

Niederländisch: drol, drollig, drrollig, 16. Jh. Etymologiedatenbank.nl, Digitale Bibliothek (DBNL), Textbeispiele: Den lacchenden Apoll, uytbarstende in drollige rymen (1667), Der Struwwelpeter oder Lustige Geschichten und drrollige Bilder (1880)

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Damhirsch

Wortherkunft

Herr Wort Der Damhirsch ist eine Hirschart mit geflecktem Fell und schaufelförmigem Geweih. Er lebt heute in vielen Teilen Europas in Wäldern und Parks.
Interessantes: Wenn du mehr über diese Damhirsche erfahren möchtest, dann findest du im Kinderlexikon interessante Bilder und Beschreibungen.

Einen umfangreicheren Text und viele Bilder findest du im Zootier-Lexikon.

Herr Alt Das alte Wort für Wild lautete im Mittelalter tamo oder tame. Daraus entwickelte sich Dam-.

Dieses Wort wurde später mit Tierbezeichnungen kombiniert, z. B. Hirsch, Bock oder Wild. So entstand das zusammengesetzte Wort Damhirsch.

Frau Fremd Englisch: fallow deer; Französisch: daim; Lateinisch: dama

Hinweise zum Wort Damhirsch

Bedeutung: mittelgroßer Hirsch mit meist geflecktem Fell und schaufelartigem Geweih
Beispielsatz: Im Wildpark konnten wir mehrere Damhirsche beobachten.
Wortinfo: Wortart: Nomen, maskulin

Worttrennung: Dam-hirsch

Aussprache: [ˈdamˌhɪʁʃ]

Wortformen

Das Wort Damhirsch ist ein Nomen und wird regelmäßig dekliniert.

Singular Plural
1. Fall Nominativ der Damhirsch die Damhirsche
2. Fall Genitiv des Damhirsches der Damhirsche
3. Fall Dativ dem Damhirsch den Damhirschen
4. Fall Akkusativ den Damhirsch die Damhirschee



Weiterführende Informationen zum Grundwort Damhirsch
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Info - Damhirsch

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Weiterführende Informationen zum Wort Damhirsch

Entstehung: ie. *dem(ə)- = zähmen, bändigen → griech. damálēs (δαμάλης) = junger Stier → lat. damma, spätlat. dāma → 8. Jh. ahd. dām, tām; 9. Jh., dāmo, tāmo; 12. Jh. mhd. tāme, damme, bis ins 17. Jh. Dam = gezähmtes Horntier; ab dem 16. Jh. wird Dam zur Verdeutlichung zunehmend ergänzt mit den Domen Hirsch oder Bock = Damhirsch, Dambock.

ahd. tamo, tame = Wild → mhd. dam → nhd. Dam (Wildart) + Hirsch (männliches Tier mit Geweih)

Damhirsch = „Hirsch aus der Gruppe des Damwilds“

Wortbildungen: Dam: Dambock, Damleder, Damtier, Damwild (Damwildgehege);

Damhirsch: Damhirschgeweih, Damhirschjagd, Damhirschkalb, Damhirschragout

Ableitungen: -
Rechtschreibung: Das a im ersten Wortteil wird kurz und betont gesprochen, [ˈdam]. Das führt nicht selten dazu, dass das Wort Damhirsch fälschlich mit doppeltem m geschrieben wird (falsch: *Dammhirsch).
Interessantes: Der Damhirsch stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und wurde schon in der Antike als Jagdtier gehalten.

Typisch ist sein schaufelförmiges Geweih, das ihn von anderen Hirscharten unterscheidet.

Das Wort zeigt eine klassische Zusammensetzung aus Tiergruppe (Dam) und genauer Bestimmung (Hirsch).

Unikales Morphem ?

Das Morphem dam ist heute nur noch in Fach- oder Tierbezeichnungen gebräuchlich. im allgemeinen Sprachgebrauch kommt es nicht isoliert vor. Hiervon gibt es verschiedene Wortbildungen (sh. Tabelle oben).
Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem dam ist in dieser Bedeutung daher kein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (siehe Adelung, Goethe, Grimm-1, Grimm-2), ZDL, Wikipedia, Duden-online

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Dienstag

Wortherkunft

Herr Alt Bei den Germanen nannte man eine Volksversammlung Thing. Der germanische Gott Tyr war der Beschützer dieser Versammlung.

Der Name Dienstag geht auf das alte Wort thingsus zurück. Diese bedeutete Beschützer des Things. Aus dieser Form entwickelte sich später das heutige Wort Dienstag.

Der Wortteil dien hat also nichts mit dem Verb dienen zu tun.

Fremdsprachen

Frau Fremd In allen nordgermanischen Sprachen ist die Bezeichnung für den Dienstag vom Germanischen Gott Tyr bzw. thingsus abgeleitet. Hier einige Beispiele:
Sprache Wochentag Aussprache
Deutsch Dienstag [ˈdiːnstaːk]
Dänisch tirsdag [ˈtsʰiɐ̯sdæˀ]
Englisch Tuesday [ˈtjuːzdeɪ]
Niederländisch dinsdag [ˈdɪnz.dɑx]
Norwegisch tirsdag [ˈtiːʂdɑːɡ]
Schwedisch tisdag [ˈtiːsdaɡ]

Hinweise zum Wort Dienstag

Bedeutung: der zweite Tag der Woche
Beispielsatz: Am Dienstag gehe ich mit meiner Freundin ins Kino.
Wortinfo: Wortart: Nomen, der Dienstag; meist ohne Plural

Worttrennung: Diens-tag

Aussprache: [ˈdiːnstaːk]

Wortformen

Das Grundwort Dienstag wird fast immer nur in der Einzahl (Singular) verwendet. Eine Mehrzahl (Plural) kommt nur selten vor. Im 2. Fall (Genitiv) wird häufig ein s angehängt.

Singular Plural (selten)
1. Fall Nominativ der Dienstag die Dienstage
2. Fall Genitiv des Dienstags, des Dienstages der Dienstage
3. Fall Dativ dem Dienstag den Dienstagen
4. Fall Akkusativ den Dienstag die Dienstage



Weiterführende Informationen zum Grundwort Dienstag
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Info - Dienstag

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Weiterführende Informationen zum Wort Dienstag

Entstehung: Bei den Römern hieß der Kriegsgott Mārs. Danach ist auch der Planet Mars benannt. Die Germanen übernahmen von den Römern das System der Benennung der Wochentage. Der germanische Kriegsgott hieß *Þingsaz (latinisiert Thingsus).

Das Wort hängt mit dem germanischen Thing zusammen. So nannte man früher eine Volksversammlung oder ein Gericht. Der Gott Tyr (Thingsus) galt als Beschützer solcher Versammlungen. Der Tag wurde deshalb nach ihm benannt.

Daraus entwickelte sich im 12. Jh. ahd. ziestag, mhd. ziestac. Zunächst verbreitete sich der niederdeutsche Name dingesdach, dinstag am Niederrhein (13. Jh.) von dort verbreitete er sich bis zum 17. Jh. auf den gesamten deutschsprachigen Raum.

Wortbildungen: -
Ableitungen: -

Wochentage

Die Römer nannten die Wochentage nach den damals bekannten Planeten der Erde. Die einzelnen Planeten waren für die Römer zugleich Götter. Die Germanen übernahmen dieses System. Sie änderten die Namen und benannten die Wochentage nach ihren Göttern. Als die Christen die germanischen Länder missionierten versuchten sie, diese heidnischen Namen der Wochentage umzubenennen. Dies konnten sie jedoch nur bei dem Mittwoch (Mitte der Woche) und dem Samstag (Ableitung vom hebräischen Sabbat = Ruhetag) durchsetzen.
Die Zählung der Wochentage begann bei den Römern mit dem Sonnengot (Sonntag). Erst mit Beschluss der UNO 1978 setzte sich weltweit die heute gebräuchliche Zählung mit dem Montag als ersten Tag der Woche durch.

röm. Zählung Römische Planeten Germanische Götter germanisch Mythologie seit 1978 UNO Tag Wochentag heute
2 Mond Mani Gott des Mondes 1 Montag germ. Gott
3 Mars Tyr/Tiu/ Ziu, Thingsus Gott des Krieges und des Rechts 2 Dienstag germ. Gott
4 Merkur Wodan, Odin, Futhark Hauptgott der Germanen 3 Mittwoch Mitte der Woche
5 Jupiter Donar, Thor Gott des Donners 4 Donnerstag germ. Gott
6 Venus Frija/Frigg Schutzgöttin der Ehe und des Lebens 5 Freitag germ. Gott
7 Saturn Saturn; Sabbat Gott der Aussaat; Ruhetag (Judentum) 6 Samstag hebr. Sabbat
1 Sonne Sonne, Sol Sonnengott (lat. männl. / germ. weibl.) 7 Sonntag röm./germ. Gott

Unikales Morphem ?

Das Morphem dien kommt in dieser Bedeutung im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem dien in der Wortbildung Dienstag kann daher als unikales Morphem betrachtet werden.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz, OWID, ZDL

Fremdsprachen: Dänisch, Englisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch

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Duckdalbe

Wortherkunft

Herr Alt Vermutlich stammt das Wort Duckdalbe aus den Niederlanden. Dort bedeutet das Verb duiken = tauchen. Einen Pfahl oder eingerammten Pfosten nennt man dort dalbe.

Die Duckdalbe ist also ein Pfahl, der tief in den Boden des Hafens eingetaucht oder eingerammt ist.

Herr Fremd
ChatGPT Duckdalbe 20260305.jpg
Auch in anderen Sprachen rund um die Nordsee findet man ähnliche Wörter. Allen liegt das niederländische Wort dukdalve zugrunde.

Hinweise zum Wort Duckdalbe

Bedeutung: Im Hafenboden eingerammte Pfähle, die der Markierung der Fahrrinne dienen oder an denen Schiffe festgemacht werden können.
20260304 Dalben Oberhafenkanal Hamburg 06.jpg
20260304 Dalbe 02 KMJ.jpg
Beispielsatz: Die Duckdalben markieren die Fahrrinne für die Schiffe.
Wortinfo: Wortart: Nomen: die Duckdalbe, die Duckdalben

Worttrennung: Duck-dal-be

Aussprache: [ˈdʊkˌdalbə]

Unterschied:
20260304 Dalben.jpg
Meist wird ein einzelner Pfahl als Dalbe und eine Pfahlgruppe als Duckdalbe bezeichnet. Die oberen Bilder zeigen also Duckdalben. Hier sind jeweils drei Pfähle miteinander verbunden. Das rechte Bild zeigt in der Mitte drei Dalben, also einzelne Pfähle, an denen längere Schiffe festmachen können.

Wortformen

In der Einzahl (Singular) übernehmen alle vier Fälle das Grundwort. In der Mehrzahl (Plural) wird an das Grundwort ein n angehängt.

Singular Plural
1. Fall Nominativ die Duckdalbe die Duckdalben
2. Fall Genitiv der Duckdalbe der Duckdalben
3. Fall Dativ der Duckdalbe den Duckdalben
4. Fall Akkusativ die Duckdalbe die Duckdalben



Weiterführende Informationen zum Grundwort Duckdalbe
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Info - Duckdalbe

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Weiterführende Informationen zum Wort Duckdalbe

Entstehung: Die Herkunft des Wortes Duckdalbe ist unklar. Es gibt drei verschiedene Erklärungsansätze:
  1. Das Wort Duckdalbe stammt aus dem Niederländischen. Dort bedeuten duiken = (ein)tauchen und dalbe = eingerammter Pfahl im Wasser. Demnach ist die Duckdalbe ein Pfahl, der tief in den Boden eines Hafens eingerammt wird.
  2. Der spanische Feldherr und Herzog von Alba (spanisch Duque de Alba) war in der Mitte des 16. Jh. Stadthalter in den Niederlanden (die damals noch eine spanische Kolonie waren) und ließ dort den calvinistischen Aufstand (Bildersturm) brutal niederschlagen. Er soll in den niederländischen Häfen Pfähle anlegen lassen, damit auch größere (Kriegs)Schiffe dort anlegen konnten. In Spanien nennt man die Dalben duque de Alba. Auch in Dänemark ist die Bezeichnung duc d’albe geläufig. Möglich ist aber auch, dass diese Namensgebung eine spätere Umdeutung des niederländischen Begriffes (sh. 1.) ist.
  3. Als eher unwahrscheinlich gelten Ableitungen von niederdeutschen, westfriesischen oder englischen Wörtern, wie z. B. von engl. dock = Dock (Anlage zum Warten von Schiffen, nl. dokke). Ebenfalls unwahrscheinlich sind Ableitungen von den Verben (an)docken = etwas fest verbinden oder ducken = sich schnell nach unter beugen. Der zweite Teil (dalbe) könnte von niederländisch dalle/dallen = Balken, Schlucht, Tal abgeleitet sein. Auch dieser Erklärungsversuch wird heute eher als unwahrscheinlich angesehen.
Wortbildungen: Zum Bestandteil dalbe gibt es mehrere Wortbildungen:

Anlegedalbe, Eisbrecherdalbe, Führungsdalbe, Leitdalbe, Leuchtfeuerdalbe, Schutzdalbe, Streichdalbe, Vertäuungsdalbe

Interessantes: Eine anschauliche Beschreibung von Dalben und ihrer Funktion in Häfen findest du bei Wikipedia zum Stichwort Dalbe.

Sprachvergleich

In fast allen europäischen Ländern wird der Begriff Duckdalbe vom niederländischen dukdalve abgeleitet. In einigen Ländern (z. B. Dänemark, Spanien) wird auch auf den Herzog von Alba Bezug genommen. Die genaue Bedeutung (Pfahlgruppe im Hafen zum Festmachen oder Abweisen von Schiffen) ist überall ähnlich. In einigen Ländern werden auch die Markierungen einer Fahrrinne mit dem Begriff Dalbe bezeichnet.

Sprache Dalbe Duckdalbe Quellen
Deutsch Dalbe Duckdalbe Wikipedia
Niederländisch dalf dukdalf / dukdalve Wikipedia
Norwegisch dalbe / pæle dykdalb Wikipedia
Dänisch dalbe dukdalbe / duc d’albe Wikipedia
Schwedisch dykdalb Wikipedia
Englisch dolphin Wikipedia
Französisch duc-d’Albe Wikipedia
Spanisch duque de Alba Wikipedia

Unikales Morphem ?

Da das niederländische Wort an die deutsche Schreibung angepasst wurde (Lehnwort) wird es nicht als Fremdwort behandelt. Es gibt keinen etymologischen Zusammenhang zum Verb ducken.

Das Morphem duck kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert vor und nur in der Wortbildung Duckdalbe.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem duck ist daher ein unikales Morphem.
Das Morphem dalbe kommt isoliert und in mehreren Wortbildungen vor.
Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem dalbe ist daher kein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

Etymologie und Rechtschreibung: DWDS, OWID, ZDL, Wikipedia, Duden-online

Weitere Quellen wurden im Text verlinkt (sh. Tabelle in Kap. Sprachvergleich).

Landkarte: Die Landkarte wurde aus den Daten der Übersetzungen (sh. Tabelle in Kap. Sprachvergleich) mit Hilfe von ChatGPT erstellt.

Abbildungen: Die Abbildungen von Dalben wurden von Wikipedia und elbetreff.de (Herzlichen Dank an Andreas Glock für die Genehmigung für die Verwendung der Abbildung.) entnommen.

Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen


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dunnemals

Wortherkunft

Herr Alt Das Wort stammt aus dem Niederdeutschen. Dort bedeutet dunn so viel wie dann oder damals.

Das Wort dunnemals ist eine Verkürzung von anno dunnemals. Diese Redewendung bedeutete ursprünglich: damals, vor langer Zeit.

Hinweise zum Wort dunnemals

Bedeutung: damals
Beispielsatz: Dunnemals gab es noch eine Volksschule.
Wortinfo: Wortart: Adverb

Worttrennung: dun-ne-mals

Aussprache: [ˈdʊnəmaːls]

Wortformen

Das Wort dunnemals ist ein Adverb. Adverbien haben keine verschiedenen Wortformen.



Weiterführende Informationen zum Grundwort dunnemals
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Info - dunnemals

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Weiterführende Informationen zum Wort dunnemals

Entstehung: 19. Jh. Das Wort stammt aus dem niederdeutschen dunn = dann, damals.

Es entwickelte sich aus der Redewendung anno dunnemals.

Wortbildungen: -
Ableitungen: -
Interessantes: Das lateinische Wort anno bedeutet im Jahre. Seit dem 15. Jahrhundert stellte man es häufig vor Datierungen.

Daraus entstanden später verschiedene scherzhafte Redewendungen für vor langer Zeit:

  • anno dazumal - damals, vor langer Zeit
  • anno dunnemals - damals
  • anno Tobak - vor langer Zeit, als man zu Tabak noch Tobak sagte. (Das Wort Tabak stammt von den Ureinwohnern Nordamerikas. Sie nannten ihre Pfeifen nach der Antilleninsel Tobago, die in ihrer Form den Pfeifen ähnelt. Aus diesem Namen hat sich Tobak und hieraus unser heutiges Wort Tabak entwickelt.)
  • anno pief - vor langer Zeit, als man noch nicht Tabak in Pfeifen (ahd. fîfâ, nd. pipe) rauchte
  • anno Tuck - damals, als es noch nicht Gewohnheit war (mhd. tuc = stoßen, schlagen, Tuck = Bewegung, Gewohnheit)
  • anno Leipzig-einundleipzig - vor langer Zeit, vor dem deutsch-französischen Krieg von 1870/71 (mehr)

Unikales Morphem ?

Das Morphem dunn(e) kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem dunn(e) ist daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz, ZDL

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Eberesche

Wortherkunft

Herr Wort Der erste Teil des Wortes (eber) hat seinen Namen von der Farbe der Blätter und Früchte. Das alte (gallische) Wort eburo bedeutete rötlich braun.

Die Blätter der Eberesche ähneln den Blättern einer Esche. Daher stammt der zweite Teil des Wortes. Beide Bäume haben außer dem Namen sonst keine Gemeinsamkeiten.

Die rohen Beeren der Eberesche sind für Menschen zwar nicht giftig, können aber durch ihren bitteren Geschmack Bauchschmerzen verursachen. Wenn sie aber gekocht werden, dann verlieren sie ihre Bitterkeit.

Die Beeren der Eberesche werden von vielen Vogelarten als Nahrung geschätzt. Daher wird dieser Baum auch Vogelbeere genannt.

Die folgenden Bilder zeigen links eine Allee mit Ebereschen. Hier kannst du schön die rötlich braune Farbe der Blätter erkennen. Danach ist der Baum im ersten Wortteil benannt: eber = rötlich braun. Daneben siehst du die Blätter und Früchte der Eberesche. Im Vergleich siehst du auf dem Bild daneben die Blätter einer Esche. Die Blätter der beiden Bäume sind sehr ähnlich. Daran kannst du erkennen, warum die Leute früher den zweiten Teil des Namens nach der Esche genannt haben.
Wenn du mehr über die Eberesche wissen möchtest, dann findest du auf der Infoseite weitere Hinweise.

Hinweise zum Wort Eberesche

Bedeutung: Laubbaum mit rötlich braunen Früchten
Beispielsatz: Die Eberesche ist ein anderer Name für die Vogelbeere.
Wortinfo: Wortart: Nomen

Worttrennung: Eber-esche

Aussprache: [ˈeːbɐˌʔɛʃə]

Wortformen

In allen vier Fällen ist die Endung für die Einzahl (Singular) e und für die Mehrzahl (Plural) en:
Singular Plural
1. Fall Nominativ die Eberesche die Ebereschen
2. Fall Genitiv der Eberesche der Ebereschen
3. Fall Dativ der Eberesche den Ebereschen
4. Fall Akkusativ die Eberesche die Ebereschen



Weiterführende Informationen zum Grundwort Eberesche
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Info - Eberesche

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Weiterführende Informationen zum Wort Eberesche

Entstehung: ie. *erb(h)-, *reb(h)- = dunkelrötlich, bräunlich; air. ibar = Eibe; ahd. asc, mhd. asch = Esche; frühnhd. eberboum, eberasch, hd. Eberesche
Wortbildungen: -
Ableitungen: -
Interessantes: Wenn du mehr über die Eberesche erfahren möchtest, so findest du leicht verständliche Beschreibung auf folgenden Internetseiten:Botanikus, Ökolandbau, NABU
Die Schutzgemeinschaft deutscher Wald (SDW) benennt jedes Jahr einen Baum zum Baum des Jahres. Viele Bilder und eine umfangreiche Beschreibung findest du auf der Internetseite der Schutzgemeinschaft deutscher Wald: Baum des Jahres 1997: die Eberesche.

Unikales Morphem ?

Das Morphem eber kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert sondern nur in Verbindung mit Esche vor. Ein etymologischer Zusammenhang zum gleichlautenden Morphem Eber (= männliches Schwein, ahd. ebur, mhd. eber) besteht nicht.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem eber ist in dieser Bedeutung ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, OWID, ZDL sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: Duden Online-Wörterbuch, wissen.de, Wortbedeutung.info

Abbildungen: Wikipedia: Eberesche: 1 a) Von Mbdortmund - Eigenes Werk, GFDL 1.2, 1 b) Von Straktur - Eigenes Werk, CC BY 3.0, Wikipedia: Esche: 2 a) Von AnRo0002 - Eigenes Werk, CC0, 2 b) CC BY-SA 3.0

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Eierschecke

Wortherkunft

Herr Alt Aus Eiern, Quark, Rosinen und Mandelsplittern bestehende Überzugmasse für einen Blechkuchen. In manchen Gegenden werden auch Äpfel, Quark und Mohn verwendet. Der Ursprung des Grundwortes ist unklar.

Hinweise zum Wort Eierschecke

Bedeutung: Die Eierschecke ist eine Kuchenspezialität. Diese kommt ursprünglich aus Sachsen und Thüringen.
Beispielsatz: Ich mag vor allem die Dresdener Eierschecke.
Wortinfo: Wortart: Nomen

Worttrennung: Ei-er-sche-cke

Aussprache: [ˈaɪ̯ɐˈʃɛkə]

Wortformen

In fast allen vier Fällen wird in der Einzahl (Singular) das Grundwort Eierschecke und in der Mehrzahl (Plural) Eierschecken verwendet.
Singular Plural
1. Fall Nominativ die Eierschecke die Eierschecken
2. Fall Genitiv der Eierschecke der Eierschecken
3. Fall Dativ der Eierschecke den Eierschecken
4. Fall Akkusativ die Eierschecke die Eierschecken



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Info - Eierschecke

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Weiterführende Informationen zum Wort Eierschecke

Entstehung: Schecke: ahd. schecho, mhd. schëcke, schëgge - eng anschliessender durchsteppter leibrock, der auch als panzer gebraucht wurde (sh. Quelle). Eierschecke: Im 14. Jh. war Schecke die Bezeichnung für einen Männerrock, der an der Taille mit einem breiten Gürtel eng geschnürt wurde. Diese Dreiteilung des Rocks war vermutlich Namensgeber für das Wort Eierschecke (sh. Quelle).
Wortbildungen: -
Ableitungen: -
Interessantes: Kochrezepte (nicht werbefrei): Die Eierschecke, Dresdener Eierschecke, Freiberger Eierschecke,

Unikales Morphem ?

Das Morphem scheck(e) kommt in dieser Bedeutung im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem scheck(e) ist daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, OWID, ZDL sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: Duden Online-Wörterbuch, wissen.de, Wortbedeutung.info

Entstehung: Wikipedia, Mittelhochdeutsches Wörterbuch (BMZ), Mittelhochdeutsches Handwörterbuch (Lexer),

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Elfenbein

Wortherkunft

Herr Alt Aus dem althochdeutschen Wort für helfant (= Elefant) entwickelte sich schon früh das Wort helfenbein. Das althochdeutsche Wort bein hatte früher auch die Bedeutung Knochen. Das helfenbein war also ein Knochen des Elefanten.

Hinweise zum Wort Elfenbein

Bedeutung: Material von Tierzähnen, Stoßzähne vor allem von Elefanten, Mammut und Walen
Beispielsatz: Die Stoßzähne der Elefanten sind aus Elfenbein.
Wortinfo: Wortart: Nomen

Worttrennung: El-fen-bein

Aussprache: [ˈɛlfn̩ˌbaɪ̯n]

Wortformen

In fast allen vier Fällen wird das Grundwort Elfenbein verwendet. Im 2. und 3. Fall Einzahl (Genetiv, Singular) gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten. In der Mehrzahl (Plural) wird ein e an das Grundwort angehängt. Im 3. Fall Mehrzahl (Dativ, Plural) wird n ergänzt.:
Singular Plural
1. Fall Nominativ das Elfenbein die Elfenbeine
2. Fall Genitiv des Elfenbeins, des Elfenbeines der Elfenbeine
3. Fall Dativ dem Elfenbein, dem Elfenbeine den Elfenbeinen
4. Fall Akkusativ das Elfenbein die Elfenbeine
Weiterführende Informationen zum Grundwort Elfenbein
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Info - Elfenbein

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Entstehung: Elefant: griech. ἐλέφας (eléphās) > ahd. helfant; ahd. helfantbein = Elefantenknochen, Elfenbein, mhd. helfenbein; ab 16. Jh. auch elfenbein (in Angleichung an griech. und lat. ohne h)
Wortbildungen:

Elfenbein:

Adjektive: elfenbeinartig, elfenbeinern, elfenbeinfarben

Nomen: Elfenbeinarbeit, Elfenbeinbüste, Elfenbeinexport, Elfenbeinfächer, Elfenbeinfarbe, Elfenbeinfigur, Elfenbeingegenstand, Elfenbeingriff, Elfenbeinhandel, Elfenbeinhändler, Elfenbeinimitation, Elfenbeinjäger, Elfenbeinkamm, Elfenbeinkästchen, Elfenbeinknopf, Elfenbeinkopf, Elfenbeinkugel,Elfenbeinlöffel,Elfenbeinpalast, Elfenbeinporzellan, Elfenbeinschnitzerei, Elfenbeinthron, Elfenbeinturm (Redensart), Elfenbeinturm , Mammutelfenbein, ...

Namen: Länder: Elfenbeinküste (Land in Afrika)

Pflanzen: Elfenbein-Mannstreu (Pflanze), Elfenbeinröhrling (Pilzart), Elfenbeinschneckling (Pilzart),

Tiere: Elfenbein-Federlibelle (Libellenart), Elfenbein-Flechtenbärchen (Schmetterling), Elfenbeinmöwe (Mövenart), Elfenbeinspecht (Vogelart), ...

sonstiges: Elfenbeinturm (Metapher), Elfenbeinmuseum in Schloss Erbach
Ableitungen: -
Interessantes: Interessante Artikel für Kinder findest du im Klexikon (Elefant, Elfenbein) und im Mini-Klexikon (Elefant, Elfenbein). eine interessante Sendung für Kinder über Elefanten, Elfenbein und Elfenbeinschmuggel findest du in der Sendereihe Löwenzahn.

Unikales Morphem ?

Das Morphem elfen kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert vor. Wortbildungen sind nur zusammen mit dem Nomen bein bekannt. Einen etymologischen Zusammenhang des Wortes mit dem Zahlwort elf oder den Elfen (Fabelwesen) gibt es nicht.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem elfen ist daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (versch. Wörterbücher, vor allem Adelung, Goethe, Grimm), OWID, ZDL sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: Duden Online-Wörterbuch, wissen.de, Wortbedeutung.info

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emsig

{{DISPLAYTITLE:emsig}}


Wortherkunft

Herr Alt Aus dem alten Adjektiv emiʒ (= fortwährend, ständig, immer) entwickelte sich schon im frühen Mittelalter die Adjektivform mit der Nachsilbe (Suffix) -ig, zunächst emiʒʒig, später emʒic. in der Bedeutung häufig, eifrig.
Das Wort kommt nur im deutschsprachigen Raum vor.

Hinweise zum Wort emsig

Bedeutung: ausdauernd, mit großem Eifer und fleiß arbeiten; unermüdlich, tüchtig
Beispielsatz: Die Bienen sammeln emsig Pollen und fliegen von Blüte zu Blüte.
Wortinfo: Wortart: Adjektiv

Worttrennung: em-sig

Aussprache: [ˈɛmzɪç]

Wortformen

Das Adjektiv emsig wird regelhaft gesteigert.:
Grundstufe (Positiv) Vergleichsstufe (Komparativ) Höchststufe (Superlativ)
emsig emsiger am emsigsten

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Info - emsig

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Entstehung: ahd. emiʒʒīg, emeʒʒīg, mhd. emʒec, emʒic = beständig, fortwährend, beharrlich
Wortbildungen: -
Ableitungen: Emsigkeit

Unikales Morphem ?

Das Morphem ems im Adjektiv emsig kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert vor. Von diesem Morphem gibt es nur eine Ableitung/Wortbildung (= Emsigkeit). Die Grundlage ist die Wortbildung ems + ig. Einen etymologischen Zusammenhang mit anderen gleichlautenden Morphemen oder Namen gibt es nicht.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem ems ist daher in dieser Bedeutung ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (versch. Wörterbücher, vor allem Adelung, Goethe, Grimm), OWID, ZDL sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: Duden Online-Wörterbuch, wissen.de, Wortbedeutung.info

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Engerling

Wortherkunft

Herr Alt Aus dem althochdeutschen Wort angar = Made, Larve wurde später enger und dann die Verkleinerungsform Engerling.

Hinweise zum Wort Engerling

Bedeutung: Der Engerling ist die Larve eines Maikäfert
Beispielsatz: Die Engerlinge fressen die Wurzeln von unterschiedlichen Pflanzen.
Wortinfo: Wortart: Nomen

Worttrennung: En-ger-ling, En-ger-lin-ge

Aussprache: [ˈɛŋɐlɪŋ]

Interessantes: Zu den Maikäfern gibt es eine interessante Seite im Klexikon. Dort findest du auch eine Beschreibung der Entwicklung von der Larve (Engerling) bis zum Käfer.
20260303 Engerling Maikäfer melolontha 08.JPG
Die Engerlinge unterscheiden sich von anderen Larven unter anderem durch ihre Form. Sie sehen fast wie der Buchstabe "C" aus.

Wortformen

In fast allen vier Fällen wird das Grundwort Engerling verwendet. Im 2. Fall Einzahl (Genetiv, Singular) wird ein s angehängt. In der Mehrzahl (Plural) wird ein e angehängt und im 3. Fall Mehrzahl (Dativ, Plural) zusätzlich ein n ergänzt.:
Singular Plural
1. Fall Nominativ der Engerling die Engerlinge
2. Fall Genitiv des Engerlings der Engerlinge
3. Fall Dativ dem Engerling den Engerlingen
4. Fall Akkusativ den Engerling die Engerlinge

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Info - Engerling

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Weiterführende Informationen zum Wort Engerling

Entstehung: ie. *angu̯(h)- = Schlange, ahd. angar, mhd. anger, enger = Enger; bereits im 10. Jh. auch mit dem Suffix -ring und später -ling; ahd. engiring, engirling, mhd. engerlinc.
Wortbildungen: -
Ableitungen: -
Interessantes: Als Engerling wird nicht nur die Larve des Maikäfers genannt. In der Biologie zählen hierzu alle Larven der Familie der Scarabaeoidea, also auch die Larven Blatthornkäfer, Erdkäfer, Hirschkäfer, Mistkäfer, Rosenkäfer und weltweit über 35.000 weitere Arten. (Quelle).

Unikales Morphem ?

Das Morphem enger kommt nicht isoliert vor und hiervon gibt es auch keine Wortbildungen. Die Bezeichnung für die Maikäfer Larven als Engerling ist nicht verwandt mit dem Adjektiv eng.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem enger ist in dieser Bedeutung daher ein unikales Morphem.

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entbehren

{{DISPLAYTITLE:entbehren}} entbehrlich, Entbehrung #REDIRECT [[entbehren]]


Wortherkunft

Herr Alt Das mittelhochdeutsche Verb enbern ist eine Verneinung des untergegangenen Verbs beran, bern = tragen. Die erste Silbe en ist die Verneinung. Ursprünglich bedeutete das Wort also etwas nicht tragen oder etwas nicht bei sich tragen. Das, was man nicht bei sich tragen kann, das braucht man auch nicht. So hat sich aus enbern = nicht tragen die Bedeutung ermangeln und vermissen entwickelt.
Herr Wort Das untergegangene Verb beran (bern) ist auch noch in anderen Wörtern zu finden, zum Beispiel:
  • gebären, mittelhochdeutsch gebern = zu Ende getragen, dazu gehört auch das Nomen Geburt
  • Eimer, mittelhochdeutsch einber = ein Behälter, den man mit einer Hand tragen kann
  • Zuber, zu = zwei, also ein Behälter, den man mit zwei Händen tragen muss

Hinweise zum Wort entbehren

Bedeutung: etwas oder jemanden vermissen
Beispiel: Ich habe als Kind früher vieles entbehren müssen.

Ich möchte dich für keinen Tag in meinem Leben entbehren.

Wortinfo: Wortart: Verb

Worttrennung: ent-beh-ren

Aussprache: [ɛntˈbeːʁən]

Wortformem (Flexion)

Gegenwart

(Präsens)

1. Vergangenheit

(Präteritum)

2. Vergangenheit

(Perfekt)

Einzahl

(Singular)

1. Person ich entbehre ich entbehrte ich habe entbehrt
2. Person du entbehrst du entbehrtest du hast entbehrt
3. Person er/sie/es entbehrt er/sie/es entbehrte er/sie/es hat entbehrt
Mehrzahl

(Plural)

1. Person wir entbehren wir entbehrten wir haben entbehrt
2. Person ihr entbehrt ihr entbehrtet ihr habt entbehrt
3. Person sie entbehren sie entbehrten sie haben entbehrt

Weiterführende Informationen zum Grundwort entbehren
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Info - entbehren

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Weiterführende Informationen zum Wort entbehren

Entstehung: Aus dem Verb ahd. beran, mhd. bern = tragen, hervorbringen hat sich mit dem altdeutschen Präfix in- = nein, nicht (als Negation ahd. inberan (9. Jh.), mhd. enbern = nicht tragen entwickelt. Das ursprüngliche Verb (beran, bern) ist schon früh untergegangen und kommt nur noch in einigen Regiolekten vor. Das Präfix ahd. in- und mittelhochdeutsch en- ist in späterer Zeit an das verbreitete Präfix ent- angepasst worden.
Wortbildungen:

(entbehren):

Nomen: Entbehrung, Entbehrlichkeit, Unentbehrlichkeit

Adjektive: entbehrlich, entbehrt, entbehrungsreich, entbehrungsvoll, langentbehrt, unentbehrlich

verwandte Wörter: Es gibt einige Wörter, die mit dem untergegangenen Verb mhd. bern (= tragen) verwandt bzw. hiervon abgeleitet sind. Dazu gehören die oben genannten Wörter gebären, Geburt, Eimer und Zuber. Hier sind weitere Wörter, denen man diesen Zusammenhang nicht auf den ersten Blick ansehen kann:
  • Bürde = im übertragenen Sinn eine Last tragen - ie. *bher(ə), germ. *burþīn, ahd. burdī, mhd. bürde
  • Bahre = Trage, Gestell, auf der ein Toter getragen wird - ie. *bher(ə), germ. *bērō, ahd. bāra (8./9. Jh.), mhd. bāre
  • Gebärde = ie. *bher(ə), ahd. gibārida, mhd. gebærde
  • gebaren = ie. *bher(ə), ahd. gibārōn, mhd. gebāren
  • gebühren (Gebühr) = sich zutragen, zufallen - * bher(ə), germ. *(gi)burjan, ahd. giburien, giburren, mhd. gebürn
Das mittelhochdeutsche Präfix en- (ahd. in-) führt zusammen mit dem mittelhochdeutschen Verb bern in der Bedeutung heben, erhaben auch zu weiteren Verwandtschaften, zum Beispiel: empor (ahd. in bore, mhd. enbore = in die Höhe), empören (ahd. irbōren, mhd. enbœ̅ren = erheben). Die gleiche germanische Wurzel haben auch die Wörter Berg (* bherg̑os-, germ. *berga-, mhd. berc = hoch erhaben) und Burg (germ. *burg-, mhd. burc = befestigte Höhe). Damit sind auch viele Vor- und Ortsnamen mit dem untergegangenen althochdeutschen Verb beran verwandt, von Birgit (die Erhabene) und Ingeborg (die Hüterin) bis Augsburg und Wittenberg.

Unikales Morphem ?

Das zugrunde liegende gemeingermanische Verb beran, ber ist ausgestorben. Erhalten geblieben ist das Morphem ber nur in der ursprünglich verneinenden Bedeutung mit dem Präfix ent-. Hiervon sind auch alle Wortbildungen mit dem Morphem ent- + behr abgeleitet.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem behr ist in dieser Bedeutung daher ein unikales Morphem.

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erwähnen

Wortherkunft

Herr Alt Das Wort ist von dem ausgestorbenen mittelhochdeutschen Wort ge-wähenen = sagen, berichten, gedenken abgeleitet. Hieraus entwickelte sich später unsere heutige Bedeutung.
Das Verb erwähnen ist nicht verwandt mit dem Nomen Wahn und dem hiervon abgeleiteten Verb wähnen.

Hinweise zum Wort erwähnen

Bedeutung: a) etwas beiläufig anmerken

b) etwas urkundlich nennen, anführen

Beispielsatz: a) Er hat in unserem Gespräch gestern gar nicht erwähnt, dass er vor drei Wochen operiert wurde.

b) Der Name unserer Stadt wurde bereits im 12. Jahrhundert in einer Urkunde erwähnt.

Wortinfo: Wortart: Verb

; ich erwähne, du erwähnst, er/sie/es erwähnt, wir erwähnen; wir haben erwähnt

Worttrennung: er-wäh-nen

Aussprache: [ɛɐ̯ˈvɛːnən]

Wortformem (Flexion)

Gegenwart

(Präsens)

1. Vergangenheit

(Präteritum)

2. Vergangenheit

(Perfekt)

Einzahl

(Singular)

1. Person ich erwähne ich erwähnte ich habe erwähnt
2. Person du erwähnst du erwähntest du hast erwähnt
3. Person er/sie/es erwähnt er/sie/es erwähnte er/sie/es hat erwähnt
Mehrzahl

(Plural)

1. Person wir erwähnen wir erwähnten wir haben erwähnt
2. Person ihr erwähnt ihr erwähntet ihr habt erwähnt
3. Person sie erwähnen sie erwähnten sie haben erwähnt



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Info - erwähnen

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Entstehung: ahd. giwahanen neben giwahan, mhd. gewähenen, seit 16. Jh. als erwähnen im heutigen Sinne belegt

in Abgrenzung hierzu und nicht verwandt: ahd. mhd. wān, wōn = Vermutung, Meinung, Hoffnung, Erwartung, Vorstellung, Scheu (sh. DWDS); ab 16. Jh. = Selbsttäuschung, ab 18. Jh. trügerische Vorstellung, Medizin: krankhafte Erscheinung, zwanghafte Einbildung

Bedeutungs-

Unterschied:

Die Stadt Soest wurde bereits 836 urkundlich erwähnt. In einer alten Urkunde steht, dass die Stadt Lübeck bereits 1160 das Stadtrecht erhalten hat. Im ersten Beispiel bedeutet erwähnen, dass Soest möglicherweise schon sehr viel früher das Stadtrecht verlieben bekommen hat. Es bedeutet nicht, dass Soest 836 das Stadtrecht erhalten hat.
Wortbildungen: Adjektivbildungen: ersterwähnt, erwähnenswert, erwähntermaßen, obenerwähnt, vorerwähnt, unerwähnt, ...

Nomenbildungen: Ersterwähnung, Nichterwähnung, Obenerwähnte, ...

Ableitungen: Grundwort: erwähnen, Adjektiv: erwähnt, Nomen: Erwähnung

Unikales Morphem ?

Das Morphem wähn kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert vor. Wortbildungen kommen nur zusammen mit dem Präfix er- vor. Es gibt keinen Bedeutungszusammenhang zwischen dem Morphem wähn in erwähnen und wähn im Verb wähnen (Grundwort Wahn).
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem wähn ist daher ein unikales Morphem.

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Flederwisch

Wortherkunft

Herr Alt
20260226 Plumeau.jpg
Das Wort ist zusammengesetzt aus den mittelhochdeutschen Verben vlederen (= flattern) und wischen.

Früher nannte man den aus Gänsefedern zusammengebundenen Staubbesen auch federwisch.

In der Abbildung rechts findest du einige Beispiele wie diese Federwische früher ausgesehen haben.

Hinweise zum Wort Flederwisch

Bedeutung: a) Wisch aus Gänsefedern zum Abstauben

früher auch Handfeger, der aus Gänseflügeln hergestellt wurde.

b) Scherzhafte Bezeichnung für ein unruhiges, lebhaftes Kind.

Beispielsatz: a) Das Stubenmädchen fegt mit dem Flederwisch den Staub vom Schrank.

b) Rita ist ein richtiger wilder Flederwisch

Wortinfo: Nomen: der Flederwisch, die Flederwische; Worttrennung: Fle-der-wisch; Aussprache: [ˈfleːdɐˌvɪʃ]

Wortformen

Das Grundwort kommt nur im 1. (Nominativ) und 4. Fall (Akkusativ) in der Einzahl (Singular) vor. Für den 2. (Genitiv) und 3. Fall (Dativ) können zwei verschiedene Formen gebildet werden. In der Mehrzahl (Plural) wird an das Grundwort ein e ergänzt, im 3. Fall (Dativ) en.
Singular Plural
1. Fall Nominativ der Flederwisch die Flederwische
2. Fall Genitiv des Flederwischs, des Flederwisches der Flederwische
3. Fall Dativ dem Flederwisch, dem Flederwische den Flederwischen
4. Fall Akkusativ den Flederwisch die Flederwische

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Info - Flederwisch

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Weiterführende Informationen zum Wort Flederwisch

Entstehung: fledern: mhd. vlederen, vledern = flattern; mhd. vederwisch = Federwisch, seit 15. Jh. dann vlederwisch

wischen: ahd. wisken, mhd. wischen, wüschen

Ableitungen und Wortbildungen: fledern: hierzu Flederbeer, Fledermaus, Fledertier, zerfledern

fleddern: (rotw. fladern = waschen; vermutlich von mhd. vlederen abgeleitet), zerfleddern, Leichenfledderer, ...

Interessantes: Bei Wikipedia ist ein interessanter Artikel, der die Herstellung und Funktion der aus Gänsefedern gebundenen Handfeger oder Staubwedel beschreibt.

Unikales Morphem ?

Das Morphem fleder kommt isoliert im Verb fledern vor. Von diesem Verb gibt es weitere Wortbildungen, z. B. Flederhund, Fledermaus usw.
Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem fleder ist daher kein unikales Morphem.

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Abbildung: Flederwisch

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Firlefanz

Wortherkunft

Herr Alt Früher nannte man in Frankreich einen lustigen Tanz, in dem viel gehüpft und gesprungen wurde virelai. Daraus ist im späten Mittelalter das Wort firlifanz entstanden. Die Bedeutung überflüssiges Zeug und Unsinn hat sich hieraus erst später entwickelt.

Hinweise zum Wort Firlefanz

Bedeutung: überflüssiges, wertloses unnützes Zeug; törichtes Gerede; Unsinn
Beispielsatz: Nehmt keinen Firlefanz mit auf die Reise. Macht nicht so einen Firlefanz um die kleine Feier.
Wortinfo: Wortart: Nomen

Worttrennung: Fir-le-fanz

Aussprache: [ˈfɪʁləˌfants]

Wortformen

In der Einzahl (Singular) wird im 1., 3. und 4. Fall das Grundwort verwendet. Im 2. Fall Einzahl (Genetiv, Singular) wird ein es angehängt. In der Mehrzahl (Plural) wird im 1., 2. und 4. Fall ein e an das Grundwort ergänzt. Im 3. Fall Mehrzahl (Dativ, Plural) wird e durch en ersetzt.:
Singular Plural
1. Fall Nominativ der Firlefanz die Firlefanze
2. Fall Genitiv des Firlefanzes der Firlefanze
3. Fall Dativ dem Firlefanz den Firlefanzen
4. Fall Akkusativ den Firlefanz die Firlefanze



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Info - Firlefanz

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Weiterführende Informationen zum Wort Firlefanz

Entstehung: Die genaue Herkunft ist unklar. Vermutlich liegt dem Wort das  afrz. lai = Gedicht und afrz. virelai = Ringel-, Reigenlied zugrunde. Der zweite Teil des Wortes fanz könnte von mhd. tanz abgeleitet sein. Möglich ist aber auch, dass der Ursprung in dem  mhd. Wort alefanz = Schalk, Possen liegt.
Wortbildungen: Firlefanzerei, veraltet und heute nicht mehr gebräuchlich: firlefanzen, Firlefanzer
Ableitungen: -

Unikales Morphem ?

Die Morpheme firle und fanz kommen im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Die Morpheme firle und fanz sind daher unikale Morpheme.

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garstig

Wortherkunft

Herr Wort Das Wort garstig beschreibt etwas, das unangenehm, widerlich oder böse wirkt. Das kann sich sowohl auf das Verhalten einer Person beziehen, als auch auf Gerüche oder Situationen.
Herr Alt Das Wort geht auf mittelhochdeutsch garst zurück, das „ranzig, schlecht riechend“ bedeutete.

Verwandt ist althochdeutsch gerstī = Hass, Groll.

Ursprünglich bezeichnete garstig also etwas, das Ekel oder Abscheu hervorruft. Die Bedeutung wurde später auf Verhalten von Menschen übertragen.

Hinweise zum Wort garstig

Bedeutung: 1. widerlich, ekelerregend

2. böse, gemein, unangenehm im Verhalten

Beispielsatz: Er war heute besonders garstig zu seinen Mitschülern.
Wortinfo: Wortart: Adjektiv

Worttrennung: gars-tig

Aussprache: [ˈɡaʁstɪç]

Wortformen

Das Wort garstig ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelmäßig gebildet.

Positiv Komparativ Superlativ
garstig garstiger am garstigsten



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Info - garstig

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Weiterführende Informationen zum Wort garstig

Entstehung: ie. *ghers-, *ghres- = Widerwille, Abscheu, Ekel → ahd. gerstī = Hass, Groll

→ mhd. garst = ranzig, übel riechend → nhd. garstig

Bedeutungsentwicklung: Ekel, Gestank → unangenehm → böse, gemein

Wortbildungen:
Ableitungen: Garstigkeit
Interessantes: Das Wort zeigt eine typische Bedeutungsverschiebung:
körperliche Wahrnehmung (Geruch) → moralische Bewertung (Charakter)

Ähnliche Entwicklungen gibt es bei Wörtern wie:

„faul“ (Geruch → Verhalten)
„stinkig“ (Geruch → Stimmung)

Das ältere Wort garst ist heute nicht mehr gebräuchlich.

Unikales Morphem ?

Das Morphem garst im Wort garstig kommt heute nicht mehr isoliert und nur in der Wortbildung garstig vor. Die einzige weitere Wortbildung (Garstigkeit) ist vom Adjektiv garstig abgeleitet.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem garst ist daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (vor allem Adelung, Goethe), ZDL, Duden-online

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Garaus

Wortherkunft

Herr Alt Das Adjektiv gar bedeutete im Mittelhochdeutschen „ganz, vollständig“, aus bedeutete „zu Ende“.

Das Nomen Garaus entstand aus dem Ausruf gar aus. Das riefen die Wachen Anfang des 16. Jahrhunderts in den Städten Nürnberg und Regensburg, wenn abends die Stadttore geschlossen wurden. Dieser Ausruf wurde später auf das Tagesende und den Glockenschlag übertragen, der das Ende des Tages „einläutete“.

Die Verbindung gar aus bedeutete also zunächst: „vollständig zu Ende“. Daraus entwickelte sich später das Nomen Garaus in der Bedeutung Ende.

Herr Wort Das Nomen wird heute nicht mehr isoliert verwendet. Es kommt nur noch in der Redewendung jemanden den Garaus machen vor und bedeutet jemanden töten, also das Leben eines Menschen absichtlich (mit Gewalt) beenden.

Diese Redewendung wird manchmal auch scherzhaft gemeint, z. B. „Kannst du nicht endlich der surrenden Mücke an der Fensterscheibe den Garaus machen." (freundliche Umschreibung für das Töten der Mücke).

Hinweise zum Wort Garaus

Bedeutung: Ende, vollständige Vernichtung (meist in festen Wendungen)
Beispielsatz: Der Sturm machte dem alten Baum den Garaus.
Wortinfo: Wortart: Nomen, Neutrum

Worttrennung: Gar-aus

Aussprache: [ˈɡaːɐ̯ˌʔaʊ̯s]

Wortformen

Das Wort Garaus wird meist nur im Singular verwendet und tritt überwiegend in festen Wendungen auf.

Singular Plural
1. Fall Nominativ das Garaus
2. Fall Genitiv des Garaus
3. Fall Dativ dem Garaus
4. Fall Akkusativ das Garaus



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Info - Garaus

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Weiterführende Informationen zum Wort Garaus

Entstehung: germ. *garwa- → ahd. garo = fertig, vollständig → mhd. gar = bereit, vollständig, ganz ; gar + aus = zu Ende

Ausruf: gar aus = vollständig vorbei → Substantivierung: das Garaus

Wortbildungen: den Garaus machen (feste Redewendung)
Ableitungen: -
Bedeutungs-

entwicklung:

Das Wort Garaus ist ein Beispiel für die sogenannte „Zusammenrückung“:
eine Wortgruppe („gar aus“) wird zu einem festen Wort.

Heute wird es fast ausschließlich in festen Wendungen verwendet, besonders:

„jemandem den Garaus machen“

Die ursprüngliche wörtliche Bedeutung („ganz aus“) ist im heutigen Sprachgefühl nicht mehr unmittelbar erkennbar.

Bei dem Adjektiv gar hat sich von der ursprünglichen Bedeutung ahd. garo = fertig eine Bedeutungsverengung auf den gastronomischen Bereich im Sinne von fertig gegart verengt.

Unikales Morphem ?

Das Wort Garaus ist zusammengesetzt aus dem Adjektiv gar und dem Adverb aus. Das Adjektiv gar wird heute nur in der eingeschränkten gastronomischen Bedeutung verwendet. In der Wortbildung Garaus wird heute kein Bedeutungszusammenhang zum Adjektiv gar gesehen.

Einerseits: Das Morphem gar (als Adjektiv gar) kommt auch isoliert und in anderen Wortbildungen (z. B. Garküche, Garkoch, halbgar) vor. Es handelt sich daher nicht um ein unikales Morphem.

Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem gar ist demnach kein unikales Morphem.
Andererseits: Heute wird kaum noch ein Zusammenhang zwischen dem Adjektiv gar (im gastronomischen Sinne) und dem Morphem gar im Nomen Garaus gesehen, zumal das Nomen nur noch in der Redewendung jemandem oder etwas den Garaus machen (im Sinne von töten, beenden) vorkommt. Aus diesem Grunde kann auch garaus als ein Morphem (= kleinste bedeutungstragende Einheit) betrachtet werden.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem garaus kann daher auch als ein unikales Morphem betrachtet werden.
Das Adjektiv gar (ahd. garo) hat zudem einen Bedeutungswandel erlebt, von ursprünglich ahd. garo = vollständig, gerüstet, bereit gemacht hin zur heutigen(eingeschränkten) Bedeutung gar = fertig gekocht, gebraten, gebacken etc.

Auch das Morphem gar in Garaus hat einen Bedeutungswandel vollzogen. Aus der ursprünglichen Bedeutung vollständig, vorbei in der Wortgruppe gar aus ist eine Redewendung entstanden, die auf jmdn. oder etw. töten, vernichten eingeschränkt ist.

Pik-Kreis-blau.jpg Wenn nur das Morphem gar isoliert betrachtet wird, so bleibt zunächst offen, ob es aufgrund der Bedeutungsverschiebungen als unikales Morphem betrachtet werden kann. Daher wird das Morphem gar bis zur Klärung zunächst als unklar eingestuft.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz sh. Adelung, vor allem Grimm-1, Wander (Sprichwörterlexikon Anfang 19. Jh. zeigt noch eine große Vielfalt der Redewendungen mit dem Nomen Garaus), ZDL, Wikipedia, Duden-online

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gediegen

Wortherkunft

Herr Alt Das Adjektiv hat sich bereits im Mittelalter aus dem Wort gedeihen (althochdeutsch githīhan) entwickelt. Gleichzeitig gab es schon sehr früh (8. Jahrhundert) das Wort gidigan, woraus später gediegen entstand.
Herr Wort Das Adjektiv kann gut und solide, wertvoll oder sorgfältig bearbeitet bedeuten.

In Norddeutschland wird gediegen umgangssprachlich auch in der Bedeutung seltsam oder eigenartig verwendet.

In der Bergmannssprache bezeichnet man mit gediegen Metalle, die keine fremden Bestandteile enthalten, also rein sind.

Hinweise zum Wort gediegen

Bedeutung: hochwertig, sorgfältig gemacht, geschmackvoll
Beispielsatz: Das Restaurant war sehr gediegen eingerichtet.
Wortinfo: Wortart: Adjektiv

Worttrennung: ge-die-gen

Aussprache: [ɡəˈdiːɡn̩]

Wortformen

Das Wort gediegen ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelmäßig gebildet.

Positiv Komparativ Superlativ
gediegen gediegener am gediegensten



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Info - gediegen

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Weiterführende Informationen zum Wort gediegen

Entstehung: ahd. gidigan, mhd. gedigen; ursprünglich das Partizip Perfekt von ahd. githīhan, mhd. gedīhen = gedeihen

Das Adjektiv bedeutete ursprünglich „gut geraten“ oder „gut entwickelt“.

Wortbildungen: Gediegenheit, gediegenerweise
Ableitungen: -
Interessantes: In der Bergmannssprache spricht man von gediegenem Gold oder gediegenem Silber, wenn das Metall in reiner Form vorkommt.

Regional kann gediegen auch „merkwürdig“ oder „eigenartig“ bedeuten.

Unikales Morphem ?

Das Morphem dieg kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht selbstständig vor. Es erscheint nur noch mit dem Präfix ge- im Adjektiv gediegen.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem dieg ist daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (vor allem Adelung, EWA, Goethe, Grimm), ZDL, Wikipedia, Duden-online

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gedunsen

Weiterleitung einrichten #Redirektaufgedunsen


Wortherkunft

Herr Alt Das Adjektiv ist vom ausgestorbenen althochdeutschen Verb dinsan = ziehen, zerren, schleppen abgeleitet.

Aus der Wortgruppe sich dinsen entwickelte sich die Bedeutung sich ausdehnen. Daraus entstand später das heute selten gebrauchte Wort gedunsen.

Im Mittelalter lautete die Form zunächst githinsan. Später entwickelte sich daraus gedunsen.

Wenn etwas aufgedunsen ist, dann ist es geschwollen oder ausgedehnt.

Herr Wort Das Grundwort dinsen wird heute nicht mehr gebraucht. Man sagt auch: Das Wort ist ausgestorben.

Auch die Ableitung gedunsen kommt heute nur noch selten vor. Häufiger verwendet man das Wort aufgedunsen.

Frau Fremd Englisch: swollen, puffed up

Französisch: gonflé

Lateinisch: tumidus

Hinweise zum Wort gedunsen

Bedeutung: geschwollen, ausgedehnt, aufgetrieben
Beispielsatz: Nach dem Stich war seine Hand ganz gedunsen.
Wortinfo: Wortart: Adjektiv

Worttrennung: ge-dun-sen

Aussprache: [ɡəˈdʊnzən]

Wortformen

Das Wort gedunsen ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden heute kaum verwendet.

Positiv Komparativ Superlativ
gedunsen gedunsener am gedunsensten



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Weiterführende Informationen zum Wort gedunsen

Entstehung: ie. *tens = hin und herziehen

got. at-þinsan = heranziehen

ahd. thinsan, dinsan, mhd. dinsen = ziehen, zerren, schleppen

8. Jh. ahd. thinsan; 9. Jh. githinsan, später gedunsen

15. Jh. aufdinsen, aufdunsen, später aufgedunsen

Wortbildungen: aufgedunsen
Ableitungen: Dunst, gedunsen wirken
Interessantes: Das ursprüngliche Verb dinsen ist ausgestorben. Erhalten blieb das alte Morphem nur noch in wenigen Wörtern wie gedunsen oder aufgedunsen.

Unikales Morphem ?

Das Morphem duns beziehungsweise die ältere Form dins kommt heute nicht mehr selbstständig vor. Es erscheint fast nur noch in den Wörtern gedunsen und aufgedunsen.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem duns ist daher ein unikales Morphem.
Das Präfix ge- kommt dagegen in vielen deutschen Wörtern vor.
Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem ge- ist daher kein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz, ZDL, Duden-online

gedunsen: AWb, AWb-2, BMZ, Adelung, Grimm

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Gefahr

Frage: Autofahren ist gefährlich - Stimmt das? Was hat Gefahr / gefährlich mit fahren zu tun?

Gekröse

Wortherkunft

Herr Alt Das mittelhochdeutsche Wort gekrœse bedeutete kleines Gedärm. Es ist vom mittelhochdeutschen Adjektiv krus = gedreht, gekrümmt abgeleitet und bedeutete ursprünglich also das Krause oder das Gedrehte.
Herr Wort Das Wort bedeutete also ursprünglich kraus oder gedreht. Deshalb konnte es später verschiedene Dinge bezeichnen:

a) In der Anatomie nennt man die Falten im Bauchraum Gekröse. Diese umgeben die inneren Organe und halten halten sie zusammen. Diese Falten sehen auf den ersten Eindruck ziemlich kraus und wirr aus.

b) In der Medizin bezeichnet Gekröse die Eingeweide oder Innereien von Menschen und Tieren. Der Darm ist stark gewunden und gedreht, daher dieser Name.

Bi-W-G Portrait Confused With Johannes Kepler 1610.jpg

c) In der Gastronomie nennt man essbare Innereien, besonders von Rindern oder Lämmern, ebenfalls Gekröse.

d) Früher bezeichnete man auch eine kraus gefaltete Halskrause als Gekröse. Auch diese sieht kraus und gedreht aussah. Dieses Kleidungsstück ist aus der Mode gekommen. Du findest es nur noch auf alten Bildern. Auf dem rechten Bild siehst du eine solche Halskrause.

Hinweise zum Wort Gekröse

Bedeutung: Eingeweide, Darmgekröse oder Innereien
Beispielsatz: Der Arzt untersuchte das Gekröse des Patienten.
Wortinfo: Wortart: Nomen

Worttrennung: Ge-krö-se

Aussprache: [ɡəˈkʁøːzə]

Wortformen

Das Wort Gekröse ist ein Nomen sächlichen Geschlechts. Es wird meist nur im Singular verwendet.

Singular Plural
1. Fall Nominativ das Gekröse die Gekröse
2. Fall Genitiv des Gekröses der Gekröse
3. Fall Dativ dem Gekröse den Gekrösen
4. Fall Akkusativ das Gekröse die Gekröse



Weiterführende Informationen zum Grundwort Gekröse
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Weiterführende Informationen zum Wort Gekröse

Entstehung: germ. *kruzla, ahd. krul, mhd. krol = kraus, lockig

mhd. krus = gedreht, gekrümmt, kraus

mhd. gekrœse = kleines Gedärm; ürsprünglich also das Gedrehte oder das Krause

Wortbildungen: Darmgekröse, Kalbsgekröse

veraltet: gekröselt, Gekrösader, Gekrösdrüse, Gekrösentzündung, Gekrösfell, Gekrösgeflecht, Gekröshaut, Gekrösmantel, Gekröspulsader, Gekrösschlagader

Grundwort: Kröse, kröseln; Kröselzange, Kröseeisen, Kröseldorn (Krausbeere)
Interessantes: Das Wort Gekröse wurde früher auch für die gefaltelte Halskrause verwendet, weil diese stark gekräuselt war.

In der heutigen Alltagssprache wird das Wort meist nur noch in der Medizin oder Fachsprache verwendet.

Unikales Morphem ?

Das Morphem kröse kommt im heutigen Sprachgebrauch als Nomen in einigen Dialekten, als Fachbegriff (Küfer, Glaser) und als Adjektiv kröseln vor. Demnach kommt das Morphem nicht isoliert und auch in verschiedenen Wortbildungen vor.
Es gibt keinen etymologischen- oder Bedeutungszusammenhang zum Verb krosen, dem Nomen Kros/Krös und dem Eigennamen Krösus.
Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem krös ist daher kein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

Gekröse: DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (Adelung, BDO, BMZ, Grimm, RhWb, ), ZDL, Duden-online

Kröse: DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz, (BDO, BMZ, Grimm), Idiotikon (Chrȫs, Grȫsch, Chrȫsch), Krünitz, ZDL, Duden-online

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Gelichter

Wortherkunft

Herr Wort Das Wort Gelichter bezeichnet heute meistens eine Gruppe von Menschen, über die man sich ärgert oder schlecht denkt. Gemeint ist oft Gesindel oder eine unangenehme Menschengruppe.
Herr Alt Das war früher ganz anders. Da hatte das Nomen Gelichter eine eher positive Bedeutung.

Im Mittelalter gab es das Wort lehtar. Es bedeutete Lager, Bett. Mit der Vorsilbe ge- entstand hieraus gelihter.

Aus der Bedeutung Menschen, die aus dem gleichen Lager kommen entstand die Bedeutung Menschen mit übereinstimmender Art, Sippe, Geschlecht. Ab dem 17. Jahrhundert verschob sich die Bedeutung zunehmend ins negative. Heute bedeutete das Nomen Gesindel und wird umgangssprachlich eher als Schimpfwort und beleidigend verwendet.

Hinweise zum Wort Gelichter

Bedeutung: abwertend: eine als schlecht oder unangenehm angesehene Gruppe von Menschen; Gesindel
Beispielsatz: Der alte Mann wollte mit diesem lauten Gelichter nichts zu tun haben.

Nachts treiben sich im Park allerlei Gelichter herum.

Wortinfo: Wortart: Nomen, Neutrum

Worttrennung: Ge·lich·ter

Aussprache: [ɡəˈlɪçtɐ]

Wortformen

Das Wort Gelichter wird meist nur im Singular verwendet. Es bezeichnet häufig eine Menschengruppe als Gesamtheit.

Singular Plural
1. Fall Nominativ das Gelichter die Gelichter
2. Fall Genitiv des Gelichters der Gelichter
3. Fall Dativ dem Gelichter den Gelichtern
4. Fall Akkusativ das Gelichter die Gelichter



Weiterführende Informationen zum Grundwort Gelichter
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Weiterführende Informationen zum Wort Gelichter

Entstehung: ie. *legh- = (sich) legen, liegen; lat. lectus = Lagerstatt, Bett
⇒ ahd. lehtar = Lager (9. Jh.)
⇒ ahd. gilehtar = Gebärmutter, eigentlich: Ort, wo das Kind liegt (ca. 10. Jh.)
⇒ mhd. gelihter = Menschen übereinstimmender Art, Sippe, Geschlecht (ca. 14. Jh.)
⇒ nhd. Gelichter = Menschengruppe
⇒ später abwertend: Gesindel (ab 17. Jh.)
Wortbildungen: Diebsgelichter / Diebesgelichter
Ableitungen: -
Interessantes: Das Wort hatte ursprünglich keine negative Bedeutung. Erst im Laufe der Sprachgeschichte wurde daraus ein Schimpfwort für eine als unangenehm empfundene Menschengruppe.

Unikales Morphem ?

Das Morphem licht(er) kommt in dieser Bedeutung im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen vor. Ein etymologischer oder Bedeutungszusammenhang zum Nomen Licht besteht nicht.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem licht(er) ist daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, Grimm, Goethe, PfWb, RhWb), ZDL; Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)

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genesen

Wortherkunft

Herr Alt Das Verb genesen ist schon sehr alt. Vor rund tausend Jahren schrieb man ginesan. Das bedeutete überleben oder gerettet werden. Mit der Zeit hat sich die Bedeutung eingeengt. Früher hatte das Verb auch die Bedeutung ein Kind gebären, zur Welt bringen. Diese Bedeutung findest du heute aber nur noch in alten gehobenen Texten.
Herr Wort Heute bedeutet genesen vor allem nach einer Krankheit wieder gesund werden.

Hinweise zum Wort genesen

Bedeutung: nach einer Krankheit wieder gesund werden
Beispielsatz: Nach einigen Wochen im Krankenhaus ist die Patientin wieder genesen.
Wortinfo: Wortart: Verb

Worttrennung: ge·ne·sen

Aussprache: [ɡəˈneːzn̩]

Wortformen

Das Verb genesen ist ein starkes Verb. Das Präteritum lautet genas. Das Partizip II heißt genesen, Hilfsverb sein.

Gegenwart

(Präsens)

1. Vergangenheit

(Präteritum)

2. Vergangenheit

(Perfekt)

Einzahl

(Singular)

1. Person ich genese ich genas ich bin genesen
2. Person du genest du genasest, genast du bist genesen
3. Person er/sie/es genest er/sie/es genas er/sie/es ist genesen
Mehrzahl

(Plural)

1. Person wir genesen wir genasen wir sind genesen
2. Person ihr genest ihr genaset ihr seid genesen
3. Person sie genesen sie genasen sie sind genesen



Weiterführende Informationen zum Grundwort genesen
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Info - genesen

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Weiterführende Informationen zum Wort genesen

Entstehung: ie. *nes- wohlbehalten wohin gelangen, das sichere Heim erreichen → germ. *nazjan genesen machen
⇒ ahd. nerien → mhd. neren, nerigen = genesen machen, (er)retten, am Leben erhalten → nähren = mit Nahrung versorgen
⇒ ahd. ginesan, mhd. genesen = gesund werden
Wortbildungen: genesen: wiedergenesen
Genesung (Erstglied): Genesungsbegleiter, Genesungschance, Genesungsheim, Genesungskompanie, Genesungskur, Genesungsnachweis, Genesungsprozess, Genesungsurlaub, Genesungswunsch, Genesungszeit
Genesung (Letztglied): Müttergenesung, Müttergenesungsheim, Müttergenesungskur, Müttergenesungswerk, Wiedergenesung
Genesene: Genesenennachweis, Genesenenstatus
Ableitungen: Genesung, die/der Genesene
Interessantes:
Quelle
Während der Corona-Pandemie wurde das Wort Genesene sehr häufig verwendet. Damit bezeichnete man Menschen, die eine Corona-Erkrankung überstanden hatten. Auch Wörter wie Genesungsnachweis oder Genesenenstatus wurden damals oft benutzt.

Die rechte Grafik zeigt den Verlauf des Nomens Genesung. Nach dem zweiten Weltkrieg und vielen Verletzten Soldaten und Zivilisten ging die Verwendungskurve mit einiger Verzögerung (die für die Genesung gebraucht wurde) steil nach oben. Fast auf den gleichen Höchststand stieg die Kurve 2021 in Folge der Coronapandemie an.

Unikales Morphem ?

Das Morphem nes kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert sondern nur mit dem Präfix ge- im Wort genesen vor. Wortbildungen kommen zum Morphem nes nur zusammen mit dem Präfix ge- vor.
Auf den gleichen germanischen Worturspung kann auch das Verb nähren zurückgeführt werden. Allerdings hat sich hieraus ein Morphem mit völlig anderer Schreibung entwickelt.
Einen etymologischen und Bedeutungszusammenhang zur Wortfamilie Genese besteht nicht.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem nes ist daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, zu den alten Bedeutungen sh. vor allem: Grimm, hier 2. und 3., Goethe hier 2., Krünitz, Mittelhochdeutsch Wb), ZDL; Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)

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Genosse

#REDIRECT [[genießen]], #REDIRECT [[Genuss]], #REDIRECT [[genüsslich]], #REDIRECT [[nutzen]], #REDIRECT [[nütze]], #REDIRECT [[nützlich]]


genug

  1. REDIRECT genügen #REDIRECT genügend #REDIRECT Genüge #REDIRECT ungenügend - Weiterleitungen müssen noch angelegt werden

Auf dieser Seite erfährst du etwas über das Wort genug. Es wird meist als Adjektiv verwendet. Das Wort genug gehört zu einer alten germanischen Wortfamilie. Es bedeutet, dass etwas ausreichend oder in ausreichender Menge vorhanden ist.


Wortherkunft

Herr Alt Das Wort genug gab es schon im Mittelalter, also vor über tausend Jahren. Damals hieß es zunächst ginuog oder ginuogi, später dann genuoc und noch später genug.
Herr Wort Mit dem Wort genug sagen wir, dass etwas ausreichend vorhanden ist. Wir können zum Beispiel sagen:
a) Wir haben genug Brot gekauft.
b) Jetzt habe ich genug gearbeitet.
c) Das ist gut genug.

In allen Beispielen bedeutet das Wort: Es reicht aus.

Herr Alt Das zugrunde liegende germanische Verb *nōga ist schon sehr früh verschwunden. Bereits im Mittelalter gab es dieses Verb nicht mehr.
Frau Fremd Das ist ja interessant. Jetzt verstehe ich auch einige Übersetzungen unseres kleinen Wörtchens genug.
Sprache genug Aussprache
Deutsch genug [ɡəˈnuːk]
Dänisch nok [nʌɡ̊ˀ]
Isländisch nóg [nouːɣ]
Englisch enough [ɪˈnʌf]
Niederdeutsch noog [noːx]
Niederländisch genoeg [ɣəˈnux]
Norwegisch nok [nɔk]
Schwedisch nog, noga [nɔɡ], [ˈnuːɡa]
Nur in den Niederlanden und in der englischen Sprache gibt es die Ableitung von dem alten Wort mit der Vorsilbe (Präfix) ge-. In allen anderen Nordeuropäischen Länder kann das Wort auf das alte germanische Verb *noug zurückgeführt werden.
Herr Wort vom Wort genug ist das Verb genügen abgeleitet. Es bedeutet etwas ist genug oder ausreichend vorhanden.

Von diesem Verb ist das Adjektiv genügend abgeleitet. Das bezeichnet meist, das von einer Sache eine ausreichende (= genügend) eine Menge oder Qualität vorhanden ist.

Frau Fremd In Österreich nennt man die Schulnote 4 = genügend und die Note 6 = ungenügend

Hinweise zur Wortgruppe genug

genug

Bedeutung: ausreichend; so viel wie nötig vorhanden
Beispielsatz: Für alle Kinder war genug Kuchen da.
Wortinfo: Wortart: Adverb, Pronomen, Adjektiv

Worttrennung: ge·nug

Aussprache: [ɡəˈnuːk]

genügen

Bedeutung: a) Maß, Menge - es ist ausreichend (genug) vorhanden

b) etwas zufriedenstellend erledigen

Beispielsatz: a) Zwei Kuchen sollten für den Kindergeburtstag wohl genügen.

b) Die Leistungen genügen nicht den Anforderungen, die vorher vereinbart waren.

Wortinfo: Wortart: Verb

Worttrennung: ge-nü-gen

Aussprache: [ɡəˈnyːɡn̩]

genügend

Bedeutung: eine ausreichende Menge oder zufriedenstellende Qualität; etwas ist angemessen, befriedigend, gut

in Österreich: die Schulnote 4

Beispielsatz: Mama hat genügend Kuchen gebacken. Es reicht für alle Geburtstagskinder.
Wortinfo: Wortart: Adverb, Pronomen, selten auch Adjektiv

Worttrennung: ge-nü-gend

Aussprache: [ɡəˈnyːɡn̩t]

ungenügend

Bedeutung: etwas weist deutliche Mängel auf, etwas ist bezogen auf die Vorgaben nicht ausreichend

in Deutschland: schlechteste Schulnote, Note 6 (Im Gebrauch als Schulnote kann das Adjektiv nicht gesteigert werden.)

Beispielsatz: Er hatte sich für die Klassenarbeit und ungenügend vorbereitet.
Wortinfo: Wortart: Adjektiv

Worttrennung: un-ge-nü-gend

Aussprache: [ɡəˈnyːɡn̩t]

Wortformen

Das Wort genug wird meistens als Adverb (Umstandswort) oder Pronomen (Fürwort) verwendet. Als Adjektiv (Eigenschaftswort) bleibt es unverändert und wird normalerweise nicht gesteigert.

Wenn das Wort genug als Adjektiv verwendet wird, dann ist es nicht steigerbar.

Positiv Komparativ Superlativ
genug

Vom Wort genug ist auch das Verb genügen abgeleitet. Die verschiedenen Wortformen werden regelhaft gebildet:

Präsens Präteritum Perfekt Futur
Singular 1. Person ich genüge ich genügte ich habe genügt ich werde genügen
2. Person du genügst du genügtest du hast genügt du wirst genügen
3. Person er/sie/es genügt er/sie/es genügte er/sie/es hat genügt er/sie/es wird genügen
Plural 1. Person wir genügen wir genügten wir haben genügt wir werden genügen
2. Person ihr genügt ihr genügtet ihr habt genügt ihr werdet genügen
3. Person sie genügen sie genügten sie haben genügt sie werden genügen

Das Wort genügend kann als Adverb (Umstandswort) oder Pronomen (Fürwort) verwendet werden. Demnach kann auch das Wort genügend nicht gesteigert werden.

Das Gegenwort ungenügend ist ein Adjektiv, das regelhaft gesteigert werden kann:

Positiv Komparativ Superlativ
ungenügend ungenügender am ungenügendsten



siehe auch die Wortgeschichten begnügen und vergnügen
siehe auch die weiterführenden Informationen zu begnügen und vergnügen
Weiterführende Informationen zum Grundwort genug
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Info - genug

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Auf dieser Seite findest du weiterführende Hinweise zum Wort genug. Das Wort genug gehört zu einer alten Wortfamilie mit den Wörtern genügen, begnügen und vergnügen. In all diesen Wörtern ist das Morphem nug bzw. nüg enthalten. Wenn du mehr wissen möchtest, so findest du im letzten Kapitel interessante weitere Belege und Quellen.


Weiterführende Informationen zum Wort genug

Entstehung: ie. *(e)nek̑- = erreichen, erlangen
⇒ germ. *ga-nōga- = ausreichend sein, genügen
genug: 8. Jh. ahd. ginuog, ginuogi, mhd. genuoc = ausreichend
genügen: ahd. ginuogen, mhd. genüegen
hierzu gehören auch die Wortbildungen begnügen (mhd. begenüegen = zufrieden stellen) und vergnügen (mhd. vergenüegen = zufriedenstellen, erfreuen)
Ableitungen: Genüge, genügen, genügend
Wortbildungen:

genug: genuggetan, genugsam, genugtun, Genugtuung, übergenug

genügen: Genüge, genügend, Genügen, Genügsamkeit, selbstgenügsam, Selbstgenügsamkeit, Ungenügen, ungenügend

Interessantes: Das Wort genug gehört zu einer sehr alten germanischen Wortfamilie. Verwandte Wörter gibt es heute noch in vielen germanischen Sprachen. Das ursprüngliche Verb ist allerdings schon vor vielen Jahrhunderten verschwunden.

Unikales Morphem ?

Die Morpheme nug und mit Umlaut nüg kommen im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und nur zusammen mit der Vorsilbe ge- (bzw. der Verkürzung dieser Vorsilbe zu g- in begnügen und vergnügen) in Wortbildungen vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem nug bzw. nüg ist daher ein unikales Morphem.
Das Morphem gnüg in begnügen und vergnügen enthält das verkürzte Präfix ge-. Die Wörter lassen sich also als be- + g(e)- + nüg bzw. ver- + g(e)- + nüg erklären. Das eigentliche Morphem bleibt daher nüg.

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Belege/Quellen

genug: DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, BDO, Grimm, Goethe), ZDL; Duden-online (nicht werbefrei)

genügen: DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, Grimm, Goethe), ZDL; Duden-online (nicht werbefrei)

Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen



siehe auch die Wortgeschichten begnügen und vergnügen
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begnügen

Wer sich mit etwas begnügt, ist damit zufrieden und verlangt nicht mehr.

Auf dieser Seite erfährst du etwas über das Verb begnügen, was es bedeutet, wie es entstanden ist und wie die Wortformen im Satz gebildet werden.


Wortherkunft

Herr Wort Wenn du dich mit etwas begnügst, dann bist du damit zufrieden. Du sagst also: Das reicht mir. Ich brauche nicht mehr.
Herr Alt Das Wort ist von dem mittelhochdeutschen Verb begenüegen = zufriedenstellen abgeleitet. Darin steckt das Verb genügen und dies ist wiederum auf genug zurückzuführen.

Hinweise zum Wort begnügen

Bedeutung: mit etwas zufrieden sein; nicht mehr verlangen
Beispielsatz: Lena begnügte sich mit einem kleinen Stück Kuchen.
Wortinfo: Wortart: Verb

Worttrennung: be·gnü·gen

Aussprache: [bəˈɡnyːɡn̩]

Wortformen

Das Wort begnügen ist ein regelmäßiges Verb. Es wird meistens reflexiv (auf sich selbst bezogen) gebraucht: sich begnügen. Du kannst also nicht sagen: ich begnüge dich, sondern nur ich begnüge mich ...

Gegenwart

(Präsens)

1. Vergangenheit

(Präteritum)

2. Vergangenheit

(Perfekt)

Einzahl

(Singular)

1. Person ich begnüge mich ich begnügte mich ich habe mich begnügt
2. Person du begnügst dich du begnügtest dich du hast dich begnügt
3. Person er/sie/es begnügt sich er/sie/es begnügte sich er/sie/es hat sich begnügt
Mehrzahl

(Plural)

1. Person wir begnügen uns wir begnügten uns wir haben uns begnügt
2. Person ihr begnügt euch ihr begnügtet euch ihr habt euch begnügt
3. Person sie begnügen sich sie begnügten sich sie haben sich begnügt



siehe auch die Wortgeschichten genug, genügen und vergnügen
Weiterführende Informationen zum Grundwort begnügen
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Info - begnügen

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Das Verb begnügen gehört zur Wortfamilie von genug und genügen. Es zeigt, dass jemand mit dem zufrieden ist, was vorhanden ist.


Weiterführende Informationen zum Wort begnügen

Entstehung: ie. *(e)nek̑- = erreichen, erlangen

⇒ germ. *ga-nōga- = ausreichend sein, genügen

⇒ genug: 8. Jh. ahd. ginuog, ginuogi, mhd. genuoc = ausreichend
⇒ genügen: ahd. ginuogen, mhd. genüegen
⇒ mhd. benüegen, frühnhd. benügen = genug haben
⇒ parallel hierzu mhd. begenüegen = befriedigen, zufriedenstellen

Fazit: Das Wort ist eine Verschmelzung von mhd. genüegen und mhd. benüegen = zufrieden sein. Das neuhochdeutsche benügen hält sich im deutschen Sprachraum bis Anfang des 18. Jahrhunderts, vereinzelt auch noch später. Es wird bereits ab dem 15. Jahrhundert zunehmend von der Form begnügen verdrängt.

Mehrwortausdrücken: sich begnügen, sich damit begnügen, sich mit wenig begnügen
Ableitungen: begnügsam, begnügt, Begnügung, Selbstbegnügung
Interessantes: Das Wort begnügen ist eng mit genug verwandt. Wer sich begnügt, sagt gewissermaßen: „Das ist genug für mich.“
Die Verkürzung des Präfix ge- zu g- finden wir auch in einigen wenigen weiteren Grundwörtern:
begnügen - mhd. begenüegen
eignen - mhd. eigenen
Gnade - mhd. genāde
leugnen - mhd. lougenen
vergnügen - nhd. vergenügen

Redensarten, Zitate

Die Bedeutung von begnügen = sich mit etwas abfinden kann sowohl positiv (ich bin mit etwas zufrieden) als auch negativ (mit etwas unzufrieden sein) verwendet werden. Es gibt nur wenige Redensarten und Zitate, in denen begnügen vorkommt. In den meisten wird das Verb in einer eher negativen Konnotation benutzt. Eine Anregung zum Nachdenken oder Schmunzeln finden sich hier allemal. Hier einige Beispiele:

„Wenn du dich zu begnügen wüßtest, dann bräuchtest du den Tyrannen nicht zu schmeicheln.“ ― Diogenes von Sinope (413-323 v.Ch.) – Quelle
„Wenn die Pfaffen nicht Tyrannen der Fürsten sein können, begnügen sie sich damit, ihre Schmeichler zu werden.“ ― Charles de Montesquieu (1689-1755) – Quelle
„Sich mit wenigem begnügen ist schwer, sich mit vielem begnügen unmöglich.“ ― Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916) – Quelle
„In der Kunst muss man sich mit den Entdeckungen begnügen und sich vor den Erklärungen hüten.“ ― Georges Braque (1882-1963) – Quelle
„Warum sollen wir uns damit begnügen, Kopien zu sein, wo Gott uns als Originale in die Welt gesetzt hat?“ ― Billy Graham (1918-2028) – Quelle
„Frauen begnügen sich nicht mehr mit der Hälfte des Himmels, sie wollen die Hälfte der Welt.“ ― Alice Schwarzer (1942-) – Quelle
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Unikales Morphem ?

Das Morphem nüg kommt im heutigen Deutsch nicht frei vor. Es erscheint aber in mehreren Wörtern derselben Wortfamilie, zum Beispiel in genügen, begnügen, vergnügen, genügend und Genügsamkeit.

Wenn wir beim Wort begnügen eine Zusammensetzung der Morpheme be-+ge-+nüg betrachten, dann kommt das Morphem nüg (und ohne Umlaut nug) nicht isoliert und nur in der Bildung mit dem Präfix ge- vor. Demnach wäre das Morphem nüg bzw. nug unikal.

Betrachten wir hingegen begnügen als Zusammensetzung der Morpheme be-+gnüg, dann kommt das Morphem gnüg nicht isoliert aber auch in der Wortbildung vergnügen vor, von der es viele weitere Wortbildungen gibt. Demnach ist das Morphem gnüg nicht unikal.

Betrechtet man die etymologische Entwicklung so ist das Grundverb nügen (ahd. nuegen, mhd. nuegen) spätestens seit dem 19. Jh. nicht mehr gebräuchlich und muss als ausgestorben getrachtet werden. Das g im Verb begnügen ist eine Verschmelzung (sh. Kontamination) (sh. mhd. begenüegen). Demnach ist g in begnügen eine Allomorph zum Präfix ge-. Das Verb begnügen muss daher als Zusammensetzung der Morpheme be-+ge-+nüg betrachtet werden und nüg (beziehungsweise nung) ist demnach unikal, da es im heutigen Sprachgebrauch nur zusammen mit dem Präfix ge- vorkommt.

Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem nüg ist daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier insbesondere: Adelung, Goethe, Grimm-1, [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB2&lemid=B01497#0 Grumm-2]), ZDL; Duden-online (nicht werbefrei)

Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen



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vergnügen

Wer sich vergnügt, hat Spaß, freut sich oder verbringt eine schöne Zeit.


Wortherkunft

Herr Alt In dem Wort vergnügen steckt das Wort genug. Im Mittelalter hatte das Wort genuoc die Bedeutung es reicht, es ist ausreichend oder es stellt zufrieden. Aus genuoc entwickelten sich die Wörter genügen und vergenügen. Die Vorsilbe ge- wurde später auf den Buchstaben g verkürzt. So entstand das heutige Verb vergnügen.

Ähnlich entwickelte sich auch das Wort begnügen. Es hieß früher begenügen.

Herr Wort Das ist interessant. Aus zufriedenstellen (genug) wurde zunächst zufrieden sein (vergenügen). Daraus entwickelte sich die Bedeutung fröhlich sein und schließlich unsere heutige Bedeutung Spaß haben oder sich freuen. So kann sich die Bedeutung eines Wortes im Laufe der Zeit Schritt für Schritt verändern.
Frau Fremd englisch: to amuse, to enjoy oneself

französisch: s'amuser
spanisch: divertirse

Hinweise zum Wort vergnügen

Bedeutung: a) Freude bereiten

b) Spaß haben
c) sich amüsieren

Beispielsatz: Die Kinder vergnügten sich den ganzen Nachmittag im Schwimmbad.
Wortinfo: Wortart: Verb

Worttrennung: ver·gnü·gen

Aussprache: [fɛɐ̯ˈɡnyːɡn̩]

Wortformen

Das Wort vergnügen wird heute meist reflexiv gebraucht: sich vergnügen.

Gegenwart

(Präsens)

1. Vergangenheit

(Präteritum)

2. Vergangenheit

(Perfekt)

Einzahl

(Singular)

1. Person ich vergnüge mich ich vergnügte mich ich habe mich vergnügt
2. Person du vergnügst dich du vergnügtest dich du hast dich vergnügt
3. Person er/sie/es vergnügt sich er/sie/es vergnügte sich er/sie/es hat sich vergnügt
Mehrzahl

(Plural)

1. Person wir vergnügen uns wir vergnügten uns wir haben uns vergnügt
2. Person ihr vergnügt euch ihr vergnügtet euch ihr habt euch vergnügt
3. Person sie vergnügen sich sie vergnügten sich sie haben sich vergnügt



Weiterführende Informationen zum Grundwort vergnügen
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Info - vergnügen

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Das Verb vergnügen gehört zur Wortfamilie von genug und genügen. Seine heutige Bedeutung Spaß haben entwickelte sich aus der älteren Bedeutung zufrieden sein.


Weiterführende Informationen zum Wort vergnügen

Entstehung: ie. *(e)nek̑- = erreichen, erlangen

⇒ germ. *ga-nōga- = ausreichend sein, genügen

⇒ genug: 8. Jh. ahd. ginuog, ginuogi, mhd. genuoc = ausreichend
⇒ mhd. vernüegen, frühnhd. vernügen = zufrieden stellen, Genugtuung leisten
⇒ parallel hierzu frühnhd. vergenügen
⇒ ab dem 17. Jh. Verschmelzung des Präfixes ge- zu g = vergnügen

Bedeutungswandel:

⇒ zunächst jemanden zufrieden stellen, befriedigen, entschädigen, eine Schuld begleichen
⇒ später innere Zufriedenheit empfinden
fröhlich stimmen, erheitern
⇒ heute meist: Spaß haben, sich amüsieren, sich freuen
Wortbildungen: Vergnügen, Vergnügungspark, Vergnügungsreise, Vergnügungssteuer, Vergnügungssucht, Freizeitvergnügen
Ableitungen: vergnügt, vergnüglich, Vergnügen, vergnügungssüchtig
Interessantes: Das heutige Nomen Vergnügen wird sehr häufig gebraucht. Das Verb vergnügen dagegen erscheint heute meist in der reflexiven Form sich vergnügen.
Die Verkürzung des Präfixes ge- zu g- finden wir auch in einigen wenigen weiteren Grundwörtern:
begnügen – mhd. begenüegen
eignen – mhd. geeigenen
Gnade – mhd. genāde
leugnen – mhd. lougenen
vergnügen – frühnhd. vergenügen
Vergnügen oder Freude Nicht nur für Psychologen interessant: Erich Fromm unterscheidet zwischen Vergnügen als kurzzeitiges Hochgefühl und Freude als ein Gefühl auf dem Weg zur Selbstverwirklichung. Beides kennzeichnet ein Lebensprinzip. Freude als langfristiges Lebensprinzip (Selbstverwirklichung) und Vergnügen als kurzfristiges Lebensprinzip (Kennzeichen der Konsumgesellschaft).

Wörterliste

Das Nomen Vergnügen als Letztglied ist in Wortbildungen sehr produktiv. Im Prinzip kann vieles zu einem Vergnügen führen. Das baden zum Badevergnügen, Ferien zu Ferienvergnügen, fahren zu Fahrvergnügen, Autofahren zu Autofahrvergnügen, Autorennen zu Autorennvergnügen, Radfahren zu Radfahrvergnügen, zu Mountainbikevergnügen, zu Rennradvergnügen, zu Radrennvergnügen usw. usf. All diese Wörter wirst du in keinem Wörterbuch finden.

Zur Nomenbildung Vergnügung gibt es deutlich weniger Wortbildungen. Es ist nicht sehr produktiv. Vergnügung steht in Wortbildungen (von sehr wenigen Ausnahmen abgesehen) als Erstglied.

Die folgende Tabelle enthält viele Wortbildungen mit Vergnügen als Erst- oder Letztglied.

Wortbildungen zum Grundwort vergnügen
Vergnügen
Letzglied Abendvergnügen, Badevergnügen, Ballvergnügen, Einkaufsvergnügen, Eisvergnügen, Fahrvergnügen, Feierabendvergnügen, Ferienvergnügen, Fernsehvergnügen, Filmvergnügen, Freiluftvergnügen, Freizeitvergnügen, Gaumenvergnügen, Grillvergnügen, Hauptvergnügen, Hörvergnügen, Jagdvergnügen, Kindervergnügen, Kinovergnügen, Lesevergnügen, Massenvergnügen, Missvergnügen, Pistenvergnügen, Privatvergnügen, Schneevergnügen, Schwimmvergnügen, Sehvergnügen, Skivergnügen, Sommervergnügen, Sonntagsvergnügen, Spaßvergnügen, Spielvergnügen, Tanzvergnügen, Theatervergnügen, Urlaubsvergnügen, Volksvergnügen, Wintervergnügen, Wochenendvergnügen
Vergnügung
Erstglied Freizeitvergnügung, Vergnügungsangebot, Vergnügungsanlage, Vergnügungsausflug, Vergnügungsausschuss, Vergnügungsbetrieb, Vergnügungsdampfer, Vergnügungsetablissement, Vergnügungsfahrt, Vergnügungsindustrie, Vergnügungskommission, Vergnügungslokal, Vergnügungsmeile, Vergnügungsmöglichkeit, Vergnügungspalast, Vergnügungspark, Vergnügungsreise, Vergnügungsreisende, Vergnügungsschiff, Vergnügungsstätte, Vergnügungssteuer, Vergnügungssucht, Vergnügungssüchtige, Vergnügungstempel, Vergnügungsviertel, Vergnügungswart, Vergnügungswartin, Vergnügungszentrum, Volksvergnügung
Adjektive
-vergnügt missvergnügt, quietschvergnügt, seelenvergnügt, stillvergnügt; (Vergnügtheit)
vergnügung- vergnügenshalber, vergnügungslustig, vergnügungssteuerpflichtig, vergnügungssüchtig, vergnügungswillig
sonstige vergnüglich (Vergnüglichkeit), vergnügsam

Unikales Morphem ?

Das Morphem nüg kommt im heutigen Deutsch nicht frei vor. Es erscheint aber in mehreren Wörtern derselben Wortfamilie, zum Beispiel in genügen, begnügen, vergnügen, genügend und Genügsamkeit.

Wenn wir beim Wort vergnügen eine Zusammensetzung der Morpheme ver-+ge-+nüg betrachten, dann kommt das Morphem nüg (und ohne Umlaut nug) nicht isoliert und nur in der Bildung mit dem Präfix ge- vor. Demnach wäre das Morphem nüg bzw. nug unikal.

Betrachten wir hingegen begnügen als Zusammensetzung der Morpheme be-+gnüg, dann kommt das Morphem gnüg nicht isoliert aber auch in der Wortbildung begnügen vor, von der es weitere Wortbildungen gibt. Demnach ist das Morphem gnüg nicht unikal.

Betrechtet man die etymologische Entwicklung so ist das Grundverb nügen (ahd. nuegen, mhd. nuegen) spätestens seit dem 19. Jh. nicht mehr gebräuchlich und muss als ausgestorben betrachtet werden. Das g im Verb vergnügen ist eine Verschmelzung (sh. Kontamination) (sh. frühnhd. vergenüegen). Demnach ist g in vergnügen eine Allomorph zum Präfix ge-. Das Verb vergnügen muss daher als Zusammensetzung der Morpheme be-+ge-+nüg betrachtet werden und nüg (beziehungsweise nung) ist demnach unikal, da es im heutigen Sprachgebrauch nur zusammen mit dem Präfix ge- vorkommt.

Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem nüg ist daher ein unikales Morphem.


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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Grimm-2), ZDL; Duden-online (nicht werbefrei)

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