Buchsbaum: Unterschied zwischen den Versionen

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|style="width: 12%;text-align:left;"|[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
 
|'''Buchsbaum'''
==Wortherkunft==
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|style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|Diesen immergrünen Strauch kannten schon die Griechen und die Römer. Die Griechen nannten ihn ''pýxos'', die Römer ''buxus'' und im deutschsprachigen Raum hieß er ''buhs'' und später ''Buchs''. Das harte Holz war beliebt, um hieraus runde stabile Holzdosen herzustellen. Diese nannte man ''Buchse''. Damit man den Namen für die Holzdose nicht mit dem Namen für den Zierstrauch verwechselte, wurde im Mittelalter das Wort ''Buchs'' um ''Baum'' ergänzt.
| Zierstrauch
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| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Das harte Holz des ''Buchsbaums'' war schon im Altertum hoch geschätzt. Die Griechen und Römer fertigten hieraus kostbare '''Holzdosen''' an. Hiervon ist auch das Wort ''Büchse'' abgeleitet. Heute werden ''Büchsen'' meist aus Metall gefertigt.
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|Auf den lateinischen Namen der Römer können viele Namen in Fremdsprachen zurückgeführt werden. Hier einige Beispiele: Dänisch: ''buksbom'', Schwedisch: ''buxbom'', Englisch: ''boxwood'' (wood = Holz), Französisch: ''buis'', Italienisch: ''bosso'', Niederländisch: ''buxus'',
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|'''Interessanates:'''
|Das Buchsbaumholz ist für viele Handwerker und Künstler ein perfektes Material: es ist sehr hart, feinporig, hat eine sehr feine Maserung, lässt sich gut schnitzen und splittert kaum. Hier einige Beispiele:
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|'''Beispielsatz:'''
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| ''Früher wurden viele Beete im Garten mit Buchsbaum eingefasst.''
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|'''Wortart:'''
Für Musikinstrumente aus Holz werden harte und feinporige Hölzer gebraucht. Genau dies bietet der Buchsbaum, aber auch das Ebenholz, Palisander oder heimische Obstbäume. Bis ins 19. Jahrhundert fertigten viele Instrumentenbauer, Flöten und andere Musikinstrumente meist aus heimischen Hölzern und auch aus Buchsbaumholz.
| Nomen, der, Buchs|baum
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|'''Herkunft:'''
|Hier einige weitere Beispiele in denen das Buchsbaumholz verwendet wurde:
| Das harte Holz dieses Baumes diente schon den Griechen (gr. pyxos) und später den Römern (buxus), um hieraus runde stabile Holzdosen (für Arzneimittel) zu drehen. Diese kostbaren Dosen nannten wir dann Büchsen. Dieser Begriff wurde später auf Konserven- dosen (ebenfalls stabile runde Dosen) übertragen.
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|'''Entstehung:'''
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| 10. Jh. ahd. mhd. buhs; abgel. von lat. buxus
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File:Bi-W-B Portable altar, Carved Boxwood 01 20260322.jpg|tragbarer Altar
File:Bi-W-B Violin ebony pegs in boxwood from Blain Exports 20230322.jpg|link=Violin ebony pegs in boxwood from Blain Exports|Geigen-wirbel
File:Bi-W-B Kamm Herstellung Japan makffm 20260322.jpg|Kamm Japan
File:Bi-W-B Chess game Staunton No. 6 20260322.jpg|Schachfiguren
File:Be-W-b Christ Crucified, boxwood, ebony, Germany mid-17th century 20260322.jpg|Christus am Kreuz
File:Be-W-D Carved boxwood brush pot - early Qing dynasty (ca. 17th century) 20230322.jpg|Pinselhalter
File:Be-W-B Boxwood anatomical figure, showing stylised organs in chest Wellcome L0058717 20260322.jpg|anatomische Figur
</gallery>
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|}
==Hinweise zum Wort ''Buchsbaum''==
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| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|immergrüner Strauch mit kleinen festen Blättern, der häufig als Zierpflanze verwendet wird
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|'''Wortbildungen:'''
|'''Beispielsatz:'''
| Buchsbaumhecke, Buchsbaumholz
|''Im Garten wächst eine niedrige Buchsbaumhecke.''
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|'''Ableitungen:'''
|'''Wortinfo:'''
|Büchse
|'''Wortart:''' Substantiv, Maskulinum
 
'''Worttrennung:''' Buchs·baum
 
'''Aussprache:''' [ˈbʊksˌbaʊ̯m]
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|'''Interessantes:'''
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|}
|}
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| colspan="2" | Das Morphem ''buchs'' kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen vor.
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em">
Das Substantiv ''Buchsbaum'' ist männlich. Die Wortformen sind vom Grundwort ''Baum/Bäume'' abgeleitet.
</div>
 
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!style="width: 20%"|
!style="width: 33%"|Singular
!style="width: 33%"|Plural
|-
!style="text-align:left"|1. Fall
!Nominativ
|der Buchsbaum
|die Buchsbäume
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
!Genitiv
|des Buchsbaums
|der Buchsbäume
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
!Dativ
|dem Buchsbaum
|den Buchsbäumen
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|-
|style="width: 3%;text-align:left;"|[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
!style="text-align:left"|4. Fall
||Das Morphem ''buchs'' ist daher <span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''.</span>
!Akkusativ
|den Buchsbaum
|die Buchsbäume
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|}
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[[#top | Seitenanfang]]
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|'''zu den Wortgeschichten [[''Buchse'']] und [[''Büchse''''' ]]
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|[[Info - Buchsbaum | '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Buchsbaum'']]'''
|}
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Aktuelle Version vom 30. März 2026, 11:02 Uhr

Wortherkunft

Herr Alt Diesen immergrünen Strauch kannten schon die Griechen und die Römer. Die Griechen nannten ihn pýxos, die Römer buxus und im deutschsprachigen Raum hieß er buhs und später Buchs. Das harte Holz war beliebt, um hieraus runde stabile Holzdosen herzustellen. Diese nannte man Buchse. Damit man den Namen für die Holzdose nicht mit dem Namen für den Zierstrauch verwechselte, wurde im Mittelalter das Wort Buchs um Baum ergänzt.
Herr Wort Das harte Holz des Buchsbaums war schon im Altertum hoch geschätzt. Die Griechen und Römer fertigten hieraus kostbare Holzdosen an. Hiervon ist auch das Wort Büchse abgeleitet. Heute werden Büchsen meist aus Metall gefertigt.
Frau Fremd Auf den lateinischen Namen der Römer können viele Namen in Fremdsprachen zurückgeführt werden. Hier einige Beispiele: Dänisch: buksbom, Schwedisch: buxbom, Englisch: boxwood (wood = Holz), Französisch: buis, Italienisch: bosso, Niederländisch: buxus,
Interessanates: Das Buchsbaumholz ist für viele Handwerker und Künstler ein perfektes Material: es ist sehr hart, feinporig, hat eine sehr feine Maserung, lässt sich gut schnitzen und splittert kaum. Hier einige Beispiele:
Flöte aus Buchsbaumholz
Flöte aus Buchsbaumholz

Für Musikinstrumente aus Holz werden harte und feinporige Hölzer gebraucht. Genau dies bietet der Buchsbaum, aber auch das Ebenholz, Palisander oder heimische Obstbäume. Bis ins 19. Jahrhundert fertigten viele Instrumentenbauer, Flöten und andere Musikinstrumente meist aus heimischen Hölzern und auch aus Buchsbaumholz.

Hier einige weitere Beispiele in denen das Buchsbaumholz verwendet wurde:

Hinweise zum Wort Buchsbaum

Bedeutung: immergrüner Strauch mit kleinen festen Blättern, der häufig als Zierpflanze verwendet wird
Beispielsatz: Im Garten wächst eine niedrige Buchsbaumhecke.
Wortinfo: Wortart: Substantiv, Maskulinum

Worttrennung: Buchs·baum

Aussprache: [ˈbʊksˌbaʊ̯m]

Wortformen

Das Substantiv Buchsbaum ist männlich. Die Wortformen sind vom Grundwort Baum/Bäume abgeleitet.

Singular Plural
1. Fall Nominativ der Buchsbaum die Buchsbäume
2. Fall Genitiv des Buchsbaums der Buchsbäume
3. Fall Dativ dem Buchsbaum den Buchsbäumen
4. Fall Akkusativ den Buchsbaum die Buchsbäume



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